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Kommunalwahl
Ulm / swp Im Streit um den Spitzenkandidaten der AfD in Ulm für die Kommunalwahl stellt der Landesverband klar: Markus Mössle kann im Falle seiner Wahl nicht für die Partei sprechen.

Die Aufregung um die AfD-Spitzenkandidatur von Markus Mössle für die Kommunalwahl in Ulm gehen in die nächste Runde. Jetzt meldet sich der Landesvorstand der Partei zu Wort und distanziert sich klar vom dem Mann, der sich selber freimütig einen „Ex-Nazi“ nennt und keinen Hehl daraus macht, dass er früher für die NPD und die FAP (Freiheitliche Deutsche Arbeiterpartei) aktiv war und wegen mehrerer Banküberfälle mehrere Jahre im Gefängnis war.

Markus Mössle ist Spitzenkandidat der AfD für den Ulmer Gemeinderat. Acht andere nominierte Bewerber zogen deshalb zurück.

In der Stellungnahme, die unserer Redaktion vorliegt, heißt es: „Der AfD-Ortsverband Ulm hat in Unkenntnis der Unvereinbarkeitsbeschlüsse ein früheres Mitglied der NPD, das sich vor über 30 Jahren von dieser Partei abgewendet hat, auf die Gemeinderatsliste gewählt. Diese Liste wurde vom Ortsverband abgegeben, obwohl sich der Kreisverband mehrheitlich dagegen ausgesprochen, und auch der Landesverband versucht hatte, dies zu verhindern. Herr Mössle ist kein AfD-Mitglied und wird für den Fall, dass er in den Rat der Stadt Ulm gewählt werden sollte, nicht für die AfD sprechen. Parteiordnungsmaßnahmen gegen Personen, die Beschlüsse der Parteigremien nicht umgesetzt haben, werden geprüft.“

Der Kreisvorstand der AfD wollte die Ulmer Liste mit dem Ex-Nazi Markus Mössle an der Spitze verhindern. Dies gelang nicht. Jetzt ist die Partei ist zerstritten.

Der Kreisvorstand der AfD wollte die Ulmer Liste mit dem Ex-Nazi Markus Mössle an der Spitze verhindern. Die Partei ist zerstritten.

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