Doctor Who Staffel 14: So mysteriös ist die vierte Folge der Serie auf Disney+

In der neuen Doctor Who Folge muss Ruby alleine zurecht kommen.
Bad Wolf/Disney+Am 25.5. ist mit "73 Yards" die vierte Folge der neuen Staffel Doctor Who erschienen. In dieser Folge muss Ruby ohne den Doctor auskommen und wohl eine der gruseligsten Erfahrungen der ganzen Serie durchmachen.
Doctor Who Staffel 14: Was passiert in Folge 4?
Die Folge beginnt mit der Ankunft von Ruby und dem Doctor an der walisischen Küste. Kurz nach ihrer Ankunft tritt der Doctor auf einen sogenannten "Feenkreis", was die Ereignisse der Folge in Gang setzt. Zusammen mit der letzten Folge hat der Doctor diese Staffel wohl ein Problem damit auf Dinge zu treten. Kurz darauf verschwindet der Doctor vollkommen von der Bildfläche und Ruby erblickt in der Entfernung eine Frau, die ihr folgt, wohin sie auch geht, aber immer auf einer exakten Distanz von 73 Yards (66,7 Meter) bleibt. Zudem nehmen Personen, die mit der Frau sprechen, sofort Reißaus und scheinen von dem Moment an panische Angst vor Ruby zu haben. Nachdem Ruby nach London zurückkehrt, verliert sie dadurch den Kontakt zu ihrer Mutter, die plötzlich nichts mehr von Ruby wissen will. Die Folge springt daraufhin mehrfach durch die Zeit, bis etwa 20 Jahre in die Zukunft, in der Ruby auf einen neuen Kandidaten für den Posten des britischen Premierministers, Roger ap Gwilliam, aufmerksam wird. Am Anfang der Folge warnte der Doctor Ruby über diesen und dass er die Welt an den Rand eines Atomkriegs führen würde. Ruby schlussfolgert, dass es an ihr liegt, diesen Mann aufzuhalten. Nachdem sie sich in sein Team einschleust, nutzt sie die Frau, die ihr immer noch folgt, um ap Gwilliam in Panik zu versetzen, woraufhin dieser vom Posten des Premierministers abdankt. Trotz dessen wird Ruby auch über die nächsten 40 Jahre weiterhin von der Frau verfolgt, bis Ruby letztendlich kurz vor ihrem Tod im Krankenhaus liegt und direkt von der Frau besucht wird. Daraufhin reist Ruby zurück an den Anfang der Folge und es stellt sich heraus, dass sie selbst die Frau war, die sie verfolgt hat. Sie sorgt nun dafür, dass der Doktor nicht auf den Feenkreis tritt und kann die Ereignisse der Folge verhindern.
Wie lässt sich all das erklären?
Die Folge lässt einen dennoch mit vielen Fragen zurück. Bisher wurden die Phänomene der Serie meistens mithilfe von Wissenschaft erklärt. Doch der Feenkreis, der die Ereignisse auslöste, scheint eindeutig magischer Natur zu sein. Adressiert wird dies unter anderem auch vom Charakter Kate Lethbridge-Stewart, einer alten Bekannten des Doctors, die Ruby aufsucht und erklärt, dass sie in letzter Zeit nicht nur mit außerirdischen, sondern auch mit übernatürlichen Phänomenen zu tun haben. Kate ist die Leiterin von UNIT, einer geheimen Abteilung der britischen Regierung, die sich seit den Abenteuern des zweiten Doctors mit außerirdischen Gefahren auseinandersetzen. Dadurch arbeitete der Doctor in der Vergangenheit oft mit Unit zusammen, manchmal aber auch entgegen. Die Erklärung für die übernatürlichen Ereignisse lässt sich in der Spezialfolge "In blauer Ferne" aus dem letzten Jahr finden. In dieser Folge fand sich der Doctor am Rande des Universums wieder und verstreute dort Salz, um Kreaturen von außerhalb des Universums mithilfe eines Aberglaubens aufzuhalten. Am Ende der Folge spricht der Doctor an, dass er glaubt, dass er durch das Ausrufen eines Aberglaubens an so einem Ort, eventuell die Grenzen des Universums verändert hat. Da die Ereignisse dieser Folge somit eindeutig übernatürlich sind, lässt sich auch nicht ganz erklären, warum die Leute vor Ruby Reißaus nahmen, warum und wohin der Doctor verschwunden ist und welchen Einfluss Rubys Interaktionen mit ap Gwilliam wirklich auf die Zukunft haben. Zumindest erklärte der Doctor am Anfang der Folge, dass ap Gwilliam die Welt nur "an den Rand" eines Nuklearkriegs führte.
Mögliche Interpretationen der Folge
Am stärksten ist die Folge wohl, wenn man sie vor allem als eine Allegorie sieht. Manche Kritiker sahen etwa die Frau, die Ruby verfolgte als Metapher für Queerness. So sorgt diese dafür, dass viele Menschen nichts mehr mit Ruby zu tun haben wollen und sich sogar ihre Mutter von ihr abwendet, eine Situation, die für viele queere Menschen vertraut ist. So wird Ruby die Frau auch ihr ganzes Leben lang nicht los, doch sie beginnt im Verlaufe der Zeit diese als Stärke zu sehen und nutzt sie, um gegen einen gefährlichen Politiker zu kämpfen. Auf ihrem Sterbebett reflektiert Ruby, dass sie aufgrund der Frau niemals alleine war, auch wenn sich Leute von ihr abgewandt haben. Da der Showrunner und Drehbuchautor dieser Folge Russel T. Davies auch offen schwul ist, stellen viele Leute diese Verbindung her. Aber auch für andere Dinge kann diese Folge eine passende Allegorie sein, wie etwa Neurodivergenz, oder auch schlichtweg die Angst davor, dass andere Leute einen hassen würden, wenn sie das Innerste von einem kennen würden.
Doctor Who auf Disney+
Doctor Who erscheint aktuell jeden Samstag mit einer neuen Folge auf Disney+. Die nächste Folge wird den Namen "Dot and Bubble" tragen und sich laut der Vorschau scheinbar um digitale Welten drehen.