Nahverkehr Abfuhr  für Sozialticket und Toiletten

Stuttgart / Daniel Grupp 20.11.2018

Mit der Weiterentwicklung des öffentlichen Nahverkehrs befassen sich 41 Anträge der Fraktionen zum Haushaltsentwurf des Verbands Region Stuttgart (VRS). Im Verkehrsausschuss wurde zum Beispiel über die Einführung eines Sozialtickets im VVS beraten. Die Fraktionen von SPD, Linken und AfD hatten dies beantragt. Die Mehrheit folgte allerdings dem Hinweis der Verwaltung, dass für die Verbilligung der Fahrkarten die Sozialhilfeträger, also die Landkreise und die kreisfreie Landeshauptstadt zuständig seien. Es bleibt auch bei 1.-Klasse-Abteils in S-Bahnen. Die SPD wollte sie durch Toiletten ersetzen, die Regionalräte der Linken plädierten indes für ein Ruheabteil für Fahrgäste mit besonderen Bedürfnissen. Die Verwaltung ist gegen die Einführung von Toiletten, weil bisher die Infrastruktur fehle, diese zu reinigen und warten. 

Untersucht wird aber die Wirtschaftlichkeit und Machbarkeit eines S-Bahnrings, der die Fildern mit dem Neckartal verbindet. Dazu wird der Verband Region Stuttgart eine Studie in Auftrag geben. Dabei geht es um die Anbindung von Kirchheim an die Fildern, wie es die Grünen wünschen. Die CDU möchte mittelfristig sogar den Raum Göppingen mit den Fildern verknüpfen. Erfolgreiche Anträge werden nun in den Etat eingearbeitet. Die Regionalversammlung wird den Haushalt, der ein Volumen von rund 350 Millionen Euro hat, laut Zeitplan am 5. Dezember verabschieden.

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