Bezirkspokal Schwarzwald/Zollern
: Pokalspielleiter Sebastian Müller zieht Bilanz - 1.250 Zuschauer sorgen für Fußballfest in Pfeffingen

Die Bezirkspokal-Endspiele des Fußballbezirks Schwarzwald/Zollern in Pfeffingen boten packende Spiele und große Emotionen: Der SV Dotternhausen gewinnt das Herrenfinale, die SpVgg Aldingen sichert sich bei den Frauen das Double. Mehr als 1.250 Zuschauer erleben trotz Regen ein echtes Fußballfest.
Von
Giovanni De Nitto
Pfeffingen
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Pokalspielleiter Sebastian Müller (mit Ball) vom Württembergischen Fußballverband (WFV) mit seinen Kolleginnen und Kollegen am Finaltag in Pfeffingen.

Pokalspielleiter Sebastian Müller (mit Ball) vom Württembergischen Fußballverband (WFV) mit seinen Kolleginnen und Kollegen am Finaltag in Pfeffingen.

Privat
  • Bezirkspokal-Endspiele in Pfeffingen: über 1.250 Zuschauer trotz Regen und starke Stimmung.
  • SV Dotternhausen gewann das Herrenfinale nach Verlängerung 2:0 gegen den TSV Straßberg.
  • SpVgg Aldingen holte bei den Frauen das Double und besiegte den SV Bärenthal mit 10:1.
  • Pokalspielleiter Sebastian Müller lobte Organisation und Vereinsunterstützung vor Ort.
  • Konzept mit zentralem Finaltag an Fronleichnam wird fortgeführt – Ausrichter nahe der Finalisten.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Am Donnerstag, an Fronleichnam, fanden auf dem Sportgelände in Pfeffingen die Bezirkspokal-Endspiele des Fußballbezirks Schwarzwald/Zollern statt. Mehr als 1.250 Zuschauer sorgten trotz nasskalter Witterungsbedingungen für eine stimmungsvolle Kulisse.

Im Herrenfinale setzte sich der SV Dotternhausen nach einem wahren Krimi in der Verlängerung mit 2:0 gegen den TSV Straßberg durch. Bei den Frauen krönte die SpVgg Aldingen ihre überragende Saison mit dem Double und ließ dem SV Bärenthal beim 10:1 keine Chance. Wir haben mit Pokalspielleiter Sebastian Müller vom Württembergischen Fußballverband (WFV) über den Endspieltag gesprochen.

Herr Müller, die Endspiele in Pfeffingen wurden von vielen Zuschauern als echtes Fußballfest wahrgenommen. Was hat aus Ihrer Sicht besonders zum Erfolg des Finaltags beigetragen?

Die tolle Kulisse mit rund 1.250 Zuschauern beim Herrenfinale sowie über 400 zuvor beim Frauenfinale ist ein starkes Signal, gerade im Frauenbereich ein sehr guter Wert, der auf Bezirksebene keineswegs selbstverständlich ist. Entscheidend war aber vor allem die Unterstützung der Vereine und ihrer Fans. Alle Teams haben ihre Anhänger mobilisiert und für eine großartige Atmosphäre gesorgt.

Hinzu kam ein spannendes Endspiel selbst: ein echtes Pokalfinale, das erst in der 119. Minute durch einen Lucky Punch entschieden wurde. Diese Spannung hat das gesamte Event geprägt und die Zuschauer bis zum Schluss mitgenommen, da spielte auch das regnerische Wetter keine Rolle mehr. Die Menschen haben dieses Finale zu einem echten Fußballfest gemacht.

Wie bewerten Sie die Zusammenarbeit mit dem Ausrichterverein und den zahlreichen ehrenamtlichen Helfern vor Ort?

Ich möchte dem FC Pfeffingen als Ausrichter ausdrücklich danken. Es waren sowohl am Mittwoch als auch am Donnerstag sehr viele Helfer im Einsatz. Da wurde wirklich Hand in Hand mit uns als Verband gearbeitet. Insgesamt war es eine hervorragend organisierte Veranstaltung, mit der wir sehr zufrieden sind.

Pokalspielleiter Sebastian Müller bei der Siegerehrung des Pokalsiegers SV Dotternhausen.

Pokalspielleiter Sebastian Müller (re.) bei der Siegerehrung des Pokalsiegers SV Dotternhausen.

Privat

Die Frauen- und Männerfinals haben gezeigt, welche Bedeutung der Bezirkspokal für die Vereine hat. Welche Rolle spielt dieser Wettbewerb heute im Amateurfußball?

Für uns im Fußballbezirk Schwarzwald/Zollern ist der Pokalwettbewerb ein zentraler Bestandteil unserer Arbeit. Deshalb kümmere ich mich auch persönlich um die Organisation, weil man dabei bewusst über den Ligabetrieb hinausblickt und neue Vereine und Sportanlagen kennenlernt. Mit 128 Herrenmannschaften und 16 Frauenmannschaften hatten wir ein sehr breites Teilnehmerfeld und alle starten mit den gleichen Chancen. Gerade diese Offenheit macht den Wettbewerb so interessant. Im K.o.-System ist immer alles möglich. Hinzu kommt der besondere Reiz, sich über den Pokal für höhere Wettbewerbe zu qualifizieren, im besten Fall sogar bis in den DFB-Pokal. Für mich persönlich ist der Bezirkspokal ein ganz besonderer Wettbewerb.

Gab es organisatorische oder sportliche Herausforderungen im Vorfeld der Endspiele?

Die größte Herausforderung bestand für uns und meine Kollegen darin, den neuen Fußballbezirk Schwarzwald/Zollern besser kennenzulernen. Gerade im Zollernalbkreis waren uns viele Sportplätze und örtliche Gegebenheiten noch nicht so vertraut. Das hat mehr Abstimmungen erfordert und war zunächst auch mit einer gewissen Unsicherheit verbunden, ebenso für den Ausrichter. Für den FC Pfeffingen war es schließlich das erste Finale in dieser Größenordnung. Umso erfreulicher ist es, dass sich die Veranstaltung als absoluter Glücksfall herausgestellt hat. Beide Endspiele wurden hervorragend angenommen. Insgesamt war es ein voller Erfolg.

Wie geht es nach diesem gelungenen Finaltag mit den Bezirkspokal-Endspielen weiter?

Grundsätzlich zeigt sich, dass wir mit unserem Konzept auf dem richtigen Weg sind, ein professionelles Finale auf Amateurebene auszurichten. Der Ansatz, gezielt zu den Vereinen zu gehen, hat sich bewährt. Wir wissen inzwischen, dass unser Finaltag im Bezirk Schwarzwald/Zollern bis in die Verbandsgremien nach Stuttgart hinein auf große Zustimmung stößt. Auch die Zusammenarbeit mit unseren Partnern, insbesondere mit dem Hauptsponsor Möbel Fetzer, war erneut hervorragend und hat uns stark unterstützt.

Unser Ziel ist es, den Finaltag auch künftig attraktiv zu gestalten. Es wird wieder einen zentralen Finaltag für Frauen und Männer geben,  traditionell an Fronleichnam, konkret am 27. Mai 2027. Die Endspielorte sollen sich dabei weiterhin möglichst nah an den Finalteilnehmern orientieren , so wie es in diesem Jahr mit Pfeffingen sehr gut funktioniert hat. Dieses Konzept hat sich klar bewährt. Ich kann daher nur sagen: Bewerben Sie sich gerne, gemeinsam mit unseren Partnern wollen wir den Bezirkspokal auch künftig attraktiv und nah an den Vereinen gestalten.