VfB Stuttgart: „Unbeschreibliches Gefühl“ – So lief Führichs Länderspieldebüt

Zehn Minuten Einsatzzeit bekam Chris Führich von Bundestrainer Julian Nagelsmann gegen die USA.
ALEX GRIMM/afpDer VfB Stuttgart steht überraschend, aber verdient nach sieben Spieltagen auf dem zweiten Tabellenplatz der Fußball-Bundesliga. Mit sieben Scorerpunkten trägt Chris Führich einen großen Anteil am historisch guten Saisonstart der Schwaben. So war es nur folgerichtig, dass der 25-Jährige vom neuen Bundestrainer Julian Nagelsmann mit der ersten DFB-Nominierung für die A-Auswahl belohnt wurde. Bei seinem Länderspieldebüt gegen die USA wusste der VfB-Profi auch gleich zu überzeugen und hatte einige gute Ballaktionen.
Chris Führich: Mutiger Auftritt nach Einwechslung
Gegen die USA wurde Chris Führich in der 81. Minute für Jamal Musiala eingewechselt. Auf dem linken Flügel zeigte er dann, was er auch bereits im VfB-Dress regelmäßig in dieser Saison abruft: Mutige Eins-gegen-Eins-Situationen, griffige Pressingmomente und voller Einsatz. Diese Stärken von Führich hatte Bundestrainer Nagelsmann auch schon vor seinem Debüt gesehen: „Chris Führich: Ein guter Eins-gegen-Eins-Spieler, hat auch sehr mutig im Training agiert“, lobte der 36-Jährige am Samstagabend vor der Partie gegen die Vereinigten Staaten bei RTL. Dementsprechend dürfte dem Bundestrainer das erste Länderspiel seines Neulings gefallen haben.
DFB-Team: Thomas Müller beeindruckt von Führich
Doch nicht nur der Bundestrainer äußerte sich im Vorfeld der Partie gegen die USA positiv zu Chris Führich. Bayern-Routinier Thomas Müller war auf der USA-Reise besonders angetan und zugleich verblüfft, wie selbstbewusst der Stuttgarter bei der USA-Reise im Trainingaufspielt. „Ich war überrascht, dass ein Spieler wie Chris Führich noch nicht schneller den Sprung ins Rampenlicht geschafft hat„, sagte Müller in Foxborough und meinte das nicht als Kritik.
Im Gegenteil. „Ich muss ihn mal fragen, wie seine Karriere bisher verlaufen ist, weil ein Spieler mit so viel Witz und Beweglichkeit, mit guter Schusstechnik, wieso der erst mit Mitte 20 bei Stuttgart ganz regelmäßig sein Potenzial zeigen kann“, erklärte Müller seine Beobachtung.
Chris Führich nach Debüt: „Unbeschreibliches Gefühl“
Nach seinem Debüt für Deutschland sprach Führich mit DFB.de über das Gefühl, Nationalspieler zu sein. Auf die Frage, wie es klingt, erster Debütant unter Julian Nagelsmann zu sein, antwortet Führich: „Sehr gut. Es ist ein unbeschreibliches Gefühl, diesen Schritt geschafft zu haben, sehr schwer zu beschreiben. Es ist ein Traum für mich in Erfüllung gegangen, für die deutsche Nationalmannschaft zu spielen. Ein Traum, den ich schon als Kind hatte. Dieser Moment war ein ganz besonderer.“ Bleibt abzuwarten, ob der Stuttgarter beim Länderspiel gegen Mexiko in der Nacht auf Mittwoch eine weitere Chance im Nationaldress erhält.
