Aufsteigerduell in Handball 3. Liga
: Trauben hängen für die HSG Albstadt bei der SG Regensburg zu hoch

Mit 28:37 muss sich die HSG Albstadt am 6. Spieltag der 3. Liga geschlagen geben. Mitaufsteiger SG Regensburg präsentierte sich in eigener Halle dominant.
Von
Frank Campos
Regensburg/Albstadt
Jetzt in der App anhören
Gregor Thomann HSG Abstadt

Gregor Thomann und die HSG Albstadt kassierten in Regensburg ihre fünfte Niederlage.

Kara
  • Handball 3. Liga: HSG Albstadt verliert bei SG Regensburg mit 28:37.
  • Regensburg startete dominant und führte früh 4:1, zur Pause stand es 19:15.
  • Nach der Halbzeit zog Regensburg auf 24:17 davon – erstmals 10 Tore Vorsprung bei 28:18.
  • Albstadt fehlte der Zugriff, Coach Wendel verwies auf eine angespannte Personalsituation.
  • Topscorer Albstadt: Fuchs 6/2, Alilovic 5, E. Flügel 4, Tadic 4; J. Thomann musste verletzt raus.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Die Gastgeber um Tom Weikl und die Simbeck-Brüder waren von Beginn am Drücker. Schnell stand ein 4:1 auf der Anzeigetafel. Nach zehn Minuten lagen die Ostbayern durch einen Treffer von Johannes Simbeck mit 7:3 in Front.

Dieser Vier-Tore-Vorsprung blieb zunächst konstant. Die Schwarz-Roten kamen einfach nicht näher ran, was auch der Tatsache geschuldet war, dass Julian Thomann einen Schlag auf die Nase abbekommen hatte. Er konnte ab der 15. Minute nicht mehr mitspielen, „Wir müssen abklären, ob die Nase gebrochen ist“, so Coach Andreas Wendel.

Um die 20. Minute rückte die HSG auf 11:14 heran. SG-Coach Benjamin Herth nahm die Auszeit. Zur Halbzeit waren es beim 15:19  wieder vier Tore Rückstand für die HSG Albstadt.

Regensburg nimmt Fahrt auf

Den besseren Start in die zweiten 30 Minuten erwischten erneut die Gastgeber, die in der Vorsaison die Regionalliga Bayern dominiert hatten und mittlerweile solide in der 3. Liga angekommen sind. Schnell stand es 24:17 für die Hausherren. HSG-Coach Wendel nahm die Auszeit.

Es sollte jedoch nicht besser werden. Um die 40. Minute waren es erstmals beim 18:28 zehn Tore Rückstand. Die Vorentscheidung war längst gefallen. „Wir haben über weite Strecken nie richtig in unser Spiel gefunden. Die Ausnahme waren vielleicht die letzten zehn Minuten der ersten Halbzeit. Da waren wir plötzlich emotional da, hatten Zugriff und haben uns mit einer kleinen Aufholjagd wieder herangekämpft. In dieser Phase haben wir gezeigt, dass wir durchaus mithalten können“, analysierte der Übungsleiter der Schwarz-Roten.

Gastgeber übernehmen das Kommando

Die Wendel-Sieben gab nicht auf, blieb auf dem Gaspedal. Der Rückstand hatte allerdings bis in die Schlussminuten Bestand. Zwei Treffer von Noa Alilovic beschlossen das 28:37 beim starken Mitaufsteiger aus Ostbayern.

„Regensburg war präsenter, emotionaler und sie haben definitiv eine hohe Qualität auf der Platte. Diese haben sie konsequent ausgespielt und deshalb auch absolut verdient gewonnen. Das muss man so anerkennen“, gratuliert Wendel, der von einer aktuell angespannten Personalsituation spricht.

„Die zurückliegende Trainingswoche war alles andere als optimal. Drei Stammspieler waren berufsbedingt praktisch die komplette Woche nicht verfügbar. Das schränkt natürlich auch die Vorbereitung ein, soll aber keine Ausrede für unsere Leistung sein. Für die kommende Woche sieht es wieder deutlich besser aus und wir haben hoffentlich wieder alle an Bord“, so Andreas Wendel abschließend.

HSG Albstadt: J. Mayer, Deuringer, Malek; J. Thomann (1), Fuoß (1), Menzel (1), F. Mayer (1), E. Flügel (4), G. Thomann (3), S. Flügel (1), Tadic (4), Fuchs (6/2), Bänsch (1), Alilovic (5), Dupé.