SSV Ulm 1846 Fußball: Strompf ist Spatzen-Dauerbrenner – die Statistiken zur Winterpause

Raus aufs Spielfeld geht es für den SSV Ulm 1846 Fußball in den kommenden Wochen nicht. Es ist Winterpause. Auch abseits des Feldes geht Johannes Reichert als Kapitän voran.
Volkmar Könneke- SSV Ulm 1846 beendet die Hinrunde der Zweitliga-Saison 2024/25 auf Rang 16, ein Punkt vor dem Abstiegsplatz.
- Nur zwei Siege in der Halbserie; letzte vergleichbare Saison 1984/85 endete mit Abstieg.
- Schwächephase in den letzten 30 Minuten der Spiele: Torverhältnis 2:11.
- Strompf und Krattenmacher sind die Spieler mit den meisten Einsatzminuten.
- Fünf Heimspiele im Donaustadion waren ausverkauft.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Abpfiff in der 2. Bundesliga. Die Hinrunde der Saison 2024/25 ist beendet. Die Teams verabschieden sich in die kurze Winterpause. Mit dabei: Der SSV Ulm 1846 Fußball. Nach 23 Jahren Abstinenz gehören die Spatzen wieder zum Fußball-Unterhaus. Dort sind sie zur Halbzeit wie erwartet im unteren Tabellendrittel angesiedelt. Das sind die wichtigsten Statistiken zur Winterpause.
Das Team um Cheftrainer Thomas Wörle belegt den 16. Platz. Der Vorsprung auf den direkten Abstiegsrang 17 beträgt einen Punkt. Die Lage ist also ernst. In Ulm herrscht dennoch Ruhe und Zuversicht. Denn klar ist auch: Die Spatzen haben nur zwei Punkte Rückstand auf einen Nichtabstiegsplatz. Sie sind auf dem Weg, das erklärte Saisonziel zu erreichen.
Nur 1984/85 hatte der SSV Ulm weniger Siege in einer Halbserie
Der SSV Ulm 1846 Fußball war auf Augenhöhe mit allen Klubs der zweiten Liga. Selbst bei der höchsten Niederlage in Köln (0:2) zeigte die Wörle-Elf eine engagierte Leistung in Unterzahl. Umso bitterer, dass den Spatzen nur zwei Siege gelangen. Dem 3:1-Auswärtssieg in Elversberg folgte ein 3:1-Heimsieg gegen Braunschweig. Seitdem müssen die Fans warten. Auch am 17. Spieltag holten die Spatzen mit dem 0:0 in Münster zum zehnten Mal in Folge keinen Dreier.
Eine solche Halbserie ist historisch: Seit der Fusion zum SSV Ulm 1846 zur Saison 1970/71 hatten die Spatzen nur eine Halbserie mit weniger Dreiern: In der Zweitliga-Rückrunde 1984/85 blieb der SSV Ulm in damals 19 Spielen gänzlich ohne Sieg und stieg zum Saisonende ab.
Gehen den Ulmern die Kräfte aus? Die Tabelle nach 60 Minuten
Es wäre mehr drin gewesen in dieser Hinrunde. Das lässt zumindest der Blick auf die Tabelle nach 60 gespielten Minuten vermuten. Die Reihenfolge stellt einen krassen Gegensatz zur tatsächlichen Tabelle dar. Hier liegt der SSV Ulm auf Rang vier. Warum muss er dann um den Klassenverbleib statt um den Aufstieg kämpfen?
Der Grund liegt auf der Hand: In den letzten 30 Spielminuten kassierte der SSV Ulm 1846 Fußball deutlich mehr Gegentore als in den ersten 60 Spielminuten. Selbst trafen die Spatzen gegen Ende des Spiels kaum mehr. Das ernüchternde Torverhältnis: 2:11.
Die Zweitliga-Aufsteiger im Vergleich
Die Tabellennachbarn sind dem SSV Ulm 1846 Fußball bekannt. Schon in der vergangenen Drittliga-Saison hießen zwei der engsten Konkurrenten Preußen Münster und Jahn Regensburg. Im Gegensatz zum Vorjahr hat Münster die Oberhand, liegt in der Zweitliga-Tabelle vor den Mit-Aufsteigern Ulm und Regensburg. Das war im Saisonverlauf nicht immer so. Die beste Platzierung hatte Regensburg nach dem Heimsieg über Ulm am zweiten Spieltag inne: Rang elf. Doch schon seit der Niederlage gegen Preußen Münster am sechsten Spieltag rangieren die Oberpfälzer auf dem letzten Platz.
Seit Gründung der eingleisigen 3. Liga zur Saison 2008/09 stiegen 15 der 41 Aufsteiger direkt wieder ab. In der vergangenen Saison traf es gleich zwei von drei Aufsteigern: Osnabrück als Tabellenletzter und Wiesbaden als Unterlegener in der Relegation. Eine kurze Analyse der vergangenen sechs Spielzeiten zeigt zudem: In jeder Saison landeten mindestens zwei der drei Mannschaften zum Saisonende auf Rang 16 bis 18, wenn sie schon zur Winterpause einen dieser Plätze innehatten.
Die Dauerbrenner beim SSV Ulm: Strompf trotz Sperren vorne
Die meiste Einsatzzeit sammelte Philipp Strompf – obwohl der Blondschopf zweimal gesperrt fehlte. Wenn er spielberechtigt war, stand er in der Startelf und spielte durch. Spielminuten in allen 17 Hinrunden-Partien sammelte nur ein Ulmer: Maurice Krattenmacher. Die Bayern-Leihgabe wurde viermal eingewechselt und elfmal ausgewechselt. Nur zweimal stand er die volle Spielzeit auf dem Platz. Ganz anders stellt sich das dar bei Marvin Seybold, Niklas Kölle, Lukas Ahrend und Julian Kudala. Sie blieben außen vor und hatten keinen Einsatz in der Hinrunde. Der gebürtige Ulmer Andreas Ludwig kommt immerhin auf eine Spielminute.
Diese Ulmer Spieler hatten in der Zweitliga-Hinrunde die meiste Einsatzzeit:
- Philipp Strompf: 1347 Minuten
- Romario Rösch: 1311 Minuten
- Niklas Kolbe: 1230 Minuten
- Maurice Krattenmacher: 1160 Minuten
- Dennis Chessa: 1112 Minuten
Die Sünderkartei des SSV Ulm 1846 Fußball in der Zweitliga-Hinrunde:
- Max Brandt: 5 Gelbe Karten, 1 Rote Karte (gegen Köln)
- Philipp Strompf: 5 Gelbe Karten, 1 Gelb-Rote Karte (gegen Magdeburg)
- Philipp Maier: 5 Gelbe Karten
- Dennis Chessa: 5 Gelbe Karten
- Romario Rösch: 4 Gelbe Karten
Das sind die besten Scorer des SSV Ulm in der Zweitliga-Hinrunde:
- Maurice Krattenmacher: 7 Punkte
- Semir Telalovic: 5 Punkte
- Felix Higl: 4 Punkte
- Dennis Chessa: 4 Punkte

