Alb-Donau-Kreis / Mareike Hauser  Uhr
Im Sommer ein Camping-Urlaub geplant? Dann haben wir hier für dich Tipps rund ums Mieten von Wohnmobilen.

Auch wenn es draußen noch etwas kalt ist, ist jetzt die perfekte Zeit dir Gedanken über deinen Jahresurlaub zu machen. Möchtest du gerne flexibel durch die Weltgeschichte fahren, eignet sich ein Wohnmobil am Besten. Zahlreiche Portale wie ADAC Wohnmobilvermietung, McRent, Rent and Travel oder Deutsche Reisemobil Vermietung bieten Wohnmobile zum Mieten an. Auch lokale Caravan-Fachhändler vermieten oft Reisemobile.

Wann ist der beste Zeitpunkt, um ein Wohnmobil zu mieten?

Wie bei fast allen Reisen ist es empfehlenswert, das gewünschte Wohnmobil so früh wie möglich zu buchen. Der ADAC rät zu sechs Monaten vor der geplanten Reise. „Wer bereits zwischen Ende August und Ende Dezember für das kommende Jahr bucht, kann mit Frühbucherrabatten rechnen“, sagt Reimung Elbe, ein Sprecher des ADAC Baden-Württemberg.

Ist das gewünschte Modell schon ausgebucht, dann kann man auf Alternativen zurückgreifen. Viktoria Groß, Pressesprecherin des Deutschen Camping Clubs, rät folgendes: „Auf vielen Campingplätzen gibt es die Möglichkeit, einen Caravan oder eine Hütte zu mieten. Man fährt mit dem eigenen PKW zum Ziel und hat vor Ort den Komfort eines Campingplatzes.“

Kurzurlaube mit dem Wohnmobil liegen im Trend: Der Alb-Donau-Kreis baut seine Stellplätze aus. Fragen und Antworten rund um Camping in der Region.

Welches Wohnmobil-Modell passt zu mir?

Die erste und entscheidende Frage ist natürlich, mit wie vielen Personen du verreisen möchtest. Die zugelassene Personenanzahl der Wohnmobile gibt an, wie viele Schlaf- und Sitzmöglichkeiten es im Fahrzeug gibt.

Ein teilintegriertes Wohnmobil eignet sich für zwei Reisende. Auch Kastenwagen oder Vans sind eher kleiner und bieten Paaren und Familien mit kleinen Kindern Platz.

Die Alkoven-Reisemobile sind ebenfalls für Familien geeignet. Sie bieten über der Fahrerkabine eine fest installierte Schlafmöglichkeit.

Für vier und mehr Personen bietet sich ein vollintegriertes Wohnmobil an. Diese zeichnen sich durch ein Hochbett aus und haben meist noch ein Bett im Heck.

„Bei der Auswahl einer Größe ist nicht zu vergessen, dass es auch mal schlechtes Wetter sein kann,“ erinnert Groß. Daher sollte die Größe des Wohnmobils entsprechend gewählt werden.

Eine Woche auf Achse: Unser Autor verbrachte seinen letzten Camping-Urlaub in einem gemieteten Wohnmobil und reiste durch Portugal.

Welche Grundausstattung sollte ein Wohnmobil auf jeden Fall haben?

Diese Gegenstände verschönern dir deinen Camping-Urlaub:

  • Sonnenschutz-Markise oder -Segel
  • Fahrradträger
  • Radio
  • CEE-Verlängerungskabel
  • Ausgleichskeile
  • Warnwesten
  • Gasflaschen
  • WC-Sanitärzusätze
  • Frischwasserchemie
  • Melamingeschirr (leichtes, bruchfestes Edel-Kunststoffgeschirr)
  • Kehrbesen und -schaufel
  • mobiles Navigationsgerät
  • Bettzeug
  • Warntafeln (je nach Land)
  • Gasflaschenadapterset Europa
  • Reiseapotheke

Per Wohnmobil in den Urlaub zu fahren, ist im Trend. Welche Stellplätze in der Region nun auf Vordermann gebracht werden.

Mit welchen Kosten muss ich rechnen?

Die Mietkosten für ein Wohnmobil hängen stark von der Größe des Modells, der Saison und der Mietdauer ab. „Es hängt auch von der Region ab - in der Großstadt ist es oft teurer als auf dem Land“, meint Groß. „Mit mindestens 140/150 Euro pro Tag sollte man allerdings rechnen.“

In der Nebensaison kann ein kleiner Campingbus nur 50 Euro pro Tag kosten. Dagegen können laut ADAC die Kosten eines geräumigen Wohnmobils in der Hauptsaison durchaus auf mehrere hundert Euro pro Tag steigen.

