Ulm/Laichingen / Christian Kern  Uhr
Im Laichinger Mordprozess haben die Richter das Urteil gesprochen. Trotzdem ist der Fall noch nicht abgeschlossen.

Der Angeklagte im Laichinger Mordprozess ist zu einer lebenslangen Freiheitsstrafe verurteilt worden. Die zuständigen Richter am Ulmer Landgericht sahen es als erwiesen an, dass der 40-Jährige im November 2018 seine Ehefrau in ihrer Wohnung im Laichinger Ortsteil Suppingen ermordet hatte.

Damit schlossen sich die Richter dem Plädoyer der Staatsanwältin Claudia Nemetz an, das sie am vergangenen Dienstag vorgetragen hatte. Der Anwalt des Angeklagten hatte in seinem Vortrag von Totschlag gesprochen und eine Freiheitsstrafe von maximal zehneinhalb Jahren gefordert.

Im Laichinger Mordprozess werden die Plädoyers verlesen: Die Staatsanwaltschaft geht von einer besonderen Schwere der Tat aus. Der Verteidiger geht von einer Affekt-Tat aus und beantragt eine geringere Strafe.

Gegen das Urteil kann Revision eingelegt werden

Mit dem Urteil ging der Prozess nach insgesamt sechs Verhandlungstagen zu Ende. Zuvor hatten zahlreiche Zeugen ausgesagt, darunter auch die Angehörigen des Opfers.

Eine Gutachterin hat zu den tödlichen Messerstichen und dem Todeskampf des Opfers ausgesagt. Der Angeklagte blieb teilnahmslos.

Ob der Fall nun abgeschlossen ist, ist aber noch unklar. Denn noch kann gegen das Urteil Revision eingelegt werden.

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