Lautes „Knack“ bei Bares für Rares: Händler zerstört Rarität vor laufender Kamera

Ups! Plötzlich hält Wolfgang den Deckel des Mikroskops in den Händen.
ZDF-MediathekBei „Bares für Rares“ kommt es heute zu einem besonders lustigen Zwischenfall: Ein über 130 Jahre altes Mikroskop aus Jena sorgt nicht nur für wissenschaftliches Flair, sondern auch für großes Gelächter im Händlerraum.
Historisches Mikroskop von Carl Zeiss Jena
Das Mikroskop, das heute in der Trödelshow präsentiert wird, stammt aus dem Jahr 1888 und wurde von Carl Zeiss Jena gefertigt. Es besteht aus zaponiertem Messing und kommt in einer originalen Holzkiste. Trotz leichter Beschädigungen bleibt es ein hochspannendes Sammlerobjekt. Experte Detlev Kümmel schätzt den Wert auf 600 bis 700 Euro.
Der Verkäufer ist selbst Tierarzt und bringt das Stück als Erbstück seines Großvaters mit, der Professor für Biologie in Jena war – also ein Objekt mit viel Familiengeschichte.
Ein lustiger Unfall im Händlerraum
Doch kaum öffnet Wolfgang Pauritsch im Händlerraum die alte Holzkiste, passiert es: Mit einem lauten „Knack“ bricht der Deckel ab – plötzlich hält der Händler das Oberteil einfach in den Händen. „Das war mal ein Deckel von einer wunderschönen Holzkiste!“, lacht er.
Seine Kollegin Susanne Steiger reagiert ungläubig: „Hast du das gerade kaputtgemacht? Das ist doch gerade gebrochen!“ Pauritsch versucht zu beschwichtigen: „Man sagt auch, es ist aus dem Leim gegangen.“ Doch Waldi Lehnertz kann sich das Lachen nicht verkneifen: „Ich hab doch gesagt, du kriegst alles kaputt!“
Verkauf trotz Missgeschick
Als der Verkäufer eintritt, erklärt Wolfgang grinsend: „Die Kiste ist ein bisschen in Mitleidenschaft gezogen worden, die müsste man neu leimen, die ist aus dem Leim gegangen.“ Dass er selbst für den Schaden verantwortlich ist, verschweigt der österreichische Händler allerdings lieber.
Beim Preis geht Wolfgang zunächst deutlich unter die Expertise und bietet nur 260 Euro. Der Tierarzt fordert 300 Euro, und schließlich einigen sich beide auf diesen Betrag. Der Verkäufer ist glücklich, dass das Erbstück „in guten Händen“ gelandet sei – wenn er wüsste, was der neue Besitzer kurz vorher mit der Kiste angestellt hat.

