VfB Stuttgart im DFB-Pokal: Hoeneß rast zum Foto: „Für meine Verhältnisse ein Sprint“

Schreit seine Freude heraus: Sebastian Hoeneß – der VfB-Coach steht im Finale des DFB-Pokals.
Tom Weller/dpa- VfB Stuttgart steht nach einem 3:1 gegen RB Leipzig im DFB-Pokalfinale.
- Trainer Sebastian Hoeneß unterbrach ein TV-Interview für das Mannschaftsfoto.
- Stuttgart spielt am 24. Mai gegen Arminia Bielefeld um den Titel.
- Es wäre der erste DFB-Pokal-Triumph seit 1997.
- Spieler und Fans sind begeistert und freuen sich auf Berlin.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Für das wichtigste Mannschaftsfoto der jüngeren Vereinsgeschichte brach Sebastian Hoeneß sein Fernseh-Interview ab und raste zu seinem Team. „Ob man es einen Sprint nennen kann, weiß ich nicht, aber für meine Verhältnisse war es ein Sprint, für andere war es wahrscheinlich ein Dauerlauf. Auf jeden Fall wollte ich sehr schnell hin“, sagte der Trainer des VfB Stuttgart nach dem 3:1 (1:0) gegen Bundesliga-Rivale RB Leipzig und dem ersten Einzug ins Pokalfinale seit 2013.
Der 42-Jährige schilderte die Momente nach dem Schlusspfiff in bester Laune. „Ich habe ein Interview gegeben beim ZDF und habe dann auf dem Bildschirm gesehen, dass die Mannschaft und alle Betreuer und alle sich im Tor positionieren“, sagte der Coach. „Und dann musste ich das Interview abbrechen, weil ich auch gerne auf dem Foto sein wollte.“ Er habe gedacht, dass der Rasen feucht sei und er reinrutschen könne. „Das hat nicht so gut funktioniert. Aber ich wollte natürlich dabei sein“, meinte er schmunzelnd.
Stuttgart hat die Chance auf den ersten Titel seit 2007
Nach dem Sieg im Halbfinale gegen die Pokalspezialisten von RB Leipzig greift der VfB Stuttgart am 24. Mai im Berliner Olympiastadion gegen den Drittligisten Arminia Bielefeld als Favorit nach dem Titel. Es wäre der erste Triumph der Schwaben im DFB-Pokal seit 1997 unter dem damaligen Trainer Joachim Löw. „Wir waren lange nicht im Finale. Jeder wollte, dass es so kommt“, sagte Angelo Stiller. Der Nationalspieler hatte die Schwaben mit einem Traumtor früh in Führung gebracht (5.) und erinnerte nach dem umkämpften Halbfinale an die rasante Entwicklung des Klubs: „Unser Weg ist besonders. Vor zwei Jahren haben wir Relegation gespielt, jetzt stehen wir im Pokalfinale.“
Nick Woltemade (57.) und Jamie Leweling (73.) erzielten die weiteren Treffer, Torhüter Alexander Nübel parierte besonders in der ersten Halbzeit mehrmals stark. „Fußballerisch“, räumte Woltemade ein, „war es nicht unser bestes Spiel. Aber der Wille und der Mut waren da.“ Woltemade fiebert jetzt dem Endspiel entgegen: „Ich glaube, Berlin wird crazy. Es wird verrückt und die Fans werden da so abreißen. Sowas werde ich in meinem Leben nie vergessen“, sagte der Stürmer bei Sky.
Die überglücklichen Fans sangen schon lange vor dem Abpfiff vom Titel, es wäre der vierte für die Stuttgarter im DFB-Pokal. In diesem Fall würde es auch wieder ein Foto geben – und Hoeneß hätte es eilig.

