Dennis Chessa
: Marktwert, Erfolge, Familie – Der SSV Ulm Spieler im Porträt

Der Günzburger Dennis Chessa ist Außenstürmer beim SSV Ulm 1846 Fußball. Alle Infos zu seiner Karriere hier im Überblick.
Von
Elias Hoffmann
Ulm
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Der nächste Doppelpack: Dennis Chessa schießt den SSV Ulm 1846 Fußball zum 2:1-Heimsieg gegen RW Essen.

So lief das Heimspiel SSV Ulm weiss gegen RW Essen rot

Seit seiner Rückkehr nach Ulm im Sommer 2022 sah man Dennis Chessa häufig in Jubelpose. So auch hier beim Drittliga-Spiel im Donaustadion gegen Rot-Weiß Essen.

Matthias Kessler
  • Dennis Chessa, geboren 1992 in Günzburg, ist Offensivspieler beim SSV Ulm 1846.
  • Er spielte u.a. für Bayern München, VfR Aalen und KFC Uerdingen.
  • 2023/24 war er zweitbester Torschütze bei Ulm und trug zum Aufstieg in die 2. Bundesliga bei.
  • Sein Vertrag läuft bis 2025, Marktwert beträgt 300.000 Euro.
  • Chessa ist verheiratet, hat zwei Kinder und lebt in Heidenheim.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Dennis Chessa ist ein deutscher Rechtsaußen beim SSV Ulm 1846 Fußball. Er wurde beim SSV Ulm und dem FC Bayern München ausgebildet. Einige Jahre spielte Chessa als Außenverteidiger. Eigentlich versteht er sich aber als Offensivspieler. Das stellte er in der Drittligasaison 2023/24 unter Beweis: Der beidfüßige Günzburger war vereinsintern zweitbester Torschütze.

Alle wesentlichen Informationen und Fakten zu Dennis Chessa findet ihr hier.

Dennis Chessa im Steckbrief

Dennis Chessa wurde am 19. Oktober 1992 in Günzburg geboren. Er hat sardische Wurzeln: Sein Großvater väterlicherseits stammte von der italienischen Insel. Deshalb spricht man seinen Nachnamen eigentlich „Kessa“ aus. Sein Vater Marco (* 1966) und sein Bruder Julian (* 1996) sind ebenfalls Fußballer. In der Saison 2003/04 war Marco Chessa Co-Trainer der Oberliga-Mannschaft des SSV Ulm 1846.

Dennis Chessa ist verheiratet und Familienvater. Seine Frau lernte er während seiner Zeit beim KFC Uerdingen in Krefeld kennen. Sie stammt aus Pirmasens, wo seine beiden Söhne getauft wurden. Der Jüngere der beiden wurde dort geboren.

Ein Steckbrief zu Dennis Chessa mit allen Infos im Überblick:

  • Name: Dennis Chessa
  • Spitzname: Chess
  • Geburtstag: 19. Oktober 1992
  • Sternzeichen: Waage
  • Größe: 179 cm
  • Geburtsort: Günzburg, Bayern
  • Wohnort: Heidenheim
  • Staatsangehörigkeit: Deutsch
  • Position: Außenbahn offensiv
  • Aktueller Verein: SSV Ulm 1846 Fußball
  • Trikotnummer: 11
  • Instagram: @chess_92

Vertrag und Markwert: Dennis Chessa bis 2025 beim SSV Ulm

Dennis Chessa ist seit dem 1. Juli 2022 an den SSV Ulm 1846 Fußball gebunden. Im vergangenen Drittliga-Jahr verdoppelte sich sein Marktwert. Der Günzburger war mit einem Wert von 150.000 Euro in die Saison gestartet. Dieser Wert erhöhte sich nach einem Update am 20. März 2024 um 100.000 Euro, zum Saisonende 2023/24 taxierte das Portal transfermarkt.de Chessas Marktwert auf 300.000 Euro. Den höchsten Marktwert seiner Karriere hatte er im Dezember 2016 als Spieler des SV Ried (350.000 Euro). Chessas Vertrag beim SSV Ulm läuft nach derzeitigem Stand bis zum 30. Juni 2025. Er hatte 2022 ein Dreijahrespapier unterschrieben, da er mit seiner jungen Familie seltener umziehen wollte.

