Abor & Tynna beim ESC 2025: Tünde ist zurück – und Deutschland atmet auf

Das Geschwisterduo Abor & Tynna hatte nach längerer Funkstille wieder einen Auftritt. Und der macht Hoffnung für den ESC.
PAULINA HILDESHEIMDeutschlands ESC-Duo Abor & Tynna ist zurück im Rampenlicht. Und dieses Mal nicht nur digital oder im Playback-Modus, sondern wirklich live. In Braunschweig standen sie am Samstag bei „Pop meets Classic“ auf der Bühne – gemeinsam mit dem Staatsorchester Braunschweig. Die Message war klar: Die Kehlkopfentzündung ist Geschichte. Die Stimme ist zurück. Und Tynna? Bereit fürs große ESC-Finale.
Nach all den abgesagten Auftritten in Amsterdam, London und Madrid wuchs bei vielen Fans die Sorge: Wird das was mit dem ESC? Wird sie rechtzeitig fit? Und: Wie klingt sie nach der Zwangspause? Die Antwort kam mit Orchester-Begleitung – und sie war deutlich.
„Ich fühle mich wieder bereit“, sagte Tynna, die eigentlich Tünde Bornemisza heißt, nach dem Auftritt – erleichtert, aber auch selbstbewusst. Die ärztliche Freigabe hat sie, das Vocal-Coaching läuft wieder, und auch die Nerven scheinen langsam zurück im Griff zu sein. Kein Wunder: Das Braunschweig-Konzert war für das Duo mehr als nur ein Auftritt. „Unser Traum wurde wahr“, schrieben die beiden bei Instagram. Seht hier den kompletten Auftritt des Duos:
Von null auf „Baller“
Wer sich an die letzten Wochen erinnert, weiß: Viel Musik gab’s von Abor & Tynna nicht zu hören. Seit ihrem ESC-Vorentscheid-Sieg am 1. März war der gemeinsame Song „Baller“ nicht mehr live zu erleben. Stattdessen: Playback in Amsterdam, krankheitsbedingte Absagen in London und Madrid, Spekulationen in den Wettlisten – und eine zunehmend nervöse ESC-Community.
Jetzt aber scheint alles wieder im grünen Bereich. Auch Deutschlands ESC-Delegationsleiterin Alexandra Wolfslast bestätigte: „Tynna ist gesund. Die Stimme ist fit.“ Damit steht dem großen Auftritt in Basel nichts mehr im Wege. Am 15. Mai steht das Duo im Halbfinale auf der Bühne (außer Konkurrenz), am 17. Mai dann im großen ESC-Finale – mit vollem Einsatz.
Comeback mit Symbolkraft
Dass Tynna sich gerade in Braunschweig zurückmeldete, war übrigens kein Zufall. Ihr Vater ist Cellist bei den Wiener Philharmonikern – die Verbindung zur Klassik liegt also in der Familie. Und mit dem Staatsorchester aufzutreten? Ein Statement. Für Anspruch, für musikalische Tiefe – und für die neue Ernsthaftigkeit hinter dem Duo, das sich zwischen TikTok-Trend und Chart-Ambition seinen Weg auf Europas größte Musikbühne bahnt.
Alles wieder im Flow
Tynna ist zurück, die Stimme hält, der Countdown läuft. Und wer jetzt noch Zweifel hat, ob Deutschland beim ESC 2025 in Basel eine starke Live-Performance liefern wird, kann aufatmen. Abor & Tynna sind bereit – und wir? Ballern mit.