Wichtig ist außerdem die geplanten Kilometer bei der Auswahl miteinzubeziehen.“Viele Anbieter haben ein Kilometerlimit. Wer dieses überschreitet, bekommt diese Kilometer extra nachberechnet. Bei längeren Mietdauern (meist ab zwei Wochen) gibt es allerdings häufig Kilometer-Flatrates“, sagt Elbe.

Zusätzlich zur Miete können dann noch Bearbeitungs- und Reinigungsgebühren, sowie Versicherungspakete hinzukommen.

Welche Versicherungen sollte ich abschließen?

Neben der obligatorischen Haftpflichtversicherung empfiehlt der ADAC einer Reiserücktrittskosten-Versicherung und einen Auslandskrankenschutz.

Um dem kalten Wetter zumindest gedanklich entfliehen zu können, buchen viele Deutsche jetzt schon ihren Sommerurlaub. Ob dein Urlaubsziel sicher ist, erfährst du hier:

Worauf sollte ich achten, wenn ich ein Wohnmobil von einer Privatperson miete?

Online gibt es einige Portale wie Share a Camper, über die Privatpersonen ihre Wohnmobile vermieten können, wenn sie selbst gerade nicht damit unterwegs sind. „Bei Privatvermietung ist es sehr wichtig abzuklären, welche Schadensfälle über eine Versicherung abgedeckt werden“, meint Groß.

Auch Elbe vom ADAC rät dazu, besonders auf den Eintrag in den Fahrzeugpapieren zu schauen. „Hier muss ausdrücklich eine Zulassung als ‚Selbstfahrer-Vermietfahrzeug’ vermerkt sein, andernfalls genießt der Mieter im Schadensfalle keinen Versicherungsschutz.“

Außerdem erklärt Elbe, dass jeder Wohnmobilvermieter, der gegen Entgelt sein Reisemobil vermietet, gewerblich handelt. Somit gibt es laut Elbe keine „Wohnmobilvermietung von Privat“ im eigentlichen Sinne.

Was ist bei der Abholung des Wohnmobils zu beachten?

Für die Abholung des Fahrzeugs solltest du 30 bis 60 Minuten einplanen. „Es ist total wichtig, dass die Leute Wert darauf legen, dass sie eine ausführliche Einführung in das Fahrzeug bekommen“, rät Groß vom Camping Club. Denn das Wechseln der Gasflaschen oder das Entleeren der chemischen Toiletten können zur Herausforderung werden. Außerdem sollte das Wohnmobil gründlich untersucht werden. „Ein penibler Rundgang um das Fahrzeug plus Besichtigung des Dachs ist dringend anzuraten. Vorhandene Schäden sollten protokolliert und vom Vermieter bestätigt werden“, meint auch Elbe.

Wir haben die besten Tipps rund um Buchung, Budget und Reisevorbereitung zusammengestellt.

Darf ich mit meinem normalen Führerschein ein Wohnmobil fahren?

Generell ja, es kommt allerdings ganz auf deinen Führerschein und das gewünschte Modell an. Hast du deinen Führerschein vor 1999 gemacht, gilt für dich die alte Führerscheinklasse drei. Damit darfst du alle Wohnmobile bis 7,5 Tonnen Gesamtgewicht fahren.

Hast du einen Führerschein der Klasse B darfst du alle Wohnmobile mit dem Gesamtgewicht von 3,5 Tonnen fahren. Möchtest du größere Mobile fahren, benötigst du einen Führerschein der Klasse C1.

„Es ist zu beachten, wie schwer das Fahrzeug im Leerzustand ist, denn man sollte mit 200 bis 300 Kilogramm Zuladung rechnen“, erklärt Groß. Im Falle einer Polizeikontrolle kann es nämlich passieren, dass das Fahrzeug gewogen wird. Mit Gepäck und Inventar dürfen die 3,5 Tonnen dann nicht überschritten werden.

Auch dein Alter spielt bei der Fahrerlaubnis eine Rolle: „Für das Fahren eines Mobils gilt in Deutschland in der Regel ein Mindestalter von 21 Jahren“, sagt Elbe.

Darf ich mit den Wohnmobilen in jedes Land reisen?

Mit einem Wohnmobil bist du flexibel und frei. Du kannst jeden Tag an einen anderen Ort fahren und so lange bleiben, wie du möchtest. Allerdings gibt es Einschränkungen. Elbe erklärt die Details: „Fahrten in Kriegs- und Krisengebiete sind in nahezu allen Fällen nicht gestattet. Auch innerhalb von Europa kann es Einschränkungen geben. Aus versicherungstechnischen Gründen sind beispielsweise meistens Touren nach Bulgarien, Rumänien, Moldawien, Weißrussland, Russland, Ukraine, Türkei sowie Island nicht erlaubt.“

Fährst du trotzdem in diese Länder, handelst du vertragswidrig und verlierst dadurch sowohl den Versicherungsschutz, als auch die Haftungsbeschränkung.

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