VfB Stuttgart in der Bundesliga
: Undav bestraft Torwartpatzer

Der Torjäger sichert gegen Leipzig drei wichtige Punkte im Rennen um die Champions-League-Plätze. Der VfB-Stürmer setzt seine starke Serie fort.
Von
dpa/sid
Stuttgart
Jetzt in der App anhören
VfB Stuttgart - RB Leipzig: 15.03.2026, Baden-Württemberg, Stuttgart: Fußball, Bundesliga, VfB Stuttgart - RB Leipzig, 26. Spieltag, MHPArena. Bilal El Khannouss (l-r, VfB Stuttgart), Torschütze Deniz Undav (VfB Stuttgart) und Atakan Karazor (VfB Stuttgart) jubeln nach dem Tor zum 1:0. Foto: Harry Langer/dpa - WICHTIGER HINWEIS: Gemäß den Vorgaben der DFL Deutsche Fußball Liga bzw. des DFB Deutscher Fußball-Bund ist es untersagt, in dem Stadion und/oder vom Spiel angefertigte Fotoaufnahmen in Form von Sequenzbildern und/oder videoähnlichen Fotostrecken zu verwerten bzw. verwerten zu lassen. +++ dpa-Bildfunk +++

Stuttgarts Torschütze Deniz Undav (Mitte) jubelt mit seinen Teamkollegen über das 1:0.

Harry Langer/dpa

Deniz Undav pustete einmal tief durch, bevor ihm seine Mitspieler in die Arme fielen: Dank seines formstarken Stürmers hat der VfB Stuttgart in der Fußball-Bundesliga seine Ambitionen im Kampf um die Champions-League-Plätze unterstrichen. Die Mannschaft von Trainer Sebastian Hoeneß gewann das direkte Duell gegen RB Leipzig mit 1:0 (0:0) und ließ den Konkurrenten im Rennen um die Königsklasse vorerst hinter sich.  Der Nationalstürmer traf in der 56. Minute nach einem bösen Patzer von RB-Torwart Maarten Vandevoordt. Als Tabellen-Vierter hat der VfB acht Spieltage vor Saisonende drei Punkte Vorsprung auf Leipzig.

„Das war sehr wichtig für uns“, freute sich Undav nach dem Spiel bei DAZN: „Leipzig hat eine gute Mannschaft. Wir haben alles wegverteidigt, es waren alle da. Darauf können wir aufbauen.“

16. Saisontor

Undav traf in einem temporeichen Spiel mit seinem 16. Saisontor zum Sieg für die Schwaben, die damit auch eine gelungene Generalprobe für das Rückspiel in der Europa League beim FC Porto am Donnerstag (21.00 Uhr/RTL) feierten. Nach der 1:2-Niederlage aus dem Hinspiel wollen die Stuttgarter in Portugal noch den ersten Einzug in ein Europapokal-Viertelfinale seit 28 Jahren perfekt machen.

Zunächst aber lag der Fokus auf Leipzig. „Es treffen zwei sehr gute Mannschaften aufeinander“, betonte VfB-Trainer Hoeneß: „Wir müssen abliefern.“ Im Vergleich zur Partie gegen Porto veränderte der 43-Jährige seine Startelf auf lediglich zwei Positionen, Luca Jaquez und Chris Führich begannen anstelle von Jeff Chabot und Nikolas Nartey. Bei Leipzig ersetzte Ezechiel Banzuzi Brajan Gruda.

Das Spiel begann erwartungsgemäß temporeich. Beide Mannschaften suchten immer wieder den direkten Weg in die Offensive, standen gleichzeitig aber defensiv stabil. Der VfB verteidigte die Leipziger Gegenstöße über die schnellen Yan Diomande oder Antonio Nusa sehr aufmerksam, Leipzig brachte auch eine Druckphase der Stuttgarter nicht aus der Ruhe. Große Torchancen ließen so zunächst auf sich warten. Viele Mittelfeld-Duelle gab es, wenig Risiko.

Erst ein Fehler im Stuttgarter Aufbauspiel änderte dies. Nach einem Fehlpass von Ermedin Demirovic setzte David Raum Christoph Baumgartner (33.) ein, der Österreicher zielte frei vor dem VfB-Tor aber zu hoch. Auf der Gegenseite köpfte Demirovic (34.) kurz darauf nur knapp daneben. Die Visiere beider Mannschaften schienen sich nun zunehmend zu öffnen.

Nachdem VfB-Keeper Alexander Nübel gegen Nicolas Seiwald (53.) mit einer Glanzparade und unter Mithilfe des Pfostens noch den Stuttgarter Rückstand verhinderte, patzte sein Gegenüber Marten Vandevoordt folgenschwer. Der Belgier spielte einen Pass genau in den Fuß von Chris Führich, der nur noch Undav bedienen musste.

Undav, für den es das 16. Saisontor war, traf damit im fünften Bundesliga-Spiel in Serie und baute nebenbei seinen persönlichen Serienrekord weiter aus. Die Leipziger liegen Undav ohnehin, vor etwas über zwei Jahren hatte er gegen RB seinen ersten Bundesliga-Dreierpack erzielt.

Blasse Leipziger

Auf den Rückstand reagierte Leipzigs Trainer Ole Werner mit der Hereinnahme von Gruda, der für Banzuzi kam. Später durften noch Xaver Schlager, Johan Bakayoko und Conrad Harder ran. Auch Hoeneß setzte nach knapp 70 Minuten auf gleich drei frische Kräfte: Maximilian Mittelstädt, Nartey und Tiago Tomàs sollten mithelfen, die Führung ins Ziel zu bringen.

Von den im zweiten Durchgang insgesamt blassen Leipzigern kam kaum noch etwas, die Schwaben verteidigten die wenigen RB-Angriffe konsequent und verdienten sich mit viel Einsatz die drei Heim-Punkte. Die einzige gute Chance der Leipziger vergab Verteidiger Willi Orban in der Nachspielzeit, als sein Kopfball am Pfosten des VfB-Tores landete.