AWZ Folge 5058 bei RTL+: Aus diesem traurigen Grund hasst Kilian seinen Vater Leopold

Leopold Reichenbach (Stephan Benson) hätte sich seinen Gefängnisbesuch bei seinem Sohn Kilian Reichenbach (Marc Dumitru) wohl auch schöner vorgestellt.
Collage, RTLBei „Alles was zählt“ kommt es zu einer bitteren Begegnung zwischen Kilian Reichenbach (Marc Dumitru) und seinem Vater Leopold (Stephan Benson). Nachdem Simone Steinkamp (Tatjana Clasing) ihm geholfen hat, seinen inhaftierten Sohn zu besuchen, hofft Leopold auf eine Chance zur Versöhnung. Doch Kilian will davon nichts wissen. Zu tief sitzen die Verletzungen aus der Vergangenheit – und dann erhebt er schwere Vorwürfe gegen seinen Vater. Offenbar macht Kilian Leopold für den finanziellen Ruin der Familie und den Tod von Isabelles Vater verantwortlich.
Leopold will Kilian helfen – doch sein Sohn blockt ab
Leopold hat in der Zeitung gelesen, dass Kilian verhaftet wurde. Deshalb ist er extra nach Essen gekommen, um seinen Sohn im Gefängnis zu besuchen. Mit Simones Unterstützung gelingt es ihm schließlich, zu Kilian vorgelassen zu werden. Doch die Freude über das Wiedersehen bleibt aus.
Leopold macht deutlich, dass er an Kilians Unschuld glaubt und ihm helfen will, die Wahrheit zu beweisen. Für ihn scheint der Besuch eine Gelegenheit zu sein, wieder Kontakt zu seinem Sohn aufzubauen. Schließlich haben die beiden bereits viele Jahre verloren, in denen sie keinen wirklichen Platz im Leben des anderen hatten.
Kilian reagiert jedoch abweisend. Er glaubt nicht, dass sein Vater überhaupt beurteilen kann, ob er unschuldig ist. Schließlich wisse Leopold gar nicht mehr, wer sein Sohn heute sei. Dann wird Kilian noch deutlicher: „Vielleicht hast du mir deine kriminelle Energie ja in die Wiege gelegt.“
Damit macht er klar, wie wenig Vertrauen er noch in Leopold hat. Für Kilian ist sein Vater offenbar nicht der Mensch, der ihm jetzt helfen kann, sondern jemand, mit dem er vor allem schmerzhafte Erinnerungen verbindet.
„Ich steh zu dir“: Leopolds Versöhnungsversuch scheitert
Leopold lässt sich von Kilians Vorwürfen zunächst nicht abschrecken. Er versucht, seinem Sohn zu vermitteln, dass seine Unterstützung nicht davon abhängt, ob Kilian tatsächlich unschuldig ist.
„Du bist doch mein Sohn und ich steh zu dir, egal ob Täter oder nicht“, erklärt er.
Doch statt Kilian zu berühren, stößt diese Aussage auf Spott. „Sehr heroisch“, entgegnet er seinem Vater.
Leopold versucht daraufhin, seine Beweggründe zu erklären. Er wolle alles wiedergutmachen, was in der Vergangenheit schiefgelaufen sei. Die beiden hätten bereits so viele Jahre verloren, und er wolle nicht, dass noch mehr Zeit verstreiche.
Seine Hoffnung: Sobald Kilian wieder auf freiem Fuß ist, könnten sie ganz von vorne anfangen.
Doch genau dieser Gedanke bringt Kilian endgültig auf die Palme. Von einem Neuanfang will er nichts wissen. Für ihn ist der Gefängnisbesuch keine Gelegenheit, alte Wunden zu heilen oder eine versöhnliche Vater-Sohn-Geschichte zu beginnen.
Kilian macht Leopold schwere Vorwürfe
Kilian wird nun unmissverständlich. Er fragt seinen Vater, ob dieser tatsächlich geglaubt habe, dass ihm im Gefängnis plötzlich bewusst geworden sei, wie wichtig Familie ist.
„Das ist es. Aber das hier, das ist kein Versöhnungsbesuch, kein Neuanfang. Und auch keine rührselige Vater-Sohn-Zusammenführung“, stellt er klar.
Leopold ist sichtlich verwirrt. Wenn Kilian keine Versöhnung wolle, warum habe er dem Besuch dann überhaupt zugestimmt?
