Fußball-WM 2026: WM-Experten-Trio: Wie weit kommt Deutschland? Schilling, Fischer und Pflumm geben ihre Tipps ab

Unser Experten-Trio blickt auf die Fußball-Weltmeisterschaft und dabei besonders auf die deutsche Nationalmannschaft.
Kara- Drei regionale Trainer analysieren Deutschlands Chancen bei der Fußball-WM 2026.
- Einigkeit beim Ziel: Deutschland soll die Gruppe gegen Curaçao, Ecuador, Elfenbeinküste gewinnen.
- Stärken sehen sie in der Offensive, doch die Defensive und Stabilität bleiben Prüfsteine.
- Schilling hofft auf Deutschland, nennt Frankreich und Spanien als Favoriten – Fischer tippt Spanien.
- Pflumm erwartet Deutschland als Gruppensieger und setzt im Titelrennen auf England.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Deutschland startet mit großen Erwartungen in die Fußball-Weltmeisterschaft 2026 in den USA, Kanada und Mexiko. Doch wie stark ist die Mannschaft von Bundestrainer Julian Nagelsmann wirklich? Reicht es für den Titel oder droht erneut eine Enttäuschung wie bei den vergangenen Turnieren?
Wir haben drei ausgewiesene Fußballfachleute aus dem Zollernalbkreis um ihre Einschätzung gebeten: Michael Schilling, neuer Cheftrainer des Oberligisten TSG Balingen, Spielertrainer Stefan Fischer von den Sportfreunden Bitz und Fabio Pflumm vom FC Grosselfingen.
Das Trio spricht über die Stärken und Schwächen der deutschen Nationalmannschaft, die Chancen in der Gruppenphase gegen Curaçao, Ecuador und die Elfenbeinküste sowie die besonderen Reize dieser Weltmeisterschaft. Außerdem verraten die drei Experten, wem sie am Ende den WM-Pokal zutrauen.
Michael Schilling, Cheftrainer TSG Balingen (Oberliga)
Michael Schilling ist ein erfahrener Fußballtrainer mit deutsch-schweizerischem Hintergrund und neuer Chefcoach des Oberligisten TSG Balingen. Der 49-Jährige besitzt die UEFA-A-Lizenz und feierte beim 1. FC Rielasingen-Arlen als Cheftrainer bereits große Erfolge, darunter den Aufstieg in die Oberliga Baden-Württemberg sowie den Gewinn des südbadischen Verbandspokals. Der verheiratete Familienvater gilt als ausgewiesener Fachmann in der Talentförderung und beschreibt sich selbst als „Ausbildungstrainer“. Vor allem den jungen Spielern an der Eyach will er bewusst Raum zur Entwicklung geben.
Was macht die deutsche Mannschaft aktuell gut und wo sehen Sie noch Potenzial?
Die deutsche Nationalmannschaft zählt für mich bei einem großen Turnier immer zum Kreis der Titelfavoriten. Sie verfügt über enorme Qualität und zahlreiche starke Einzelspieler. Entscheidend wird sein, dass die Mannschaft als geschlossene Einheit auftritt. Gelingt das, traue ich Deutschland zu, sehr weit zu kommen und bis zum Schluss um den Titel mitzuspielen.
Mit Curacao, Ecuador und der Elfenbeinküste hat die Truppe von Julian Nagelsmann eine vermeintlich leichte Gruppe erwischt. Wie schneiden die Deutschen in der Vorrunde ab?
Ich hoffe und bin überzeugt, dass Deutschland die Gruppe gewinnen wird. Auf diesem Niveau gibt es keine einfachen Gegner, dennoch muss der Anspruch einer deutschen Nationalmannschaft ganz klar der Gruppensieg sein.
Was macht für Sie den besonderen Reiz dieser Fußball-WM aus?
Ich verfolge Fußball leidenschaftlich, sowohl live im Stadion als auch vor dem Fernseher. Für besondere Spiele stelle ich mir sogar den Wecker, wenn sie mitten in der Nacht stattfinden. Eine Weltmeisterschaft hat deshalb für mich immer einen ganz besonderen Reiz und sorgt schon lange vor dem Anpfiff für große Vorfreude.
Wer wird Fußball-Weltmeister 2026?
