VfB Stuttgart in der Fußball-Bundesliga: Heimfluch beendet, aber Bangen um Stiller

Auf Krücken kam VfB-Spieler Angelo Stiller zurück ins Stadion, nachdem er früh verletzt vom Spielfeld musste.
Tom Weller/dpa- VfB Stuttgart beendet Heimfluch mit 4:0 gegen FC Augsburg.
- Bitter: Angelo Stiller nach Foul verletzt, FCA-Spieler Essende sieht Rot.
- Weitere Verletzungen: Keitel und Jeltsch müssen das Feld verlassen.
- Tore: Karazor (8.), Woltemade (51.), Millot (80.), Demirovic (87.).
- Pokalfinale am 24. Mai gegen Arminia Bielefeld.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Bittere Szene beim Heimsieg des VfB Stuttgart: Die Schwaben gewannen durch das 4:0 (1:0) gegen den FC Augsburg zwar erstmals seit fast vier Monaten wieder ein Bundesliga-Spiel im eigenen Stadion, verloren aber ihren Mittelfeldstrategen Angelo Stiller. Der Nationalspieler musste nach einem Foul von Samuel Essende, für das der FCA-Stürmer die Rote Karte sah, unter Tränen ausgewechselt werden. Für das DFB-Pokalfinale des VfB am 24. Mai in Berlin gegen Drittligist Arminia Bielefeld ließ das nichts Gutes erahnen.
Kapitän Atakan Karazor brachte die Stuttgarter vor 59.000 Zuschauern bereits in der 8. Minute in Führung. Außerdem trafen Shootingstar Nick Woltemade (51.) sowie die eingewechselten Enzo Millot (80.) und Ermedin Demirovic (87.). Für den Europacup kann sich der VfB zwar nur noch mit einem Pokalsieg qualifizieren. Zumindest beendete er in der Fußball-Bundesliga aber seine Serie von zuvor sechs Heimniederlagen nacheinander.
Das Team von VfB-Trainer Sebastian Hoeneß war von Anfang an am Drücker. Nachdem Jamie Leweling erst die Latte getroffen hatte (3.) und dann an FCA-Keeper Finn Dahmen gescheitert war, stocherte Karazor den Ball im Nachsetzen über die Linie.
Nur kurz später gab‘s für die Gäste den nächsten Rückschlag. Essende stieg Stiller heftig auf die Wade. Schiedsrichter Timo Gerach zeigte dem Angreifer zunächst Gelb, sah sich die Szene aber noch mal am Bildschirm an und zückte Rot (12.). Stiller wurde lange behandelt, bandagiert und schließlich ausgewechselt. Der 24-Jährige weinte, als er vom Spielfeld humpelte. Später tauchte er mit Krücken wieder an der Ersatzbank auf. Genaue Informationen zur Schwere seiner Verletzung lagen zunächst nicht vor.
Weitere Verletzte vor der Pause
Der VfB blieb auch in Überzahl die bessere Mannschaft, musste aber weitere Wechsel vornehmen. Sowohl Yannik Keitel, der erst für Stiller in die Partie gekommen war, als auch Verteidiger Finn Jeltsch gingen in der 34. Minute mit Problemen am Oberschenkel vom Feld.
Die Augsburger kamen nur selten gefährlich vor das Stuttgarter Tor, auf der Gegenseite verpasste Woltemade (35./45.+3) vor dem Halbzeitpfiff zweimal das mögliche 2:0. Kurz nach der Pause war es aber so weit für den knapp zwei Meter großen VfB-Stürmer: Von der Strafraumgrenze aus schoss er den Ball aus der Drehung sehenswert ins linke Eck.
Auch in der letzten halben Stunde spielten vor allem die Stuttgarter, von den Gästen kam offensiv fast gar nichts. Joker Demirovic traf die Latte, dann Millot mit einem Schlenzer zum 3:0. Die Entscheidung. Wenige Minuten vor dem Ende setzte Demirovic per Kopf noch einen drauf.
