Am 30. November 2022 wurde der zweiteilige Film „Alice“ im Rahmen der wöchentlichen Reihe FilmMittwoch im Ersten gezeigt. Er handelt von Alice Schwarzer, einer der bekanntesten Feministinnen Deutschlands. Gleichzeitig ist sie auch eine der kontroversesten Personen des Landes aufgrund ihrer Debatten. Der Film zeigt ihren Weg von den Anfängen im Journalismus bis hin zur Frauenrechtlerin.
  • Gibt es den Film in der ARD-Mediathek?
  • Worum geht es?
  • Wer spielt mit?
Alle Infos rund um Ausstrahlung, Handlung, Besetzung und Co. findet ihr hier in diesem Artikel.

„Alice“ im Ersten: Sendetermine und Sendezeit

Die Reihe FilmMittwoch im Ersten wurde mit dem Zweiteiler „Alice“ fortgesetzt. Am 30. November 2022 wurde der erste Teil des Films über Alice Schwarzers Leben zur Primetime gezeigt. Der zweite Teil war direkt im Anschluss zu sehen.
Die Sendetermine und Sendezeit im Überblick:
  • Teil 1: 30.11.2022 um 20:15 Uhr
  • Teil 2: 30.11.2022 um 21:45 Uhr

Gibt es den Film „Alice“ in der ARD-Mediathek?

Wer den Film zum Sendetermin verpasst, kann sich diesen vor oder nach der Ausstrahlung in der ARD-Mediathek ansehen. Schon eine Woche vor der Ausstrahlung, also am 23. November 2022, ist er online. Anschließend bleibt der Film sechs Monate zum Streamen zugänglich.

„Alice“: Handlung am 30.11.2022

Der Film besteht aus zwei Teilen, die beide an einem Abend im Free-TV laufen. Worum es jeweils geht, seht ihr hier.

Teil 1

Im ersten Teil können die Zuschauer Alice Schwarzer in den Anfängen ihres Aktivismus‘ begleiten. Schon vor langer Zeit wurde sie durch eine Freundin in Paris mit den Folgen der Abtreibungsgesetze konfrontiert. Kurz darauf kommt sie in Kontakt mit der französischen Frauenbewegung. Zurück in Deutschland initiiert sie das Abtreibungsbekenntnis von 374 Frauen. Alice schreibt Geschichte. Gleichzeitig bemerkt sie, dass ihr Status als Journalistin durch ihren Aktivismus in Gefahr gerät. Außerdem versucht sie verzweifelt ihre Beziehung mit dem sensiblen Franzosen Bruno aufrechtzuerhalten und zur selben Zeit eine gleichberechtigte Partnerschaft zu führen.

Teil 2

Der zweite Teil beginnt mit ihrem Fernsehauftritt bei Esther Vilar, wodurch sie im ganzen Land berühmt wird. Ihre Gegner werden immer stärker. Alice muss sich sogar mit Todesdrohungen auseinandersetzen. Alice gibt jedoch nicht auf und feiert ihren Erfolg als Autorin. Schließlich gründet sie die Zeitschrift „Emma“, in welcher sie Aktivismus und ihre zweite Leidenschaft, den Journalismus, vereinen kann. Währenddessen macht sie sich weitere Feinde in der deutschen Gesellschaft. Auch ihre Beziehung mit Bruno geht in die Brüche.
Alice Schwarzer wird 80. Zu diesem Anlass zeigt das Erste einen Film über sie.
Alice Schwarzer wird 80. Zu diesem Anlass zeigt das Erste einen Film über sie.
© Foto: rbb/Alexander Fischerkoesen

Wann und wo wurde der ARD-Film „Alice“ gedreht?

Die Dreharbeiten zu „Alice“ liefen im Frühjahr 2022. Um die diversen Stationen in Alice Schwarzers Leben zu zeigen, wurde an vielen verschiedenen Orten gedreht. Zu den Drehorten zählen unter anderem Berlin, Köln, Bonn, Wuppertal, Brüssel und Paris.

