Anzeige: Treten Abor & Tynna mit ungarischer „Baller“-Version an?

Eine neue ungarische Version des Songs „Baller“ von Abor & Tynna begeistert die Fans. Treten sie dennoch auf Deutsch auf?
Willi Weber/NDR/Raab Entertainment/dpaDas Geschwisterduo Abor & Tynna, das Deutschland beim Eurovision Song Contest 2025 vertreten wird, hat wenige Wochen vor dem Finale in Basel eine neue Version ihres Songs „Baller“ veröffentlicht – auf Ungarisch. Damit ändert sich die Diskussion um die Sprachwahl für den ESC-Auftritt deutlich.
Ungarisch statt Deutsch: Neue Akustikversion überrascht
Der Song „Baller“ liegt jetzt in einer ungarischen Akustikfassung vor. Veröffentlicht wurde sie auf dem offiziellen YouTube-Kanal des ESC – ein ungewöhnlicher Schritt, da der ursprüngliche Beitrag für Deutschland komplett auf Deutsch konzipiert war. Hört euch hier die ungarische Version von „Baller“ an:
Abor & Tynna nutzen darin ihre Zweisprachigkeit. Ungarisch ist Muttersprache: Der Vater stammt aus Ungarn, die Mutter gehört zur ungarischen Minderheit in Rumänien (Siebenbürgen). Der Song klingt dadurch nicht nur sprachlich, sondern auch emotional völlig anders.
„Ich setze den Himmel in Flammen“
Auch textlich unterscheidet sich die neue Version deutlich vom Original. Die eingängige deutsche Hookline „Ich baller Löcher in die Nacht“ wurde durch die Zeile „Én lá lá lá lá lángra gyújtom az eget“ ersetzt, was frei übersetzt heißt: „Ich setze den Himmel in Flammen“. Damit bekommt der Song zwar eine ähnliche Bedeutung, aber deutlich metaphorischer.
Positive Reaktionen aus der Community
Auf YouTube und in den Kommentaren auf ESC-Plattformen wird die ungarische Version gelobt – nicht nur von ungarischen Fans. Besonders häufig betont wird die authentische Ausstrahlung der Akustikversion und die musikalische Tiefe, die in der ruhigeren Fassung stärker zur Geltung kommt. Ein Kommentar lautet: „Ich verstehe kein Wort, aber diese Version berührt mich mehr als die deutsche.“
ESC 2025: Kommt eine zweisprachige Version?
Noch ist offen, welche Sprachfassung beim ESC-Finale in Basel gespielt wird. Neben der deutschen Originalfassung und der ungarischen Akustikversion gilt auch eine Kombination aus beiden als realistisch. Stefan Raab, der das Projekt eng begleitet, hat bereits 2004 bei Max Mutzke mit einer mehrsprachigen Version gearbeitet. Damals sang Mutzke eine Zeile auf Türkisch – das kam an und brachte Platz 8.
Sprachwahl noch offen, musikalisches Potenzial deutlich
Mit der Veröffentlichung der ungarischen Version ist eine neue Variante im Spiel. Die Beteiligung von Stefan Raab spricht dafür, dass auch eine zweisprachige Fassung als Wettbewerbsbeitrag geprüft wird – ein Konzept, das beim ESC bereits funktioniert hat.

