Fußball-Kreisliga A2
: Rangendingen hält lange mit, vier Kreis-Klubs stürzen ab

Vier von sieben: So viele Zollernalbkreis-Klubs haben die Fußball-Kreisliga A2 in dieser Saison verlassen müssen. Nur drei „Zollern“-Mannschaften aus der Liga bleiben der A-Klasse erhalten. Den Titel machten derweil zwei „Schwarzwälder“ Spielgemeinschaften unter sich aus.
Von
Matthias Zahner
Region
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Topspiel in der Kreisliga A2 zwischen dem SV Dietingen und Zimmern.

Topspiel in der Kreisliga A2 zwischen der SGM Böhringen/Dietingen und der SGM Zimmern II/Horgen (0:1).

Kara
  • Kreisliga A2: SGM Zimmern 2/Horgen holte den Titel mit 1:0 im Direktduell in Böhringen.
  • Rangendingen wurde Dritter mit 61 Punkten und verpasste die Relegation knapp.
  • Steinhofen hielt die Klasse als Achter, Burladingen rettete sich nach Trainerwechsel.
  • Abstieg für Stein, Ringingen/Killertal und Sickingen; Weildorf scheiterte in der Relegation.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Erst am letzten Spieltag fiel die Entscheidung an der Spitze der Fußball-Kreisliga A2, und das im direkten Duell: Die SGM Zimmern 2/Horgen gewann mit einem 1:0 bei der SGM Böhringen/Dietingen und holte sich mit 68 Punkten den Titel.

Hätte Böhringen gewonnen, wäre die Meisterschaft an den Verfolger gegangen, so blieben am Ende vier Zähler Vorsprung.

Rangendingen verpasst Relegation knapp

Am dichtesten dran an den beiden war der SV Rangendingen. Mit 61 Punkten fehlten dem Tabellendritten am Ende drei Zähler auf den Relegationsplatz. „Böhringen und Zimmern haben in der Rückrunde einfach keine Chance gelassen“, sagt Trainer Alexander Eßlinger – und trifft damit den Kern. Dass die Mühlwasen-Kicker überhaupt so lange oben mitmischten, war keine Selbstverständlichkeit. Nach holprigem Start gewann der Bezirksliga-Absteiger zehn Pflichtspiele in Serie und überwinterte als Dritter.

Im Dezember gab es zudem Unruhe bei den Rangendingern.  Chefcoach Björn Straub verabschiedete sich, „im gegenseitigen Einvernehmen“, wie es hieß. Co-Trainer Eßlinger rückte nach. „Wir können mit der Runde zufrieden sein. Wir haben uns in fast allen Bereichen verbessert, als Kollektiv und jeder Spieler für sich“, sagt Eßlinger. Auffällig war die Heimstärke: Im Mühlwasen holte Rangendingen mit zwölf Siegen aus 13 Spielen die meisten Heimpunkte der Liga, auswärts lief es deutlich zäher. „Am Ende waren es drei Punkte zu wenig für den Relegationsplatz, die in Summe aber gerechtfertigt sind“, so Eßlinger.

Steinhofen und Burladingen sichern Klassenerhalt

Einen dieser Punkte hatte ausgerechnet der FC Steinhofen dem Nachbarn abgeknöpft. Am fünften Spieltag fertigte der Klub aus dem Bisinger Ortsteil Rangendingen mit 3:1 ab – einer der wenigen Patzer, die sich der spätere Dritte überhaupt leistete. Lange hielt Steinhofen gut mit. „Die Hinrunde war für uns in Ordnung“, sagt Coach Sylwester Mitrenga. In der Rückrunde ging seiner Elf etwas die Luft aus, am Ende standen 37 Punkte und Rang acht zu Buche. Das primäre Ziel Nichtabstieg erreichten die Steinhofener damit souverän.

Lange zittern musste hingegen der 1. FC Burladingen, ehe ein Trainerwechsel die Wende brachte. David Heinrich hörte vorzeitig auf, Michael Kraus übernahm früher als geplant – ohne Vorbereitung und auf dem Relegationsplatz, „was dem Kader dieser Mannschaft eigentlich nicht gerecht wird“, sagt Kraus. „Ich wusste, wenn ich sofort übernehme, müssen die ersten Ansprachen und Trainingseinheiten sitzen.“ Im ersten Spiel unter seiner Regie drehte Burladingen gegen die SG Weildorf/Bittelbronn einen Rückstand in einen 2:1-Sieg und gewann auch die folgende Begegnung gegen die SGM Aichhalden- Rötenberg mit 3:1. Mit 30 Punkten und Rang neun hielten die Fehlastädter schließlich die Klasse. Den Dank richtete Kraus an seinen Vorgänger: „Ohne die Punkte, die David Heinrich mit dem Team in der Vorrunde geholt hat, hätte es nicht gereicht.“

Stein und Ringingen/Killertal steigen ab

Für den TSV Stein kam die Wende zu spät. Die Hinrunde war mehr oder weniger ein Desaster für die Rot-Grünen. Zwei Punkte standen auf der Habenseite: beide aus einem 4:4 gegen Lindenhof und einem 4:4 gegen Zimmern 2/Horgen. Unter Philipp Prinz blieb das Schlusslicht zum Rückrundenstart immerhin sechs Spiele ungeschlagen, ehe Prinz Anfang Mai sein Amt mit sofortiger Wirkung niederlegte.

Co-Trainer Lars Eschment übernahm. „In der Vorrunde waren wir einfach nicht fit genug und mussten einige Langzeitverletzte verkraften“, sagt Eschment. Die zweite Saisonhälfte stimmt ihn versöhnlich: „In der Rückrunde hat die Mannschaft gezeigt, welches Potenzial in ihr steckt. Auch wenn sich das nicht in der Tabelle widerspiegelt, können wir stolz darauf sein.“ Am Abstieg als Tabellenzwölfter mit 20 Punkten änderte dies allerdings nichts.

Den gleichen Weg geht die SGM Ringingen/Killertal, die als Elfter mit 21 Punkten runtermuss. Verletzungen zogen sich durch die ganze Saison, Spielertrainer Manuel Pflumm fiel selbst ein halbes Jahr aus. „Wir wussten, dass es eine schwierige Runde wird, weil die Teams aus dem Schwarzwald Qualität haben“, sagt der ehemalige Regionalliga-Spieler. Die Gelegenheiten zum Klassenerhalt seien dennoch vorhanden gewesen, genutzt wurden sie nicht. „Wenn du am letzten Spieltag auf einem Abstiegsplatz stehst, hast du es auch ein Stückweit verdient“, räumt Pflumm ehrlich ein.

Weildorf scheitert in der Relegation

Am bittersten aber traf es die SG Weildorf/Bittelbronn, die in die Kreisliga B durchgereicht wurde. Der Ex-Bezirksligist beendete die Spielzeit auf dem Relegationsplatz und musste im entscheidenden Spiel gegen B-Ligist Spvgg Leidringen ran. Der Außenseiter setzte sich schließlich im Elfmeterschießen durch und schickte damit die Haigerlocher Spielgemeinschaft ins Tal der Tränen. „So was habe ich selten gesehen, alle meine Mitspieler sind am Boden. Das tut mir schon auch echt weh“, sagt SG-Kapitän Fabian Eger.

Chancenlos blieb Schlusslicht Sportfreunde Sickingen. Zehn Punkte aus 26 Spielen und ein Torverhältnis von 35:94 waren letztlich klar zu wenig.