VfB Stuttgart
: Stuttgarter feiern in Augsburg mit neuem Kabinen-Hit

Der VfB Stuttgart schwebt im Saisonendspurt auf einer Wolke. Rekordsieg in Augsburg, 70 Punkte und Platz zwei – die kommende Woche wird spannend.
Von
Kai Winderl, Sara Loesenbeck
Augsburg
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Leonidas Stergiou (VfB Stuttgart) und Ermedin Demirovic (FC Augsburg) v–l im Zweikampf, FC Augsburg vs. VfB Stuttgart, F: Leonidas Stergiou VfB Stuttgart und Ermedin Demirovic FC Augsburg v-l im Zweikampf, FC Augsburg vs. VfB Stuttgart, Fussball, 1. Bundesliga, 33. Spieltag, 10.05.2024 DFB regulations prohibit any use of photographs as image sequences and/or quasi-video Augsburg Bayern Deutschland *** Leonidas Stergiou VfB Stuttgart and Ermedin Demirovic FC Augsburg v l in duel, FC Augsburg vs VfB Stuttgart, Soccer, 1 Bundesliga, Matchday 33, 10 05 2024 DFB regulations prohibit any use of photographs as image sequences and or quasi video Augsburg Bayern Germany Copyright: xkolbert-press/PeterxFastlx

Nach dem Rekordsieg in Augsburg ertönt aus der Stuttgarter Kabine die Champions-League-Hymne.

IMAGO/kolbert-press/Peter Fastl

Die Party nimmt kein Ende: Nach dem Rekordsieg in Augsburg wurde in der WWK-Arena ausgelassen gefeiert. Die Spieler des VfB Stuttgart hüpften nach dem Schlusspfiff geschlossen vor Freude und sangen, dass sie nun auf Reisen gehen. Die internationalen Auftritte in der europäischen Königsklasse sind längst gesichert, doch die Mannschaft von Sebastian Hoeneß wollte noch mehr und gewann beim Gastgeber mit 1:0. Der Sieg war Grund zum Feiern und die Champions-League-Hymne ertönte lautstark aus der Kabine.

1:0 gegen den FCA: Stuttgart überholt Bayern

Die markante Komposition des Briten Tony Stritten ist der neue Hit im Mannschaftskreis der Schwaben. Die Feiertage des VfB gehen nach dem grandiosen Sturmlauf der Mannschaft in die Königsklasse des europäischen Fußballs nahtlos weiter. Nach dem 3:1 gegen die Bayern vor einer Woche gelang dem VfB Stuttgart am Freitagabend ein souveränes 1:0 gegen den FC Augsburg. Kein Nachlassen, keine Genügsamkeit – Hoeneß und seine famosen Jungs greifen im Bundesliga-Endspurt nach der Vizemeisterschaft. Das 26. Saisontor von Stürmer Serhou Guirassy in der 48. Minute reichte an diesem Freitagabend für den Saisonsieg Nummer 22, der gleichzeitig Bundesliga-Vereinsrekord bedeutete. Auch Sportdirektor Fabian Wohlgemuth lobte die Leistung der Stuttgarter: „Die Mannschaft hat den Nachweis ihrer Siegermentalität erbracht, das hat mir imponiert.“

Ziel Supercup-Finale

Nationalspieler Maximilian Mittelstädt machte mit Blick auf das Heimspiel gegen Borussia Mönchengladbach deutlich, dass die Mannschaft die Saison vor seinen Fans krönen wolle. Am letzten Spieltag geht es im Fernduell mit den Bayern um den Einzug ins Supercup-Finale gegen Bayer Leverkusen. Sollte der deutsche Meister in zwei Wochen in Berlin gegen den Zweitligisten 1. FC Kaiserslautern auch den DFB-Pokal gewinnen, würde er am 17. August im Supercup auf den Vizemeister treffen. Das wäre für den VfB ein reizvoller Auftakt in die neue Saison mit dem großen Comeback in der Champions League. Die Vorfreude ist riesig. „Jetzt läuft die Hymne noch in der Kabine“, sagte Mittelstädt: „Aber wir freuen uns alle, nächste Saison auf dem Platz zu stehen und die Hymne zu hören. Wir können es kaum erwarten.“ Vielleicht trägt die neue Lieblingsmelodie auch dazu bei, die von größeren Vereinen heftig umworbenen Top-Spieler wie Nationalspieler Chris Führich oder Torjäger Guirassy zum Bleiben zu bewegen. „Ich hoffe, dass so viele wie möglich hier bleiben“, sagte Mittelstädt. Und natürlich kümmere man sich um die Wackelkandidaten, „wäre ja dumm, wenn nicht“.

Stuttgarter Stürmer Undav will bleiben

Der vom englischen Premier-League-Club Brighton & Hove Albion ausgeliehene Angreifer Deniz Undav will unbedingt bleiben. „Ich habe richtig Bock, hier zu spielen“, sagte der 27-Jährige, der von großen Abenden in der Königsklasse gegen Wunschgegner wie Real Madrid träumt. „Und vielleicht machen wir die dann platt“, scherzte Undav lachend. Doch zunächst blickt das Quartett um Undav, Mittelstädt, Führich und Waldemar Anton gespannt auf den kommenden Donnerstag, wenn Bundestrainer Julian Nagelsmann den Kader für die Heim-EM benennt. Undav wurde nach seinem starken DFB-Debüt gegen Frankreich (2:0) und die Niederlande (2:1) für das Aufgebot gesetzt. Er setzt darauf, dass Nagelsmann belohnt, wer zu Beginn des Jahres dabei war. „Wir haben im März einen Grundstein gelegt für die EM und uns schon ein gutes Team aufgebaut“, sagte er.