Zweitliga-Abstiegskampf: Spatzen-Konkurrent Preußen Münster fertigt Magdeburg mit 5:0 ab!

Das war deutlich! Preußen Münster landet im Abstiegskampf einen 5:0-Sieg gegen den 1. FC Magdeburg.
Sebastian Christoph Gollnow/dpaDie Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Treffender könnte die Bezeichnung „Befreiungsschlag“ wohl nicht sein. Zumindest aus Sicht von Preußen Münster am Freitagabend. Mit 5:0 fertigte der Aufsteiger den 1. FC Magdeburg ab. Schon zur Halbzeit führten die Nordrhein-Westfalen nach Treffern von Jorrit Hendrix (12.) und einem Doppelpack von Marc Lorenz (15./43.) mit 3:0, Joshua Mees (52.) und Daniel Kyerewaa (54.) legten nach der Pause nach.
Ohnehin war Kapitän Lorenz überragender Spieler in Reihen der Adlerträger: Neben den zwei Toren lieferte er einen Assist und ein glänzendes Spiel, dessen Ergebnis nach fünf sieglosen Spielen in Folge so wohl niemand erwartet hatte. Vor allem nicht gegen Aufstiegskandidat 1. FC Magdeburg, der durch den 2:0-Sieg des SC Paderborn im Parallel-Spiel auf Schalke den Relegationsrang einbüßt.
Münster setzt die Spatzen unter Druck
Die Preußen hatten sich am Sonntag nach knapp fünf Jahren Zusammenarbeit von Aufstiegstrainer Sascha Hildmann getrennt. Die Nachfolge wurde intern geregelt: Ex-Profi Christian Pander, Kieran Schulze-Mahrmeling und Sören Weinfurtner übernahmen als Trio.
Der erhoffte Effekt hat sich unerwartet deutlich eingestellt. Mehr noch: Im Abstiegskampf setzt Preußen Münster ein dickes Ausrufezeichen und die Konkurrenz gehörig unter Druck. Allen voran den SSV Ulm 1846 Fußball.
Die Spatzen sind am Samstag (13 Uhr) gegen Hannover 96 gefragt – und nun gefordert nachzulegen. Mit einem Sieg kann die Mannschaft von Robert Lechleiter wieder punktgleich ziehen und gegebenenfalls den Relegationsplatz zurückholen. Entscheidend wäre dafür das Torverhältnis: Durch den Kantersieg stehen die Preußen in der Differenz um ein Tor besser da (Münster: 36:41; Ulm: 32:38).
Bei der Pressekonferenz am Freitagnachmittag hatte SSV-Trainer Lechleiter noch betont, dass man nicht „nach links und rechts“ schauen wolle, sondern sich auf das eigene Gelingen fokussiere. Dennoch dürfte das Ergebnis der Partie ob der Deutlichkeit für einen gewissen Schock gesorgt haben.Die erste Reaktion eines Ulmer Spielers ereilte die Redaktion der SÜDWEST PRESSE zufällig vor den Toren der Voith-Arena in Heidenheim.
„Dann müssen wir morgen wohl gewinnen“, sagte Torhüter Niclas Thiede, der sich den Bundesliga-Abstiegskracher zwischen dem VfL Bochum und dem 1. FC Heidenheim ansah. „Wenn die Kollegen schon mal so nah spielen, muss man sich das auch anschauen“, sagte der aus Bochum ausgeliehene Keeper, der am Samstag im Donaustadion mit dem SSV Ulm selbst um die nächsten wichtigen Punkte im Abstiegskampf spielen wird.

