Doctor Who Staffel 14: Spannende Fakten zu Folge 3 „Boom“

In der neuen Doctor Who Folge tritt der Doctor auf eine Landmine.
Bad Wolf/Disney+Am 18.5. ist mit "Boom" die dritte Folge der neuesten Staffel Doctor Who erschienen. In dieser Folge sehen wir unter anderem die Rückkehr eines bekannten Gesichts hinter der Kamera und eine Vorschau auf ein neues Gesicht, das noch wichtig wird.
Was passiert in der Folge?
Zu Beginn der Folge landen der Doctor und seine Begleiterin Ruby auf dem vom Krieg verwüsteten Planeten Kastarion 3. Als der Doctor einen Schrei hört, macht er sich auf, um zu helfen, bis er letztendlich auf eine Landmine tritt, was die Handlung der Folge einläutet. Der Doctor und Ruby müssen herausfinden, wie sie die Bombe entschärfen können, bevor sie den Doctor in die Luft sprengt. Dadurch muss der Doctor die ganze Folge über an ein und derselben Stelle stehen, was Ncuti Gatwa eine Chance gibt zu zeigen, dass er auch ohne groß zu gestikulieren eine emotionale Performance abgeben kann. Zu den beiden stoßen im Verlaufe der Folge eine künstliche Intelligenz, basierend auf dem verstorbenen Soldaten, dessen Todesschrei der Doctor am Anfang der Folge gefolgt ist. Splice, die junge Tochter des Verstorbenen, sowie zwei weitere Mitglieder der Armee Canto und Mundy.
Welche Thematiken greift die Folge auf?
Die Thematik, die eindeutig im Vordergrund der Folge steht, ist die Verbindung zwischen Krieg und Kapitalismus, besonders in Form von Waffenfabrikanten. Während der Folge stellt sich heraus, dass die einheimischen Außerirdischen, die Kastarions, denen der Krieg erklärt wurde, gar nicht existieren und die Armee einem leeren Planeten den Krieg erklärt hat. Verursacht wurde die durch den Algorithmus des Waffenherstellers Villengard, der dafür sorgt, dass genug Soldaten durch die eigenen Waffen sterben, um den Krieg weiterzuführen, aber nicht genug, um sich zurückzuziehen. Dadurch hält die Firma den Krieg am Laufen, um die Armee dazu zu bringen, weiterhin ihre Waffen zu kaufen. Villengard, ist nebenbei angemerkt, ein Name, der Fans vielleicht bekannt vorkommen könnte. So besuchten der erste und der zwölfte Doktor in der Episode "Aus der Zeit gefallen" den Planeten Villengard lange nach seiner Zerstörung. Im selben Schwung kritisiert die Folge zudem organisierte Religion, da die Armee zur "neuen Kirche" gehört und eindeutig als höchst religiös gezeichnet wird, was sie laut dem Doctor einfacher zu manipulieren macht. Doctor Who war in der Geschichte der Serie noch nie abgeneigt ernste politische Themen anzusprechen und zeigt auch in dieser Folge, dass sich die Serie nicht zurücknimmt. Am Ende der Folge beendet der Doctor den Krieg und alle weiteren Kriege, die mit Villengard Waffen geführt werden, indem er die KI des verstorbenen Soldaten veranlasst, sich in den Villengard Algorithmus einzuklinken und diesen zu stoppen.
Was passiert hinter den Kulissen?
Hinter den Kulissen stellt diese Folge wohl die Rückkehr eines der einflussreichsten Kreativen in der Geschichte von Doctor Who dar. Steven Moffat kehrte zurück, um diese Folge zu schreiben. Moffat, ansonsten vor allem bekannt für die BBC Serie Sherlock, war selbst in der Position des Showrunners der Serie von 2010 bis 2017. Unter seiner Führung entstanden somit die Staffeln 5 bis 10, die sich weiterhin äußerster Beliebtheit erfreuen. Nicht nur während seiner Zeit als Showrunner, sondern auch davor schrieb Moffat bereits Folgen für die Serie. Einige seiner kritisch am höchsten gelobten Folgen sind "Das Leere Kind/Der Doktor tanzt" aus 2005, "Nicht Blinzeln" aus 2007 und "Die Angst des Doktors" aus 2015. Mit Boom legt Moffat daher seine fulminante Rückkehr zur Serie hin. Eine weitere nennenswerte Ergänzung ist die Figur Mundy Flynn, gespielt von Varada Sethu, die in dieser Folge eine große Rolle spielt. Schon vor Release der Staffel war bereits bekannt, dass Sethu ab Staffel 2 als Begleiterin des Doctors eine Hauptrolle einnehmen wird, dass wir Sethu nun schon gesehen haben tritt somit einiges an Spekulationen los. Showrunner Russel T. Davies hat sich dazu bereits auf Instagram geäußert. In einem Beitrag erklärt er etwa, dass dies das Ende von Mundy Flynns Geschichte war und macht ein großes Mysterium darum, in welcher Form Varada Sethu erneut auftauchen wird. Der einzige Hinweis, den der Showrunner gibt, ist, dass es "timey-wimey" wird, was eine Referenz auf vergangene Folgen der Serie ist, in welchen komplizierte Zeitreisephänomene oft auf diese Art bezeichnet werden.
Doctor Who veröffentlicht aktuell eine Folge der neuesten Staffel jeden Samstag auf Disney+. Die nächste Folge wird den Namen "73 Yards" tragen und laut der Vorschau in Wales spielen.