Ulm, SSV Ulm 1856, F-Jugend (männlich), Mannschaft, Württembergischer Hallenmeister: Zur Mannschaft gehörten: Marco Kücha, Patrick Gerth, Paul Ludolph, Marcel Madeo, Dominic Fauß, Onur Mestan, Maximilian Göttler, Vincent Elze, Stefan Pflum, Marcel Ost, Dennis Krüger, Franz Lanfermann, Roland Wolff und Dennis Chessa. Trainer ist Angelo Gallo, Co-Trainer Domenico Madeo.

Mit der F-Jugend des SSV Ulm 1846 gewann Dennis Chessa (rechts oben) den württembergischen Hallenmeistertitel: Zur Mannschaft gehörten: Marco Kücha, Patrick Gerth, Paul Ludolph, Marcel Madeo, Dominic Fauß, Onur Mestan, Maximilian Göttler, Vincent Elze, Stefan Pflum, Marcel Ost, Dennis Krüger, Franz Lanfermann und Roland Wolff. Trainer ist Angelo Gallo, Co-Trainer Domenico Madeo.

Privat/Archiv

Karriere: Wie es der Günzburger Chessa zum Profi schaffte

In der schwäbischen Provinz Bubesheim begann Dennis Chessa als Kleinkind mit dem Fußball. Schon als F-Jugend-Spieler wagte er den Schritt zum SSV Ulm 1846, wo er auch als Balljunge und Einlaufkind der Profi-Mannschaft zujubelte. Bei den Spatzen blieb das Talent neun Jahre lang. Besonders erfolgreich war seine vorerst letzte Saison im schwarz-weißen Dress. Trainer Marco Pezzaiuoli berief Chessa im Winter 2007 erstmals in die deutsche U16-Nationalmannschaft. Viermal kam er für die Pezzaiuoli-Elf zum Einsatz, auch eine Tunesien-Reise machte er mit. Im Verein lief es ebenfalls hervorragend. Unter der Leitung seines Vaters und gemeinsam mit Spielern wie Johannes Reichert oder Simon Zoller gewannen die Spatzen den Oberligameistertitel und stiegen in die B-Junioren-Bundesliga auf.

Dort spielte er ab der Saison 2008/09 aber nicht für die Ulmer, sondern für den Nachwuchs des FC Bayern München. Schon im Dezember 2007 hatte der damalige Realschüler den Bayern zugesagt. „Damit ist mein Traum erfüllt. Ich wollte schon immer für den besten deutschen Verein spielen“, hatte der 15-Jährige den Wechsel begründet. Nach wenigen Wochen im FCB-Jugendinternat, in das er zeitgleich mit David Alaba einzog, sagte Chessa der SÜDWEST PRESSE: „Hier ist alles anders: Höheres Tempo, härterer Körpereinsatz im Training, größerer Konkurrenzkampf.“

Dennis Chessa vor Beginn der Saison 2023/24 und in der Ulmer B-Jugend

Dennis Chessa vor Beginn der Saison 2023/24 (links) und in der Ulmer B-Jugend.

SSV Ulm 1846 Fußball; Volkmar Könneke

Ein Konkurrenzkampf, der es ihm nicht leicht machte. Von der Offensive ging es in die Defensive. Weil er sich dort größere Chancen auf einen Profivertrag versprach, wurde er zum Linksverteidiger umgeschult. Nach der A-Jugend reichte es allerdings nicht für einen Platz im Kader des deutschen Rekordmeisters. Stattdessen spielte er ab 2010 für die Zweitvertretung der Bayern in der Regionalliga. Mit ihr gewann er 2014 als Stammspieler unter Erik ten Hag den Meistertitel.

Zur Saison 2014/15 zog es Dennis Chessa zum VfR Aalen auf die Ostalb. Dort kam er in zwei Jahren auf 16 Zweitliga-Einsätze und 19 Drittliga-Partien. „In der zweiten Liga zu spielen war schon top, mit den Stadien, den vielen Zuschauern und den großen Traditionsvereinen“, sagte Chessa 2022 im Gespräch mit dieser Zeitung. Es folgte ein Jahr in der österreichischen Bundesliga beim SV Ried.

