Angebot der Lebenshilfe Zollernalb
: Geschenke-Marktplatz statt Gastronomie

Mit Zuversicht durch eine schwierige Zeit: Kleine und große Präsente fürs Weihnachtsfest gibt’s in den Gasträumen des Kaffeewerks Zollernalb in Ebingen und in der „genießBAR“ in Balingen.
Von
swp
Bisingen
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Eine Alternative zum Adventsbasar: der Geschenke-Marktplatz der Lebenshilfe Zollernalb.

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In der Lebenshilfe Zollernalb wohnen, leben und arbeiten rund 1200 Menschen mit und ohne Behinderung. Wie in den allermeisten gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Bereichen ist in diesem Jahr auch in der Lebenshilfe Zollernalb durch die Covid-19-Situation vieles anders und um einiges schwieriger als bisher.

Unter erschwerten Bedingungen

Bereits in der Fasnetszeit wurden erste Maßnahmen getroffen, Menschen in der Lebenshilfe vor einer Infektion zu schützen. Zunächst wurden Desinfektionsmöglichkeiten geschaffen, Masken besorgt, auf Abstand geachtet und Plexiglaswände hergestellt. Für alle Bereiche wurden neue Prozesse erarbeitet, die immer wieder angepasst und auf die jeweilige Situation abgestimmt wurden. In Ebingen wurde eine Lebenshilfe-Quarantänestation eingerichtet, die jedoch nur in sehr geringem Umfang in Anspruch genommen werden musste.

Am 17. März dieses Jahres wurde im Rahmen einer Landesverordnung ein Betretungsverbot der Förder- und Betreuungsbereiche, Tagesstätten und Werkstätten für Menschen mit einer Behinderung festgelegt. Erst im Laufe des Monats Juni konnte der Betrieb sukzessive wiederaufgenommen werden.

Bewohner sehr gefordert

Während dieses Betretungsverbots waren die Wohnbereiche besonders gefordert. Die Bewohnerinnen und Bewohner mussten in ihren Wohngruppen bleiben und zwar über Wochen hinweg, ohne Besuch ihrer Angehörigen zu erhalten oder das Haus verlassen zu können. Die Geduld der Bewohnerinnen und Bewohner war stark gefordert, ebenso wie das Engagement der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die in dieser Zeit hervorragende Arbeit geleistet haben.

Durch die Umsetzung der erforderlichen Maßnahmen, dem Engagement aller Mitarbeitenden und natürlich auch mit dem hierfür notwendigen Glück, waren und sind die Menschen in den Lebenshilfeeinrichtungen bislang gesundheitlich unbeschadet durch die Krise gekommen.

Unterstützung läuft weiter

Die Leistungsträger wie das Landratsamt des Zollernalbkreises, die Arbeitsagentur für Arbeit und die Rentenversicherungsträger haben dankenswerterweise die Betreuungs- und Unterstützungsleistungen nahezu in der Höhe weitergezahlt, wie sie auch ohne Pandemie angefallen wären. Hierdurch konnten die größten Einschnitte zunächst einmal abgewendet werden.

Eine schon deutlich im sechsstelligen Bereich angestiegene Summe an pandemiebedingten Mehrkosten entbehrt bislang jeglicher Refinanzierung. Zudem gab es große Einnahmeausfälle durch die Schließung der Werkstätten, Betriebe und durch ausgefallene Freizeitangebote der sogenannten Offenen Hilfen.

Wirtschaftlich schwierig

In Krisenzeiten brechen naturgemäß auch Spendeneinnahmen teilweise weg, was die spendenfinanzierten Angebote im Besonderen trifft. Durch die schnelle Entwicklung eines stark nachgefragten Eigenprodukt-Sortiments im Bereich Desinfektion konnte hingegen ein Teil der Einnahmeausfälle wieder ausglichen werden. Aber auch schon ohne zweiten Lockdown stand fest, dass das Jahr 2020 und auch das kommende Jahr wirtschaftlich schwierig werden.

Zwischenzeitlich sind seit Montag die gastronomischen Angebote in der „genießBAR“ in Balingen und im Kaffeewerk Zollernalb in Ebingen wieder von dem zweiten Lockdown betroffen. Weiterhin verkauft werden die Kaffeespezialitäten für zu Hause sowie Coffee-to-go und andere Getränke zum Mitnehmen. Es wurden nicht nur alle größeren Weihnachtsfeiern der Lebenshilfe Zollernalb abgesagt, sondern auch der Lebenshilfebasar, der am 15. November in Bisingen stattgefunden hätte, fällt in diesem Jahr aus. Ersatzweise wurde in den Gasträumen des Kaffeewerks Zollernalb in der Kientenstraße in Ebingen und in der „genießBAR“ in der Färberstraße in Balingen jeweils ein Geschenke-Marktplatz eingerichtet.

Start in der letzten Novemberwoche

Dort kann man sich in der Zeit des Lockdowns mit kleinen und großen Geschenken eindecken, um anderen eine Freude zu bereiten. In der letzten Novemberwoche vor dem ersten Advent werden dort auch schöne Adventskränze angeboten.

Vorbei zu schauen auf diesen Geschenke-Marktplätzen lohnt sich und ist jederzeit während der üblichen Geschäftszeiten von Montag bis Samstag möglich.

Dazu Holger Klein, Vorstandsvorsitzender der Lebenshilfe: „Wenn das Sprichwort stimmt, dass in jeder Krise eine Chance liegt, leben wir aktuell in einer chancenreichen Zeit. Bei gebotener Solidarität und dem Zusammenhalt aller, geht die Lebenshilfe Zollernalb die kommenden, sicherlich nicht ganz einfachen Wochen mit Zuversicht und Tatkraft an. Es gibt hier im Zollernalbkreis mit seiner guten Lebensqualität und den vorhandenen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen noch viele Möglichkeiten, um hoffentlich auch die künftigen Herausforderungen erfolgreich zu gestalten.“

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