Bares für Rares
: 600-Euro-Kunstobjekt wäre fast unterm Kochtopf gelandet!

Eine Verkäuferin gibt zu: Sie wollte ein echtes Kunstobjekt als einfachen Topfuntersetzer benutzen – bei „Bares für Rares“ sorgt das für ungläubiges Staunen im Händlerraum.
Von
Judith Müller
Köln
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Diese Verkäuferinnen können kaum glauben, was ihre Fliese wert ist.

Diese Verkäuferinnen können kaum glauben, was ihre Fliese wert ist.

ZDF-Mediathek

Was beinahe in der Küche unter einem heißen Topf geendet wäre, entpuppt sich bei „Bares für Rares“ als echtes Kunstwerk: Eine unscheinbare Fliese mit Teufelsgesicht sorgt heute für großes Staunen – und einen echten Bieter-Wettstreit im Händlerraum.

Ein unscheinbares Stück mit Geschichte

Martina Unverzagt und ihre Schwiegertochter in spe, Lisa Rajh, bringen die geheimnisvolle Fliese ins ZDF-Studio. Der Clou: Martina kaufte das Stück einst für symbolische 5 D-Mark von einem Kollegen – sie arbeitete damals in einem Fliesengroßhandel, und niemand sonst wollte das sonderbare Stück haben.

„Ein kleines Teufelchen – das bin ich!“

Die Fliese zeigt ein orangefarbenes Teufelsgesicht auf schwarzem Grund. Moderator Horst Lichter scherzt beim Anblick sofort: „Ein kleines Teufelchen – das bin ich! Hab ich selber machen lassen!“ Doch hinter der unscheinbaren Fliese steckt große Kunst.

Die Fliese von Wilfredo Lam geht weg wie warme Semmeln. Zum Glück nicht als Topfuntersetzer.

Die Fliese von Wilfredo Lam geht weg wie warme Semmeln. Zum Glück nicht als Topfuntersetzer.

ZDF-Mediathek

Ein Weltkünstler aus Kuba

Experte Colmar Schulte-Goltz erkennt das Werk sofort: Es stammt von Wilfredo Lam, einem renommierten kubanischen Künstler, der einst mit Pablo Picasso und den Größen des Surrealismus verkehrte. Die Fliese wurde 1976 von Saterno Art hergestellt, ist auf nur 25 Exemplare limitiert – ein echtes Sammlerstück.

Schätzung: Bis zu 400 Euro möglich

Schulte-Goltz schätzt den Wert auf 350 bis 400 Euro – trotz kleinerer Schäden am Rand. Ohne diese, so der Experte, wäre sogar noch mehr drin gewesen.

Händlerraum: Expertenwissen trifft auf Humor

Im Händlerraum geht der Run auf das Kunststück richtig los: Daniel Meyer erkennt die Fliese sofort – sehr zur Freude seiner Kollegin Sarah Schreiber, die lachend kommentiert: „Darf ich vorstellen: Daniel-Pedia!“

„Ich wollte einen Topfuntersetzer draus machen“

Auch Elke Velten-Tönnies, Wolfgang Pauritsch und Benjamin Leo Leo steigen mit ein. Die Überraschung ist groß, als Martina erzählt: „Ich habe erst vor ein paar Jahren erfahren, was das ist – ich wollte eigentlich einen Topfuntersetzer draus machen.“

Wolfgang Pauritsch lacht herzhaft, Daniel Meyer verzieht das Gesicht – kann aber aufatmen. Zum Glück blieb das Kunstwerk verschont.

Der Zuschlag: 600 Euro für ein Sammlerstück

Am Ende sichert sich Benjamin Leo Leo die Fliese – für unglaubliche 600 Euro. „Mein erster Lam!“, freut er sich. Martina ist begeistert: „Ich plane mit dem Geld einen schönen Familientag.“