VfB Stuttgart in der Europa League: Vogelwilde Minuten werfen VfB früh zurück

Das Tor von Deniz Undav (Mitte) reichte nicht: Der VfB Stuttgart unterlag Porto 1:2.
Thomas Kienzle/afp- VfB verliert Europa-League-Hinspiel gegen Porto 1:2 trotz Undav-Tor (40.).
- Porto trifft doppelt: Moffi (21.) und Mora (27.) nach VfB-Abwehrfehlern.
- Stiller-Tor (70.) zählt nach Videobeweis wegen Abseits von Tomás nicht.
- Hoeneß: Porto „außergewöhnlich starker Gegner“ – Hochleistung gefordert.
- Rückspiel nächste Woche in Porto: VfB muss gewinnen für Viertelfinale seit 1998.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Deniz Undav und Kollegen trotteten mit hängenden Köpfen vom Platz: Nach vogelwilden sieben Minuten ist der erste Einzug des VfB Stuttgart in ein Europacup-Viertelfinale seit 28 Jahren in weite Ferne gerückt. Der DFB-Pokalsieger verlor im Achtelfinal-Hinspiel der Europa League zu Hause 1:2 (1:2) gegen den 30-maligen portugiesischen Meister FC Porto.
Terem Moffi (21.) und Rodrigo Mora (27.) trafen für den Spitzenreiter aus Portugal. Das Tor von Nationalstürmer Deniz Undav (40.) war zu wenig für den Tabellenvierten der Fußball-Bundesliga. „Wir haben individuelle Fehler gemacht, die werden auf dem Niveau bestraft“, sagte Undav bei RTL: „Dann ist es gegen so eine Mannschaft schwer, zwei Dinger zu machen.“ Das Rückspiel in Porto steht schon in der kommenden Woche auf dem Programm.
„Das ist in einem Achtelfinale schon ein außergewöhnlich starker Gegner“, hatte VfB-Trainer Sebastian Hoeneß vor der Partie gesagt: „Es ist eine Mannschaft, die für mich auch im Achtelfinale der Champions League stehen könnte. Da ist Hochleistung gefordert.“
Viel Elan, wenig Effizienz
Die Schwaben kamen vor 60.000 Zuschauern mit Elan aus der Kabine und gaben in den ersten Minuten mächtig Gas. Echte Torchancen konnten sich die Stuttgarter, die erstmals in einem Pflichtspiel auf Porto trafen, trotz guter Ansätze aber nicht erarbeiten.
Nach rund einer Viertelstunde ließ der VfB nach. Das nutzten die Portugiesen sofort aus. Zunächst traf William Gomes aus der Distanz die Latte (20.), wenige Sekunden später machte es der Nigerianer Moffi besser. Bei seinem Führungstor für Porto ging es nach einem Abschlag von VfB-Torwart Alexander Nübel schnell, die Defensive gewährte zu viel Raum.
Die Stuttgarter waren in dieser Phase völlig von der Rolle. Auf Fehler im Spielaufbau folgte Chaos in der Abwehr. Vor dem 0:2 spielte Abwehrchef Jeff Chabot einen schwachen Querpass. Kurz darauf hätte Moffi fast erhöht (24.). Mora bestrafte den vogelwilden Auftritt der Schwaben. Die Stuttgarter waren minutenlang geschockt, erst Undav befreite sein Team mit einem starken Treffer aus der Lethargie, der sehenswert aus der Drehung traf. Im Strafraum hatten die Schwaben nachgesetzt. Per Zufall gelangte der Ball zu Undav, der seinen Körper geschickt einsetzte.
Porto unbeeindruckt
Zu Beginn der zweiten Hälfte versuchte es der VfB mit Wucht, Porto ließ sich aber nicht beeindrucken. Nach einer Stunde blieb es beim knappen Vorsprung der Gäste, die bei Kontern stets gefährlich waren. Hoeneß reagierte auf den Rückstand und brachte Tiago Tomás für Ermedin Demirovic. Der einzige Portugiese im Kader der Schwaben agierte dann aber unglücklich. Wegen einer Abseitsposition von Tomás zählte der zunächst bejubelte Treffer von Kapitän Angelo Stiller (70.) nach Videobeweis nicht.
So konnten die Stuttgarter ihre Comeback- und Last-Minute-Qualitäten diesmal nicht zeigen. Im Nordwesten Portugals braucht der DFB-Pokalsieger am Donnerstag einen deutlichen Auswärtssieg, um doch noch erstmals seit 1998 ein internationales Viertelfinale zu erreichen.


