Bares für Rares
: Sohn haut Mutter sanft das Geld auf den Kopf

Eine alte Kette, ein unvergesslicher Mutter-Sohn-Moment – diese „Bares für Rares“-Szene geht unter die Haut.
Von
Judith Müller
Köln
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Hannes sorgt für einen liebevollen Moment mit seiner Mama Gertrud.

Hannes sorgt für einen liebevollen Moment mit seiner Mama Gertrud.

ZDF-Mediathek

In der heutigen Folge von „Bares für Rares“ erleben die Zuschauer einen der emotionalsten Auftritte des Tages: Gertrud und Hannes Neubauer, Mutter und Sohn aus dem Spessart und Frankfurt, bringen eine alte Silberkette mit – und zeigen dabei vor allem eines: wie viel Liebe zwischen zwei Generationen stecken kann.
Und ganz am Ende berührt eine kleine Geste besonders: Hannes „haut“ seiner Mutter sanft das Geld auf den Kopf.

Eine Kette, ein Abschlussball – und ganz viel Herz

Gertrud ist eine zarte ältere Dame – ihr Alter wird in der Sendung nicht verraten, aber ihr Auftreten ist liebevoll, humorvoll und voller Wärme.
Hallo, ich bin die Gertrud aus dem Spessart!“, stellt sie sich mit leuchtenden Augen vor.

Ihr Sohn Hannes, Illustrator aus Frankfurt, ergänzt: „Das ist meine geliebte Mutter, und wir sind heute zusammen hier, damit wir nicht so einsam sind vor der Kamera.“ Schon beim Betreten des Studios merkt man: Diese beiden verbindet mehr als nur ein Familienband.

Diese schöne Kette hat Gertrud nur einmal getragen.

Diese schöne Kette hat Gertrud nur einmal getragen.

ZDF-Mediathek

Das Schmuckstück mit Wiener Wurzeln

Die mitgebrachte Kette hat eine besondere Geschichte: Gertrud bekam sie von ihrer Großtante aus Wien – getragen hat sie sie nur ein einziges Mal, zum Abschlussball ihrer Tanzstunde 1955. Seitdem lag das Schmuckstück sicher in einer kleinen roten Lederschatulle. „Das war das einzige Mal, wo die Kette aus dem Schächtelchen rausdurfte“, erinnert sich Gertrud.

Wendela Horz über die „sich ausbreitende Liebe des Göttlichen“

Expertin Wendela Horz ist von der Kette begeistert – eine feine Arbeit aus 800er Silber, mit einer Perle und farbigen Glassteinen, wohl aus der Zeit zwischen 1920 und 1930. „Das ist sehr, sehr hübsch!“, findet Horst Lichter. Und Wendela setzt noch poetisch einen drauf: „Es ist die sich ausbreitende Liebe des Göttlichen.

Die Lederschatulle sei vermutlich noch etwas älter als das Schmuckstück selbst – beides stammt aus Wien und bildet zusammen ein kleines Stück Zeitgeschichte.

Wunschpreis und Realität

Gertrud wünscht sich 300 Euro, doch Wendela schätzt den Wert realistischer ein: 150 bis 200 Euro.nTrotzdem wollen Mutter und Sohn in den Händlerraum: „Da sind wir dabei!“, sagt Hannes mit einem Lächeln.

Händler lieben die Geschichte – und die Kette

Im Händlerraum treffen sie auf Lisa Nüdling, Jan Cizek, Markus Wildhagen und Julian Schmitz-Avila. Alle sind angetan von der charmanten Erscheinung und der Geschichte der Kette. Lisa bietet schließlich 220 Euro. Gertrud schaut ihren Sohn an: „Damit sind wir zufrieden, ne?“ „Jetzt wart doch mal!“, erwidert Hannes – aber es geht nicht weiter.

Gertrud entscheidet sich für den Verkauf: „Es ist viel zu schade, das Ding wegzuschmeißen.

Ein rührender Moment am Ende

Zum Abschied sagt Hannes mit einem Augenzwinkern:
Es war wunderbar, und wir sind zufrieden – und das Geld, das hauen wir auf den Kopf!“ Und dann macht er es einfach: Er nimmt die Geldscheine und „haut“ sie ganz sanft auf den Kopf seiner Mutter. Gertrud lacht herzlich – und dieser Moment, so klein er ist, geht direkt ins Herz. Ein Auftritt, der zeigt, was „Bares für Rares“ wirklich ausmacht: Menschen, Erinnerungen – und Liebe.