Bares für Rares
: „Ich bin Chef!“ – Horst Lichter zwingt Verkäufer nach 35.000-Euro-Schätzung in den Händlerraum

Eine königliche Rarität bringt Horst Lichter bei „Bares für Rares“ dazu, alle Regeln zu brechen – und die Händler völlig aus dem Häuschen zu bringen.
Von
Judith Müller
Köln
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Horst Lichter will unbedingt, dass die Händler die Uhr sehen, komme, was wolle.

Horst Lichter will unbedingt, dass die Händler die Uhr sehen, komme, was wolle.

ZDF-Mediathek

Die heutige „Bares für Rares“-Folge sorgt für einen echten TV-Moment, wie man ihn nur selten erlebt. Michael Stein aus Haan bringt eine kostbare Taschenuhr mit – und die stammt tatsächlich von König Ludwig II. persönlich. Der „Märchenkönig“ schenkt sie vor über 140 Jahren an Michaels Ur-Ur-Großvater, seitdem bleibt sie ununterbrochen in Familienbesitz.

Diese Uhr von Ludwig II. wäre den Händlern fast entgangen.

Diese Uhr von Ludwig II. wäre den Händlern fast entgangen.

ZDF-Mediathek

Eine königliche Rarität

Die Uhr stammt aus der Zeit um 1800, ist aus 750er Gold gefertigt, mit Rosendiamanten, Türkisen, Zeylonsaphiren und feiner Emaille verziert. Auf dem Gehäuse prangt das bayerische Wappen, im Innendeckel befindet sich ein Porträt von Ludwig II. in privater Kleidung. Schmuckexpertin Dr. Heide Rezepa-Zabel ist beeindruckt: „Das ist eine Sternstunde!“

Schätzung vs. Wunschpreis

Michael möchte 70.000 Euro für die Uhr, er hat sie zuvor schon einmal schätzen lassen. Die Expertin schätzt den Wert hingegen auf 30.000 bis 35.000 Euro – allein der Goldwert liegt schon bei 19.000 Euro.
Horst Lichter fasst die Situation zusammen: „Jetzt haben wir 30.000–35.000 Euro gegenüber 70.000 Euro. Die Entscheidung liegt bei dir.“

Michael entscheidet: „Nee, dann würde ich sie wieder mitnehmen.“

Horsts Regelbruch

Doch dann überrascht Lichter alle: „Weißt du, ich bin ja auch ein kleines bisschen Chef, und das ist so ein schönes Objekt – ich möchte es den Händlern nicht vorenthalten, dass sie es mal sehen und begutachten dürfen. Ich möchte, dass du die Uhr präsentierst.“

Damit drückt er Michael trotz seiner Absage die Händlerkarte in die Hand – ein seltener Regelbruch, den es so bei „Bares für Rares“ fast nie gibt.

Bietergefecht im Händlerraum

Im Händlerraum sind die Reaktionen überwältigend: Wolfgang Pauritsch, Fabian Kahl und Susanne Steiger überbieten sich in Tausenderschritten. Susanne Steiger bietet am Ende 40.000 Euro. Doch Michael bleibt standhaft – unter 70.000 Euro gibt er die Uhr nicht her.
Pauritsch wird stutzig und fragt: „Wie haben Sie denn die Händlerkarte bekommen?“

Wehmut und Bewunderung

Kein Deal – doch die Händler sind dennoch dankbar.
„Das ist die Nadel im Heuhaufen“, sagt Susanne Steiger, die einen Käufer gehabt hätte, den Preis aber für zu spekulativ hält.
Fabian Kahl schwärmt: „Wegen solcher Objekte sitzen wir doch hier!“ Und Wolfgang ergäntz: „Das Schöne ist ja, dass König Ludwig diese Dinge persönlich verschenkt hat. Das heißt, in seinen Händen war diese Uhr. Allein so etwas berühren zu dürfen, ist schon ein Wahnsinn.“

Ein Highlight ohne Verkauf

Die Uhr bleibt in Familienbesitz, doch dank Horst Lichters Ausnahme dürfen Händler und Zuschauer einen einmaligen Schatz bestaunen. Im Händlerraum herrscht Stimmung wie bei kleinen Kindern im Süßigkeitenladen – ein Highlight, das selbst ohne Deal in die Geschichte der Sendung eingeht.