DFB verlangt 10.200 Euro
: Trotz Abstieg! Nächste Pyro-Strafe für den SSV Ulm

Der DFB bittet Drittligist SSV Ulm 1846 erneut wegen eines Vergehens aus der vergangenen Zweitliga-Saison zur Kasse. Wieder mal ist eine Fan-Choreografie teuer.
Von
Elias Hoffmann
Hamburg/Ulm
Jetzt in der App anhören
Hamburger SV - SSV Ulm 1846: 10.05.2025, Hamburg: Fußball: 2. Bundesliga, Hamburger SV - SSV Ulm 1846, 33. Spieltag, Volksparkstadion. Fans von Ulm zünden vor dem Spiel Pyrotechnik. Foto: Marcus Brandt/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

Fans des SSV Ulm 1846 Fußball zünden vor dem Spiel im Volksparkstadion gegen den Hamburger SV Pyrotechnik.

Marcus Brandt/dpa
  • DFB verhängt 10.200 Euro Strafe gegen SSV Ulm wegen Pyrotechnik beim HSV-Spiel im Mai.
  • Fans zündeten 14 Blinker und 3 Bengalos, bevor der Abstieg in die 3. Liga besiegelt war.
  • Bereits letzte Woche: 600 Euro Strafe für Rauchkörper-Choreografie beim Saisonfinale.
  • In der 3. Liga sind Pyro-Strafen günstiger – 250 Euro weniger pro Bengalo als in Liga 2.
  • Beim HSV-Spiel reisten 4800 Ulm-Fans an; SSV verlor trotz Führung mit 6:1.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Kein Erbarmen vonseiten des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) – Trauer schützt eben vor Strafe nicht. Das Sportgericht des DFB hat den SSV Ulm 1846 Fußball zu einer Geldstrafe verurteilt. 10.200 Euro müssen die Spatzen zahlen, weil ihre Fans beim Auswärtsspiel am 33. Zweitliga-Spieltag im vergangenen Mai in Hamburg zündelten – zugegebenermaßen noch bevor der Abstieg in die 3. Liga besiegelt war: Schon in der ersten Spielminute zählte der DFB 14 Blinker sowie drei Bengalische Feuer aus dem SSV-Fanblock.

Knapp 4800 Fans waren aus Ulm in die Hansestadt gereist, um den SSV beim Flutlichtspiel am Samstagabend (10. Mai) im Volksparkstadion anzufeuern. Mit einem überraschenden Sieg gegen den späteren Bundesliga-Aufsteiger wäre der Klassenverbleib noch drin gewesen für die Elf von Trainer Robert Lechleiter. Die begann damals forsch, war zunächst die bessere Mannschaft und ging mit 1:0 in Führung. Später vergab Semir Telalovic vom Elfmeterpunkt die Chance auf das 2:1 – ab dann zeigte die Leistungskurve nach unten. Der HSV dominierte und gewann mit 6:1. Der Abstieg des SSV Ulm stand fest.

Pyro-Vergehen sind in der 3. Liga billiger

Erst in der vergangenen Woche hatte der DFB eine 600 Euro Geldstrafe gegen den SSV Ulm 1846 Fußball ausgesprochen. Der Grund: Am letzten Spieltag der vergangenen Zweitliga-Saison entzündeten Ulmer Fans im D-Block des Donaustadions einen Rauchkörper zur Choreografie „Unser Leben ist der Fußball und dieser Tanz ist heiß“. Es war eine von zahlreichen Urteilen gegen die Spatzen, die nach dem Abstieg in die 3. Liga bei ähnlichen Verstößen künftig immerhin weniger zahlen müssen: 250 Euro ist die Strafe beim Abbrennen eines Bengalos je Gegenstand billiger als in der zweiten Liga.

SSV Ulm 1846

Sie möchten wissen, was bei den Fußballern des SSV Ulm 1846 los ist? Die Sportredaktion informiert Sie über die Top-Neuigkeiten zum SSV Ulm.

Zum Whatsapp Kanal Zum Podcast