HSG schafft Aufstieg in 3. Liga
: „Wunder von Albstadt“ geschafft​

Die HSG Albstadt gewinnt das letzte Regionalliga-Spiel beim VfL Waiblingen mit 36:30 (20:14).
Von
Rainer Jock
Waiblingen/Albstadt
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HSG Albstadt

Grenzenloser Jubel bei den Männern HSG Albstadt. Das Team von Andreas Wendel steigt tatsächlich in die 3.Liga auf.

Privat
  • HSG Albstadt steigt nach 36:30 in Waiblingen in die 3. Liga auf.
  • Vizemeisterschaft gesichert – man folgt TSB Schwäbisch Gmünd direkt nach oben.
  • Matchwinner Gregor Thomann mit 10 Toren, Bruder Julian traf 7-mal.
  • Schlüsselphase vor der Pause: 6:1-Lauf zum 20:14, Fans trieben das Team an.
  • Coach Wendel zeigte sich stolz, Kapitän Lebherz traf im letzten Spiel doppelt.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Am Ende des letzten Saisonspiels gab es nur noch grenzenlosen Jubel auf der Gästeseite. Mit einem 36:30 (20:14) haben die Handballer der HSG Albstadt den Aufstieg gepackt und folgen dem Erstplatzierten TSB Schwäbisch Gmünd in die 3. Liga.

Vor dem Spiel beim VfL Waiblingen war die Ausgangslage klar. Die HSG musste im Kampf um den zweiten Aufstiegsplatz unbedingt punkten, während es für die im Abstiegskampf schon längst gesicherten Waiblinger „Tigers“ nur noch um einen versöhnlichen Saisonabschluss ging. Doch nach sehenswerten 60 Minuten Vollgashandball am 30. Spieltag steht fest - Die Zollernalb-Ballwerfer, welche sich mit großer Anhängerschar in zwei vollbesetzten Bussen auf die Reise in den Rems-Murr-Kreis aufmachten, sicherten sich die Vizemeisterschaft und lösten damit das direkte Ticket für die 3. Liga.

Thomann-Brüder treffsicher

Mit zehn Toren stach Rechtsaußen Gregor Thomann erneut als Matchwinner heraus. Sein Bruder Julian stand ihm mit sieben erfolgreichen Einschüssen in nichts nach. Erneut konnten die Schwarz-Roten sich als geschlossene Einheit präsentieren, bei der jeder für jeden kämpfte. Am Ende trugen sich zehn Feldspieler in den Spielbericht erfolgreich mit mindestens einem Torerfolg ein.

Top eingestellt und hoch konzentriert wollten die Albstädter in der Rundsporthalle von Beginn an nichts anbrennen lassen. Gleich die ersten Tore gingen auf die Seite der Gäste. Noa Alilovic und Kreisspieler Fabian Mayer markierten das frühe 2:0 für die HSG. Auch Patrick Lebherz, der in der Vorwoche im Heimspiel gegen den TV Neuhausen/Erms auf seiner rechten Rückraumposition für mächtig Betrieb gesorgt hatte, zeigte sich gut aufgelegt und netzte in der Folge, beim 2:4 (5.) doppelt ein. Danach beorderten die beiden Unparteiischen Alilovic mit einer Zeitstrafe zum Zuschauen. Waiblingen nutzte die zahlenmäßige Überlegenheit postwendend aus und erzielte durch Keeper Levin Stasch ins verwaiste Gästetor den 4:4-Ausgleich (7.).

Danach lieferten sich beide Teams einen ausgeglichen Schlagabtausch, bei dem Keeper Edis Camovic mehr und mehr zum Faktor für die Gäste wurde. Erneut zeigte sich der scheidende Torsteher gut aufgelegt und nahm einige Bälle der „Tigers“ weg. Nach einer nervösen und zerfahrenen Phase mit Ballverlusten und vielen Fehlwürfen auf beiden Seiten konnte sich die HSG kurz vor der Pause einen großen Vorteil sichern, als die Gäste es schafften, in doppelter Unterzahl eiskalt zuzuschlagen. Von 13:14 (24.) stellten die Gäste binnen weniger Minuten mit einem 6:1-Lauf auf 20:14 zur Pause.

HSG-Fans ein großer Faktor

Nach Wiederanpfiff peitschten die zahlreichen HSG-Fans ihre Mannschaft weiter nach vorne. Julian Thomann brachte die Gäste mit einem sehenswerten Tor mit 21:14 in Front. Nach weiteren zehn Minuten führte die HSG noch immer beruhigend mit fünf Toren (23:28). Waiblingen gab sich aber noch nicht geschlagen und verkürzte beim 26:29 auf minus drei Treffer (45.).

Wendel nahm die Auszeit und stellte seine Schützlinge auf die heiße Schlussphase ein. Nach der Auszeit sah VfL-Abwehrkante Prasolov die dritte Zeitstrafe und musste fortan das Geschehen von außen verfolgen. Albstadt spielte den Vorsprung von vier, fünf Toren clever herunter. Nach einem Doppelpack von Kapitän Patrick Lebherz, der für die HSG sein letztes Spiel absolvierte und dem Treffer von Dennis Fuoß  zum 35:29 für die Gäste, war im schwarz-roten Fanlager Ekstase angesagt. Waiblingen war geschlagen und die Wendel-Schützlinge lagen sich nach dem Ertönen der erlösenden Schlusssirene nur noch in den Armen. „Ich bin unfassbar stolz auf die Jungs. Jetzt heißt es kräftig am Kabel ziehen und durchfeiern“, sagte HSG-Coach Andreas Wendel in überschwänglicher Freude.

VfL Waiblingen – HSG Albstadt 30:36

HSG Albstadt: Edis Camovic, Julian Mayer – Gregor Thomann (10/1), Julian Thomann (7), Noa-Gabriel Alilovic (5), Patrick Lebherz (5), Fabian Mayer (4), Elias Flügel (1), Simon Flügel (1), Lasse Fuchs (1), Dennis Fuoß (1), Fynn Menzel (1), Magnus Betz, Tim Bänsch, Samuel Hartmann, Vladimir Tadic.