Aus dem ländlichen Oberösterreich ging es im Sommer 2017 in den dicht besiedelten Ruhrpott zum ambitionierten KFC Uerdingen. Die Mannschaft war gerade erst aus der Oberliga in die Regionalliga West aufgestiegen, bekam aber kräftige Unterstützung durch einen russischen Investor. Die Devise: Meistertitel und Aufstieg in die 3. Liga. Das gelang auf Anhieb. In der darauffolgenden Saison lautete die Zielvorgabe gleich, erneut wurden mit Weltmeister Kevin Großkeutz und Co. namhafte Spieler verpflichtet. Für Chessa war es eine schwierige Saison im sportlichen Abseits. In der 3. Liga erhielt er kaum Spielzeit.

SSV Ulnm Aufstieg Fussball: SSV Ulnm Aufstieg Fussball

Dennis Chessa feierte im Mai 2023 den Aufstieg in die 3. Liga: „Der SSV spielt wieder bundesweit“, war das Motto der Aufstiegsshirts.

Volkmar Könneke

Einen Neuanfang wagte er in der Heimatstadt seiner Frau, Pirmasens. Beim ortsansässigen Fußballklub lief er in der Regionalliga Südwest auf. In Pirmasens kehrte er ins Mittelfeld zurück, agierte als torgefährlicher Stratege der Mannschaft. Nach zwei Jahren wechselte er innerhalb der Liga zum TSV Steinbach Haiger. In 35 Regionalliga-Spielen traf er zwölfmal.

Dann ging es zurück in die Heimat zum SSV Ulm 1846 Fußball. Im ersten Jahr stieg Chessa mit den Spatzen in die dritte Liga auf, ein Jahr später folgte der Durchmarsch in die 2. Bundesliga. Mit acht Treffern trug er als zweiterfolgreichster Torschütze zum Erfolg in der Saison 2023/24 bei. Zum Zweitliga-Saisonstart stand Chessa weiterhin in der Ulmer Startelf.

Die Stationen von Dennis Chessa im Überblick:

  • Heimatverein bis 1999: SC Bubesheim
  • 1999–2008: SSV Ulm 1846
  • 2008–2014: FC Bayern München
  • 2014–2016: VfR Aalen
  • 2016–2017: SV Ried
  • 2017–2019: KFC Uerdingen
  • 2019–2021: FK Pirmasens
  • 2021–2022: TSV Steinbach Haiger
  • seit 01.07.2022: SSV Ulm 1846 Fußball

Dennis Chessa: Das sind seine Erfolge und Auszeichnungen

Dennis Chessa kann auf viele Erfolge und persönliche Auszeichnungen zurückblicken. Insbesondere in den Regionalligen sammelte er bereits Titel:

Erfolge im Verein

  • B-Junioren-Oberligameister und Aufstieg in die B-Junioren-Bundesliga: 2007/08
  • Meister der Regionalliga Bayern: 2014
  • Meister der Regionalliga West: 2018
  • Niederrheinpokal-Sieger: 2019
  • Meister der Regionalliga Südwest: 2022/23
  • Drittliga-Meister: 2023/24

Persönliche Auszeichnungen

  • Berufung in die deutsche U16- und U17-Nationalmannschaft
  • Drei Berufungen in die „Elf des Tages“ und einmal zum „Spieler des Spieltags“ des Sportmagazins Kicker während der Saison 2023/24

FC 25: So wird Dennis Chessa von EA Sports bewertet

Seit dem Aufstieg des SSV Ulm 1846 Fußball in die 3. Liga können Gamer bei der Fußball-Simulation von EA Sports auch mit den Spatzen spielen. In „EA SPORTS FC 24“, dem Nachfolger von „FIFA 23“, bekam Dennis Chessa zu Saisonbeginn 2023/24 den Gesamtwert 62. Damit lag der Mittelfeldakteur auf Rang 13.061.

Seine Bewertung stieg für das Spiel „EA SPORTS FC 25“ um vier Punkte an, sodass Chessa inzwischen den Gesamtwert 66 zugeschrieben bekommt. Seine weiteren Werte sind wie folgt:

  • Tempo: 70
  • Schüsse: 60
  • Passen: 63
  • Dribbling: 67
  • Defensive: 51
  • Physis: 60

Die SSV-Ulm-Spieler im Porträt

SSV Ulm 1846

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