Ich hoffe natürlich, dass Deutschland Weltmeister wird. Ich denke aber auch, dass Frankreich und Spanien sehr gute Chancen auf den Titel haben werden. Ich bin sehr gespannt, welche Nation sich am Ende den WM-Titel sichern wird.
Stefan Fischer, Sportfreunde Bitz
Stefan Fischer stürmte in der zurückliegenden Spielzeit für den FC 07 Albstadt. In der neuen Runde zieht es ihn wieder zu den Sportfreunden Bitz, wo er zuvor fünf Jahre erfolgreich auf Torejagd gegangen war. Auf „Auchte“ übernimmt der 32-Jährige als Spielertrainer nun erstmals die Verantwortung als Übungsleiter. In früheren Jahren trug Stefan Fischer das Trikot des FV Rot-Weiß Ebingen. Er steht für offensiven Fußball.
Was macht die deutsche Mannschaft aktuell gut und wo sehen Sie noch Potenzial?
Die Vorbereitung der deutschen Mannschaft war ergebnistechnisch nicht so schlecht. Man muss aber auch daran erinnern, dass wir uns bei den letzten beiden Turnieren in der Gruppenphase enorm schwer getan haben. Aktuell gut finde ich die Offensive um Musiala, Wirtz und auch Kai Havertz, wobei ich finde, dass Lennart Karl dem Team da schon gut getan hätte. Potential sehe ich bei der Zielstrebigkeit, beim Zug in Richtung Tor. Da haperts manchmal ein bisschen, da ist die Mannschaft von nicht so eingespielt, wie beispielweise die Spanier. Das kann sich über so ein Turnier hinweg aber auch entwickeln.
Mit Curacao, Ecuador und der Elfenbeinküste hat die Truppe von Julian Nagelsmann eine vermeintlich leichte Gruppe erwischt. Wie schneiden die Deutschen in der Vorrunde ab?
Curacao ist der krasse Außenseiter in der Gruppe. Eine „vermeintlich leichte Gruppe“ würde ich angesichts der Elfenbeinküste und Ecuador nicht ganz so unterschreiben. Vor allem die Elfenbeinküste hat viel Tempo, was man jetzt auch im Testspiel gegen Frankreich gesehen hat. Mit Diomande und Doué haben sie Potential. Da könnte Kimmich auf Rechtshinten schon in Probleme kommen. Nichtsdestotrotz glaube ich schon, dass man die Vorrunde überstehen kann. Mit unserem Kader kann Platz eins in der Gruppe drin sein.
Was macht für Sie den besonderen Reiz dieser Fußball-WM aus?
Es gibt viele Störgeräusche bezüglich der Gastgeber Mexiko, USA und Kanada. Davon wird der Reiz einer solchen WM schon beeinflusst. Für jeden Fußballer ist eine WM jedoch etwas Besonderes. Mexiko verspricht viele Emotionen. Die USA hat mit den Stadion Riesenmöglichkeiten. Ich bin gespannt, wie das stimmungstechnisch rüberkommt. Ich hoffe, dass alles auf sportlicher Ebene bleibt und nicht von der Politik beeinflusst wird.
Wer wird Fußball-Weltmeister 2026?
Ich lege mich auf Spanien fest. Sie haben tolle Einzelspieler, nach vorne sehr viel Tempo und Kreativität. Das ist kein Hin-und-her-Geschiebe, sondern sie haben immer Zug zum Tor. Auch in den Eins-gegen-eins-Situationen sind sie stark. Sie stehen in der Abwehr sicher. Rodri strahlt in der Zentrale eine brutale Ruhe aus. Deswegen sehe ich Spanien vorne.
Fabio Pflumm, Spielertrainer FC Grosselfingen (Bezirksliga)
Fabio Pflumm musste mit seinem FC Grosselfingen bis zum letzten Spieltag kämpfen, ehe der Klassenerhalt in der Bezirksliga eingetütet war. Nun blickt er als Teil unseres Experten-Trios auf die Fußball-Weltmeisterschaft 2026 und die deutsche Nationalmannschaft.
Was macht die deutsche Nationalmannschaft aktuell gut – und wo sehen Sie noch Entwicklungspotenzial?