Gelb-Rot! Philipp Strompf wurde beim Spiel in Magdeburg gegen den 1. FCM des Feldes verwiesen. Zwei Spiele später fehlte er erneut, diesmal aufgrund seiner fünften Verwarnung. Trotzdem ist der Ersatz-Kapitän der Dauerbrenner beim SSV Ulm 1846 Fußball.
Andreas Gora/dpaFünfmal war das Donaustadion ausverkauft
Das Interesse am SSV Ulm 1846 Fußball ist in der Doppelstadt an der Donau groß. Bei fünf der acht Heimspielen waren alle Tickets restlos vergriffen, auch beim DFB-Pokal-Spiel gegen den FC Bayern München blieben keine Plätze leer. Seit diesem Sommer passen sogar mehr Zuschauerinnen und Zuschauer ins Donaustadion als in der Vorsaison. Durch eine Verbreiterung der Fluchttore am Block E sind dort 400 Stehplätze mehr zugelassen.
Diese drei Spiele im Ulmer Donaustadion waren nicht ausverkauft:
- 3. Spieltag, SSV Ulm gegen Fortuna Düsseldorf: 13.326
- 7. Spieltag, SSV Ulm gegen Eintracht Braunschweig: 13.607
- 14. Spieltag, SSV Ulm gegen Greuther Fürth: 15.599

Das Donaustadion war in der Hinrunde der Zweitliga-Saison 2024/25 fünfmal ausverkauft. Nur drei Heimspiele des SSV Ulm 1846 Fußball verfolgten weniger als 17.400 Zuschauerinnen und Zuschauer live vor Ort.
Volkmar Könneke





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