Wer spielt im Film über Alice Schwarzer mit?

Alice Schwarzer ist eine der polarisierendsten Persönlichkeiten Deutschlands. Nina Gummich schlüpft für den Film in die Rolle der Feministin. Wer außerdem mitspielt, seht ihr in der Besetzungsliste.
Rolle – Schauspieler
  • Alice Schwarzer – Nina Gummich
  • Bruno Pietzsch – Thomas Guené
  • Sonja Hopf – Isabel Thierauch
  • Ursula Scheu – Katia Fellin
  • Barbara Maia – Vidina Popov
  • Renate – Lou Strenger
  • Edda – Naemi Florez
  • Grete Schwarzer – Gabriele Schulze
  • Ernst Schwarzer – Rainer Bock
  • Esther Vilar – Katharina Schüttler
  • Romy Schneider – Valerie Pachner
  • Henri Nannen – Sven-Eric Bechtolf
  • Nadine – Ines Marie Westernströer
  • Joanna – Fiona Metscher
  • Jean-Paul Sartre – Charlie Nelson
  • Hermann Eich – Daniel Drewes
  • Simone de Beauvoir – Sarah Chaumette
  • Hermann Proebst – Christian Ahlers
  • Rudolf Augstein – David Rott

Das ist Schauspielerin Nina Gummich

Nina Gummich stammt aus einer Künstlerfamilie. Bereits vor ihrem Schauspielstudium in Leipzig übernahm die heute 31-Jährige verschiedene Rollen in Fernseh- und Kinoproduktionen, darunter die Sat.1-Reihe „Allein unter...“ und der Kinofilm „Groupies bleiben nicht zum Frühstück“. 2021 spielte sie die Hauptrolle in der dritten Staffel der Serie „Charité“ und übernahm die Titelrolle in der Krimi-Reihe „Theresa Wolff – Der Thüringenkrimi“. Zuletzt war sie im ZDF-Film „So laut du kannst“ zu sehen.
"Alice"-Hauptdarstellerin Nina Gummich war zuletzt im ZDF-Film "So laut du kannst" zu sehen.
„Alice“-Hauptdarstellerin Nina Gummich war zuletzt im ZDF-Film „So laut du kannst“ zu sehen.
© Foto: Annette Riedl/dpa

Das sagt Schauspielerin Nina Gummich über ihre Rolle als Alice Schwarzer

Eine noch lebende Person zu spielen, ist für viele Schauspieler eine ganz besondere Herausforderung. Doch davon hat sich Nina Gummich nicht einschüchtern lassen – im Gegenteil. Über ihre Rolle als Deutschlands bekannteste Frauenrechtlerin sagt sie: „Alice Schwarzer hat mir ziemlich großes Vertrauen entgegengebracht. Ich glaube auch, dass sie es nicht interessiert hätte, genau zu beeinflussen, wie ich sie darstelle. Damit hätte sie sich ja die Überraschung genommen. Und mich hätte es wiederum auch nicht interessiert, vorgeschrieben zu kriegen, was ich spielen soll. Dafür bin ich eine zu freiheitsliebende Schauspielerin.“ Sie habe aber den Anspruch gehabt, dass sich Alice Schwarzer am Ende als Mensch gesehen fühlt und nicht verraten sehe. „Sie hatte also allen Grund mir zu vertrauen.“

Das sagt Alice Schwarzer zu „Alice“

Alice Schwarzer stand den Machern während der Produktion des Filmes immer wieder für Informationen zu Verfügung, mitgeschrieben hat sie jedoch nicht. Am wichtigsten war ihr, „dass sie mich im Kern erfassen: meine Stärke, aber auch meine Melancholie“. Auf die Frage, wie authentisch diese Biopic ist, antwortete sie: „Dass im Film bin nicht ich, kann es nicht sein. Aber ich bin sehr dicht nachempfunden und in reale oder passend fiktive Szenen übersetzt worden. Mehr kann man nicht verlangen.“