Zweitliga-Abstiegskampf: Preußen Münster gewinnt gegen Hertha, Ulm zum Siegen verdammt

Im Abstiegskampf landete Preußen Münster den nächsten wichtigen Sieg und setzte den SSV Ulm 1846 Fußball unter Zugzwang: Jorrit Hendrix (l.) brachte die Adlerträger mit seinem Hacken-Traumtreffer in Führung und legte später das 2:0 nach.
Friso Gentsch/dpa- Preußen Münster gewinnt gegen Hertha BSC mit 2:0 im Abstiegskampf.
- Sie stehen nun auf Platz 14 der Tabelle, punktgleich mit Greuther Fürth und Eintracht Braunschweig.
- Jorrit Hendrix erzielte beide Tore für Münster.
- Ulm muss nun gegen den Hamburger SV gewinnen, um den Abstieg zu vermeiden.
- Spiel gegen Münster am 18. Mai entscheidet über Relegationsplatz.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Am Freitagabend blickte wohl ganz Ulm gespannt nach Münster. Dort spielten die Preußen gegen Hertha BSC. In der Vorwoche feierte der direkte Konkurrent des SSV Ulm 1846 Fußball einen furiosen 5:0-Sieg gegen Magdeburg und legte damit im Abstiegskampf vor.
Das gelang nun auch sieben Tage später. Mit 2:0 bezwangen die Münsteraner um Interimstrainer Christian Pander den Gegner aus Berlin. Jorrit Hendrix brachte die Preußen mit einem Doppelpack auf die Siegerstraße. Der 30-Jährige zauberte den Ball zunächst sehenswert von links außen mit der Hacke über die Linie (30.), legte später per Kopf nach (70.)
Preußen Münster legt vor
Damit stehen die Spatzen am Samstag (20.30 Uhr) beim Hamburger SV unter Zugzwang: Sie müssen im Volksparkstadion gewinnen, um das Endspiel um den Relegationsplatz am 18. Mai im Ulmer Donaustadion gegen Preußen Münster zu erzwingen. Ein Punkt gegen den HSV wäre zu wenig.
In Münster blieb die Schützenhilfe der Hertha, für die es am vorletzten Spieltag um nichts mehr ging, aus. Bereits zur Pause sprach der xGoal-Wert zur Pause sprach Bänder: Der Mit-Aufsteiger kam auf 0,72 während die Hertha keine einzige Chance vor dem gegnerischen Tor verbuchen konnte. Entsprechend lag die Statistik bei einer glatten Null. Mit 61 Prozent Ballbesitz waren die Berliner immerhin im Spiel. Die Offensiv-Gefährlichen Fabian Reese und Ibrahim Maza ließen ihr Können in den ersten 45 Minuten aber noch nicht einmal aufblitzen.
Nach der Pause zeigte sich die Hertha lebhafter und näherte sich zumindest mehrmals an den gegnerischen Strafraum an. Zu einer guten Möglichkeit kamen die Gäste zunächst aber nicht. Im Gegensatz zu Münster: Ein langer Einwurf von Spezialist und Kapitän Marc Lorenz fand wiederum Hendrix im Strafraum. Der konnte nahezu freistehend einköpfen – ein schlechtes Abwehrverhalten der Hertha (70.).
Sieben Minuten später lag Münster nicht nur mit zwei Toren in Führung, sondern war in der Schlussphase auch ein Mann mehr: Schiedsrichter Patrick Ittrich zückte die rote Karte gegen Linus Gechter nach einer grobfahrlässigen Grätsche (77.). Bis auf einen Lattentreffer (74.) und einen Abschluss von Reese (90.+5) blieben nennenswerte Chancen für die Hertha aus.
Münster verteidigte clever und leidenschaftlich und holte am Ende den verdienten Sieg. Es ist der zweite in Folge und unter Interimstrainer Christian Pander. Der hatte vor anderthalb Wochen für den freigestellten Aufstiegstrainer Sascha Hildmann übernommen. Ein Trainerwechsel, der sich auszahlt: Preußen steht vorläufig auf dem 14. Tabellenplatz und zieht punktgleich mit Greuther Fürth (15.) und Eintracht Braunschweig (16.).
Die Ulmer müssen nun beim HSV gewinnen, ansonsten steigen die Spatzen am vorletzten Spieltag nach nur einer Saison aus der 2. Bundesliga ab.


