Fußball-WM 2026: Warum viele Italiener jetzt Deutschland die Daumen drücken

Italienische Fans verfolgen trotz des Ausscheidens ihrer Nationalmannschaft die WM 2026 weiter: viele drücken dabei diesmal der deutschen Nationalmannschaft die Daumen.
IMAGO/Alfio Marino- Italien verpasst zum dritten Mal in Folge die Qualifikation für die WM 2026.
- Viele Fans schauen trotzdem zu – oft fiebern sie mit der deutschen Nationalmannschaft mit.
- In der Community fehlt ohne Squadra Azzurra die übliche Straßenstimmung und Autokorsos.
- Zitate zeigen Ironie und Leidenschaft, doch die Enttäuschung bleibt spürbar.
- Hoffnung bleibt, Italien in vier Jahren wieder auf der großen Bühne zu sehen.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Für italienische Fußballfans ist die WM 2026 eine schmerzhafte Angelegenheit. Zum dritten Mal in Folge hat die Squadra Azzurra die Qualifikation verpasst.
Doch obwohl Italien erneut nur zuschauen kann, bleibt das WM-Fieber in der Community ungebrochen, die Leidenschaft für das Turnier überdauert die Enttäuschung.
WM-Fieber trotz Expertenstatus auf dem Sofa
Sobald eine Fußball-Weltmeisterschaft beginnt, werden aus Gelegenheitszuschauern schnell Experten. Millionen Menschen diskutieren über Aufstellungen, Taktiken und strittige Entscheidungen: oft unabhängig davon, wie intensiv sie das Fußballjahr über verfolgt haben. Kaum ein Sportereignis entfaltet eine vergleichbare emotionale Wirkung wie eine Fußball-WM.
Zuschauerrolle statt große Bühne
Für Italien bedeutet das Turnier diesmal jedoch eine ungewohnte Perspektive. Während sich der Rest der Fußballwelt auf die Spiele vorbereitet, bleibt vielen Fans der Squadra Azzurra erneut nur die Zuschauerrolle. Der dreifache Ausfall bei der WM-Qualifikation ist ein bitterer Rückschlag für eine Nation, die traditionell zu den prägenden Kräften des Weltfußballs zählt.
Deutschland als Ersatzfavorit
Trotzdem ist das Interesse am Turnier in der italienischen Community groß. Unser Redakteur Giovanni De Nitto hat sich umgehört und festgestellt: Viele Italiener fiebern weiterhin mit, nur eben ohne eigene Mannschaft. Auffällig häufig fällt dabei der Blick auf die deutsche Nationalmannschaft. Nicht wenige drücken dem Team von Julian Nagelsmann die Daumen, auch weil sie in Deutschland leben, arbeiten oder familiäre Verbindungen haben. Fußball wird weiterhin leidenschaftlich diskutiert, nur die Farben auf dem Platz haben sich verschoben.
„Dieses Mal kann ich wenigstens entspannt zuschauen“, sagt ein Fan mit einem Augenzwinkern. Ein anderer ergänzt: „Wenn Italien nicht dabei ist, bleibt mir wenigstens das Zittern im Elfmeterschießen erspart.“ Und auch die klassische Fachsimpelei gehört weiter dazu: „Abseits verstehe ich bis heute nicht, aber ich erkenne sofort, wenn der Schiedsrichter falsch liegt.“
Leere Straßenbilder ohne Squadra Azzurra
Gleichzeitig zeigt sich, was fehlt: Ohne die Squadra Azzurra bleiben die italienischen Autokorsos und Hupkonzerte aus, die bei großen Turnieren sonst zum Straßenbild gehören: ein Bild, das wohl die wenigsten wirklich vermissen werden. Dafür könnten diesmal andere Communitys einspringen: etwa kroatische, bosnische oder türkische Fans, die bei großen Turnieren traditionell ebenfalls für viel Stimmung auf den Straßen sorgen.
Hoffnung auf ein Wiedersehen
Die Enttäuschung über die verpasste Qualifikation sitzt dennoch tief. Giovanni De Nitto wartet seit zwölf Jahren darauf, gemeinsam mit seinem Sohn Italien wieder bei einer Weltmeisterschaft erleben zu können: sein Sohn ist inzwischen 14 Jahre alt, eine WM mit Italien haben die beiden bislang praktisch nie zusammen verfolgen können, weil er damals noch zu jung war. Wenn er selbst zurückdenkt, erinnert er sich an die Zeiten, als er die Spiele noch gemeinsam mit seinem Vater geschaut hat: Erlebnisse, die ihm bis heute in besonderer Erinnerung geblieben sind. Umso größer ist der Wunsch, diese Erfahrung irgendwann auch mit seinem eigenen Sohn teilen zu können.
Und doch bleibt die Hoffnung, dass dieser Moment irgendwann kommt. Vielleicht liegt genau darin der Reiz einer Weltmeisterschaft: Für ein paar Wochen rückt der Alltag in den Hintergrund, neue Favoriten entstehen, und Fußball verbindet, auch jene, die diesmal nur zuschauen können. Oder wie es ein italienischer Fan zusammenfasst: „Das Schönste an der WM? Dass man trotzdem wieder einschaltet.“
Italien ist dabei nicht allein: Auch andere Communities in Deutschland, etwa aus Griechenland, Serbien, Polen, Rumänien oder Ungarn, verfolgen die WM mit besonderer Leidenschaft und sorgen für internationale Fußballstimmung abseits der eigenen Nationalmannschaft. Geteiltes Leid ist bekanntlich halbes Leid.


