Zoff bei Bares für Rares
: Händlerin widerspricht offen der Schätzung der Expertin

Händlerin Susanne Steiger stellt die Expertise von Dr. Heide Rezepa-Zabel öffentlich infrage – und drückt den Preis deutlich nach unten.
Von
Judith Müller
Köln
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Susanne Steiger und Dr. Heide Rezepa-Zabel sind sich heute so gar nicht einig. Zwei Schmuckexpertinnen treffen aufeinander.

Susanne Steiger und Dr. Heide Rezepa-Zabel sind sich heute so gar nicht einig. Zwei Schmuckexpertinnen treffen aufeinander.

Collage, ZDF-Mediathek

In der heutigen Folge von „Bares für Rares“ sorgt eine funkelnde Kostbarkeit nicht nur für Staunen, sondern auch für Diskussionen. Ein Paar aus der Schweiz – Benno Falleger und Myrta Keiser – bringt hochwertigen Schmuck aus Thailand in die ZDF-Trödelshow. Doch was als glanzvoller Auftritt beginnt, endet in einer seltenen Experten-Kontroverse zwischen Dr. Heide Rezepa-Zabel und Händlerin Susanne Steiger.

Ein Geschenk aus Liebe – und ein mutiger Preiswunsch

Die Stücke, die Myrta Keiser heute mitbringt, stammen ursprünglich von ihrem verstorbenen Ehemann. Es handelt sich um ein Set aus Ring, Ohrringen und Collier, besetzt mit Diamanten und Saphiren. Die emotionale Geschichte hinter dem Schmuck verleiht der Szene zusätzliche Tiefe.

Dr. Heide Rezepa-Zabel, Expertin für Juwelen und Edelmetalle, analysiert das Ensemble genau: „Wir haben hier rund 250 Saphire und etwa 140 Brillanten – insgesamt ca. 3,6 Karat Diamanten und 20 Karat Saphire.“
Außerdem handelt es sich um 750er-Gold – also echtes 18-Karat-Gold.

Doch dann die Überraschung: Die Verkäuferin nennt einen Wunschpreis von 15.000 Euro.
Moderator Horst Lichter ist sichtlich perplex: „Das ist richtig viel Geld!“
Heide bleibt deutlich zurückhaltender und schätzt den Wert auf 5.000 bis 6.000 Euro – eine realistische, aber deutlich niedrigere Bewertung.

Trotzdem zeigt sich Myrta Keiser zufrieden mit der Einschätzung. Sie betont: „Ich trage den Schmuck ja nicht mehr“ – und erhält die begehrte Händlerkarte.

Im Händlerraum: Jetzt wird’s spannend

Im Händlerraum kommt es zum unerwarteten Wendepunkt: Susanne Steiger, selbst erfahrene Schmuckexpertin, äußert deutliche Zweifel an der Expertise von Dr. Rezepa-Zabel.

„Ich würde gerne unter 4.000 bleiben – bei 3.800 Euro sehe ich das Set“, sagt sie klar. Ihre Bewertung weicht nicht nur stark von der Expertise ab, sondern setzt ein deutliches Statement.

David Suppes versucht, die Situation zu entschärfen: „Sie müssen ja nicht verkaufen, wenn Sie nicht wollen.“

Doch Susanne legt sogar nochmal nach: „Ich hab da eine andere Bewertung vorliegen und sehe die Karatzahl nicht in dem Bereich, der genannt wurde.“
Ihre Kritik bleibt zwar höflich und diplomatisch – aber für die Zuschauer ist klar: Sie zweifelt öffentlich an der Expertise ihrer Kollegin.

Das Ergebnis: Verkauf trotz Zweifel

Nach kurzem Überlegen entscheidet sich Myrta Keiser für das Angebot von 3.900 Euro von Susanne Steiger – und ist damit einverstanden. Ein Verkauf kommt zustande, auch wenn der Schmuck für weit weniger über den Tisch geht, als ursprünglich erhofft.

Wenn Expertise auf Händlermeinung trifft – und es kracht

Was bei „Bares für Rares“ meist harmonisch abläuft, bekommt heute einen ganz anderen Ton: Selten kommt es vor, dass eine Händlerin offen die Expertise anzweifelt. Doch genau das passiert in dieser Folge. Schmuckhändlerin Susanne Steiger stellt die Schätzung von Dr. Heide Rezepa-Zabel klar in Frage – und setzt sich mit ihrer eigenen Bewertung durch.

Ein spannender Einblick in die unterschiedlichen Perspektiven von Expertin und Händlerin – und eine Folge, die in Erinnerung bleibt.