Die neue Dotternhausener Bürgermeisterin Marion Maier freute sich am Sonntag (8. November) nach der Bekanntgabe des Ergebnisses über den deutlichen Vorsprung, mit dem sie gewonnen hatte. „Ich bin sehr froh über diesen Wahlausgang“, erklärte sie. Sie zeigte sich aber auch überrascht, dass es für sie schon im ersten Durchgang geklappt hatte. „Ich hatte mit einem zweiten Wahlgang gerechnet“, sagte sie.

Freude über die neue Aufgabe

Sie wolle jetzt zusammen mit den Bürgerinnen und Bürger Ziele formulieren, so wie sie es in ihrem Programm „Dotternhausen 2037“ bereits angekündigt hatte. Sie freue sich auf die neue Aufgabe und das zukünftige Gestalten in der Gemeinde, führte sie aus.
Bevor Amtsverweser Alfons Kühlwein gegen 19.20 Uhr das Ergebnis vor dem Rathaus verkündete, zählten die Wahlhelfer die Stimmen im Rathaus aus. Das Betreten des Auszählungsraumes war aufgrund der Coronabeschränkungen untersagt, rote Klebestreifen zeigten die Grenze an, wie weit die Besucher gehen durften.
Da die Auszählung öffentlich sein muss, war die Tür zum Sitzungssaal weit geöffnet, so dass alles von außen beobachtet werden konnte. Die Feuerwehr sorgte für einen reibungslosen Besucherverkehr.
Schon die Anzahl der beantragten Briefwahlunterlagen wies auf eine sehr gute Wahlbeteiligung hin. Insgesamt 713 Dotternhausener nutzten die Wahl von zuhause aus, 338 Wähler gingen an die Urne.
Von den insgesamt 1051 Stimmen waren 1047 gültig. Neben den Bewerbern erhielten fünf weitere Personen zusammen 16 Stimmen. Gemeinderat Georg von Cotta bekam 12 Stimmen – und damit am Ende sogar mehr als Eduard Brekardin und Günter Melzer.

Eduard Brekardin: „Ich habe mehr erwartet.“

Brekardin zeigte sich enttäuscht über sein Ergebnis. „Ich habe mir mehr erwartet“, führte er aus. Bedingt durch das Pandemiegeschehen habe er nicht so intensiv mit den Bürgern sprechen können, wie er sich das eigentlich vorgestellt hatte.
Die Flinte ins Korn werfen will der 41-Jährige aus Zimmern o.R. allerdings nicht. Er hat vor, sich in einer anderen Gemeinde zu bewerben.

Günter Melzer ist im Großen und Ganzen zufrieden

Er sei im Großen und Ganzen zufrieden, erklärte Günter Melzer (31), „obwohl ich mehr Stimmen erwartet habe“. Er wünschte der neuen Bürgermeisterin alles Gute und viel Erfolg bei ihrer neuen Aufgabe.

Ingo Mantik: „Eine sehr gute Erfahrung für mich.“

Auch Ingo Mantik gratulierte Marion Maier. Er wünschte ihr Durchhaltevermögen, damit sie Dotternhausen in eine gute Zukunft führt. „Es war eine sehr gute Erfahrung für mich“, erklärte der 37-jährige Bisinger. Es sei für ihn aber die erste und letzte Bürgermeisterwahl gewesen, sagte er.

Michael Stadler: „Definitiv keine verschenkte Zeit“

„Keiner tritt an, um zu verlieren“, erklärte der Zweitplatzierte Michael Stadler. Es sei wichtig gewesen, dass die Bürgerinnen und Bürger so aktiv von ihrem Wahlrecht Gebrauch gemacht hätten.
Der 41-jährige hatte lobende Worte für die neue Bürgermeisterin parat: „Marion Maier ist nicht die Falsche am Platz“. Der geborene Passauer und in der Eifel lebende Stadler will Dotternhausen in guter Erinnerung behalten. Trotzdem fahre er mit etwas Wehmut nach Hause. „Es war aber definitiv keine verschenkte Zeit“, so Stadler.
Die Dotternhausener, die vor das Rathaus gekommen waren, quittierten das Wahlergebnis mit Applaus. Gratulieren konnten sie ihrer neuen Bürgermeisterin allerdings nur mit Abstand. Unter den ersten Gratulanten waren Landrat Günther-Martin Pauli, Schömbergs Bürgermeister Karl-Josef Sprenger, Geislingens Bürgermeister Oliver Schmid und Hausens Bürgermeister Stefan Weiskopf.
Dotternhausens Amtsverweser Alfons Kühlwein gratulierte der neuen Bürgermeisterin als erster und wünschte ihr einen breiten Rücken und viel Standvermögen.

Wolfgang Wochner: „Das ist ein guter Tag für Dotternhausen.“

„Das ist ein guter Tag für Dotternhausen“, erklärte der stellvertretende Bürgermeister Wolfgang Wochner. Der Gemeinderat freue sich auf eine Zusammenarbeit mit Marion Maier.
Diese kündigte an, anstatt eines Wahlbiers mit einer Spende einen Grundstock für die neue Bürgerstiftung zu legen oder dem bürgerschaftlichen Engagement einen Betrag zukommen zu lassen.

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