Musik ja – ESC nein: Darum schließt Yvonne Catterfeld ihre eigene Teilnahme aus

Yvonne Catterfeld würde selbst niemals am Eurovision Song Contest teilnehmen. Jetzt sagt sie, warum.
picture alliance/dpaObwohl sie als Teil der Jury maßgeblich an der Auswahl des diesjährigen deutschen ESC-Beitrags beteiligt war, wird man Yvonne Catterfeld beim Eurovision Song Contest wohl nie als Teilnehmerin auf der Bühne sehen. Die Sängerin und Schauspielerin machte im Gespräch mit dem Radiosender RPR1 deutlich: „Ich würde es nicht machen. Mir wäre das zu riskant.“
ESC: Bühne der Extreme – Catterfeld entscheidet sich bewusst dagegen
Catterfeld, 45, hatte zusammen mit Stefan Raab und Elton die Hauptjury des deutschen ESC-Vorentscheids 2025 gebildet. Das Musik-Duo Abor & Tynna setzte sich durch und vertritt Deutschland am 17. Mai beim ESC-Finale in Basel.
Trotz ihrer Nähe zum Wettbewerb kann sich Catterfeld eine eigene Teilnahme nicht vorstellen. Ihr Grund: die enorme Erwartungshaltung. „Wenn ich ein neues Album rausbringe, ist das was anderes, als wenn du für die Nation dastehst“, erklärte sie im Interview.
ESC-Risiko: Druck, Image und nationale Verantwortung
Die Aussage kommt nicht von ungefähr. Der ESC gilt als eine der größten Popbühnen der Welt, zieht jährlich hundert Millionen Zuschauer an – und ist zugleich ein Wettbewerb mit hohem öffentlichen Druck. Gerade Deutschland hatte in den vergangenen Jahren mit enttäuschenden Platzierungen zu kämpfen. 2024 erreichte Sänger Isaak mit „Always On The Run“ immerhin Platz 12 – ein Achtungserfolg nach mehreren Jahren auf den hinteren Rängen.
Catterfelds Entscheidung zeigt, wie viel Verantwortung Künstlerinnen und Künstler empfinden, wenn sie für ein ganzes Land antreten sollen. „Ich habe einen Riesenrespekt vor all den ESC-Teilnehmern“, betonte sie. Ihre Absage ist also kein Zeichen von Ablehnung – sondern eines von Respekt und Selbstreflexion.
Klare Prioritäten: Musik ja – ESC nein
Yvonne Catterfeld ist seit Jahren erfolgreich im Musikgeschäft, hat zahlreiche Alben veröffentlicht und sich auch als Schauspielerin einen Namen gemacht. Den ESC betrachtet sie offenbar lieber aus der juristischen und beratenden Perspektive – als Plattform, aber nicht als Bühne für sich selbst.