Kilian liefert eine Antwort, mit der sein Vater offenbar nicht gerechnet hat: Er wolle seine Familie vor Leopold beschützen. Dabei nennt er seine Cousinen Nathalie Reichenbach (Amrei Haardt) und Isabelle Reichenbach (Ania Niedieck). Die Vorwürfe, die nun folgen, lassen erahnen, wie tief die Abneigung gegen seinen Vater tatsächlich sitzt.
Kilian wirft Leopold vor, das Familienunternehmen in den Bankrott getrieben zu haben. Noch schwerer wiegt jedoch ein weiterer Vorwurf: Isabelles Vater habe sich seinetwegen das Leben genommen.
„Du hast unsere Familie ruiniert und ich werde nicht zulassen, dass du es noch mal machst“, macht Kilian seinem Vater deutlich.
Damit wird klar, dass es nicht allein um eine enttäuschte Vater-Sohn-Beziehung geht. Kilian verbindet Leopold mit einem Schicksalsschlag, der die gesamte Familie geprägt haben dürfte. Für ihn ist die Vergangenheit offenbar eine Warnung: Er will verhindern, dass Leopold erneut Schaden anrichtet.
„Komm nicht wieder. Nie mehr!“ – Kilian bricht den Kontakt ab
Leopold versucht noch immer, zu seinem Sohn durchzudringen. Doch Kilian hat seine Entscheidung getroffen. Wenn sein Vater ihm wirklich helfen wolle, solle er dorthin zurückkehren, wo er sich die vergangenen Jahre versteckt habe.
Dann spricht Kilian die Worte aus, die für Leopold besonders schmerzhaft sein dürften: „Und komm nicht wieder. Nie mehr.“
Damit beendet Kilian das Gespräch und will zurück in seine Zelle. Leopold steht noch auf und ruft ihm hinterher, doch sein Sohn lässt sich nicht mehr aufhalten.
Für Leopold ist der Versuch, sich Kilian wieder anzunähern, damit vorerst gescheitert. Er war nach Essen gekommen, weil er seinem Sohn helfen und offenbar auch verlorene Zeit nachholen wollte. Stattdessen muss er erkennen, dass Kilian ihm nicht verzeihen kann – zumindest nicht unter diesen Umständen.
Ob Leopold die schweren Vorwürfe seines Sohnes einfach hinnehmen wird oder versuchen will, seine Sicht der Vergangenheit zu erklären, bleibt offen.
Ist Leopold für den Tod von Isabelles Vater verantwortlich?
Besonders erschütternd ist Kilians Behauptung, Leopold habe nicht nur das Familienunternehmen ruiniert, sondern auch eine Mitschuld am Tod von Isabelles Vater getragen. Welche konkreten Ereignisse dahinterstecken und wie eng Leopold tatsächlich mit dem tragischen Schicksal verbunden ist, wird zunächst nicht vollständig aufgeklärt.
Für Kilian scheint die Sache jedoch eindeutig zu sein. Er will Nathalie und Isabelle vor weiteren Verletzungen bewahren und glaubt offenbar, dass sein Vater eine Gefahr für die Familie darstellt. Dass Leopold nun ausgerechnet in einer Zeit zurückkehrt, in der Kilian selbst dringend Hilfe braucht, macht die Situation zusätzlich kompliziert.
Dabei könnte Leopold durchaus ernsthaft versuchen, etwas wiedergutzumachen. Doch solange Kilian ihm nicht vertraut, dürfte es schwer werden, überhaupt ein Gespräch über die Vergangenheit zu führen.
Ob Kilian seinem Vater irgendwann eine zweite Chance geben kann oder ob die alten Verletzungen zu tief sitzen, bleibt abzuwarten. Fest steht: Dieser Gefängnisbesuch hat die beiden nicht versöhnt, sondern den Graben zwischen ihnen noch einmal deutlich sichtbar gemacht.
Sendehinweis zu „Alles was zählt“
„Alles was zählt“ (AWZ) wird montags bis freitags um 19:05 Uhr auf RTL ausgestrahlt. Auf RTL+ sind neue Folgen als Online-Preview meist eine Woche vor der TV-Ausstrahlung verfügbar. Die Streaming-Plattform bietet zudem alle bisherigen Episoden als Video-on-Demand an.
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