Fabio Pflumm: „Ich würde sagen, dass der Bundestrainer schon eine gute Mischung aus verschiedenen Spielertypen gefunden hat. Jetzt geht es für ihn und sein Trainerteam darum, die richtigen Spieler bestmöglich zusammenzubringen und gute Paare oder Grüppchen auf den verschiedenen Positionen zu finden.
Ich glaube auch, dass der Kader sehr gute Einwechselspieler hergibt. Wenn ich an den WM-Titel 2014 zurückdenke, war es im Laufe eines Spiels und im Laufe eines Turniers immer wichtig, auch noch weitere Spieler hinter der ersten Elf zur Verfügung zu haben, die dann entscheidenden Einfluss auf das Spiel und auf die Mannschaft nehmen können.
Mal schauen, wie es dann tatsächlich ist. Ich bin gespannt, wie stabil die Mannschaft vor allem in Drucksituationen ist – gerade wenn es in chaotische Spiele geht oder gegen vermeintlich bessere Teams. Entscheidend wird sein, wie stabil sie defensiv ist, ohne die eigene Gefährlichkeit nach vorn zu verlieren.“
Mit Curaçao, Ecuador und der Elfenbeinküste hat die Mannschaft von Bundestrainer Julian Nagelsmann auf dem Papier eine machbare Gruppe erwischt. Wie schneidet Deutschland aus Ihrer Sicht in der Vorrunde ab?
Fabio Pflumm: „Mit Curaçao, Ecuador und der Elfenbeinküste hat Deutschland wahrscheinlich schon eine vermeintlich leichtere Gruppe erwischt. Ich denke, Curaçao wird es sehr schwer haben. Ich kann mir kaum vorstellen, dass diese Mannschaft in der Gruppe punkten wird.
Mit Ecuador und der Elfenbeinküste warten aber zwei Gegner, die man erst einmal schlagen muss. Ecuador kann als südamerikanische Mannschaft sehr unangenehm zu spielen sein. Je nachdem, wo die Spiele stattfinden, kann das vielleicht auch ein Faktor werden – das weiß ich tatsächlich nicht genau.
Mittlerweile ist der Fußball so weit, dass jedes Land genügend Spieler mit Qualität hat. Viele Mannschaften haben einen klaren Plan und können dadurch auch gefährlich werden. Ich gehe trotzdem davon aus, dass Deutschland als Gruppensieger aus dieser Gruppenphase herausgehen wird. Den zweiten Platz werden dann wohl Ecuador und die Elfenbeinküste unter sich ausmachen.“
Was macht für Sie den besonderen Reiz dieser Fußball-Weltmeisterschaft aus?
Fabio Pflumm: „Gute Frage, das habe ich mich gerade auch kurz gefragt. Ich bin offen gestanden noch gar nicht so richtig im WM-Fieber. Dieses Mal ist das alles noch ein wenig weit weg.
Ich hoffe aber, dass ich möglichst viele Spiele schauen kann. Dadurch, dass die Anstoßzeiten für uns in Deutschland nicht immer ideal sind, ist es natürlich eher suboptimal, die WM so genau zu verfolgen, wie man es vielleicht gerne möchte. Die deutschen Spiele sind in der Gruppenphase zum Glück ganz ordentlich terminiert. Da ist es schon möglich, sie ohne größere Probleme schauen zu können.
Der Reiz an der WM ist für mich ein Stück weit die Möglichkeit und die Hoffnung, mit der Mannschaft wieder an alte Zeiten von 2014 anzuknüpfen.“
Wer wird Fußball-Weltmeister 2026?
Fabio Pflumm: „Das ist gar nicht so leicht zu beantworten. Ich denke, es sind die üblichen Verdächtigen, die da in der Verlosung sind. Aus meiner Sicht ist es sehr schwer, da jemanden klar herauszuheben.
Frankreich wird wahrscheinlich bei den meisten weit oben stehen, weil sie so viel individuelle Qualität haben und auch einen Spielstil mitbringen, der in einem Turnier erfolgreich sein kann. Trotzdem glaube ich, dass auch Deutschland eine gute Rolle spielen kann — hoffentlich. Wenn ich mich aber festlegen müsste, dann würde ich auf England tippen.“


