Bares für Rares XXL: Paar will 100.000 € für Fliesen – Verkauf platzt trotz Mega-Schätzung

Dieser riesige Fliesenteppich muss leider wieder mit nach Hause.
ZDF-MediathekBei der heutigen Sommer-Ausgabe von „Bares für Rares XXL“ am 13. August sorgt ein spektakulärer Fund für große Augen: Ute und Arno Balk aus Lahr bringen einen historischen Fliesenteppich von Villeroy & Boch mit – insgesamt rund 60 Quadratmeter groß und traumhaft schön erhalten.
Ein Schatz, der nicht in den Händlerraum passt
Schon beim ersten Blick ist Moderator Horst Lichter begeistert: „Fliesen ohne Ende! Traumhaft schön.“
Weil die Prachtstücke in ihrer vollen Größe in keinen Händlerraum passen würden, werden sie vor dem Hof Gut Nettehammer ausgelegt. Dort begutachten auch die Händler Fabian Kahl, Julian Schmitz-Avila, Susanne Steiger, Elisabeth Nüdling, Walter „Waldi“ Lehnertz und Wolfgang Pauritsch das seltene Stück – allerdings sind von den insgesamt 60 Quadratmetern nur 9 Quadratmeter zu sehen.
„Wenn das möglich wäre, hätte ich den Boden gerne selber“, schwärmt Expertin Dr. Bianca Berding.

Dr. Bianca Berding und Horst Lichter sind fasziniert von den Fliesen.
ZDF-MediathekInspiriert von antiken Funden
Der Fliesenteppich entstand um 1880 und orientiert sich an archäologischen Bodenfunden, die man im Saarland in einem römischen Lager in einem kleinen Dorf entdeckt hatte. Villeroy-&-Boch-Mitbegründer Eugen Anton Boch reiste damals selbst zu dem Fundort und ließ die Fliesen nach diesem Vorbild gestalten. Die meisten Exemplare sind in sehr gutem Zustand – lediglich drei Eckfliesen fehlen.
Hohe Erwartungen – beeindruckende Schätzung
Das Ehepaar wünscht sich einen sechsstelligen Betrag, konkret 100.000 Euro. Ganz so hoch sieht Dr. Bianca Berding den Wert nicht – auch wegen der fehlenden Eckfliesen. Trotzdem nennt sie einen beeindruckenden Schätzpreis von 51.000 bis 56.000 Euro.
„Ist auch Geld!“, lacht Horst Lichter. Ute und Arno Balk würden zu diesem Preis verkaufen.
Begeisterung – aber kein Deal
Die Händler sind fasziniert von der Seltenheit und Schönheit des Teppichs. Dennoch kommt es nicht zum Verkauf. „Das große Risiko werde ich heute hier nicht eingehen. Das heißt nicht, dass er es nicht wert ist“, fasst Fabian Kahl die Entscheidung zusammen. Das Paar möchte nun anderweitig einen Käufer finden.
Trotzdem bleibt der Fund eines der Highlights der heutigen „Bares für Rares XXL“-Ausgabe – und ein beeindruckendes Beispiel für die Qualität und Gestaltungskunst von Villeroy & Boch im 19. Jahrhundert.


