Handball rund um Ulm
: Regionalligist TSV Blaustein jetzt auch rechnerisch abgestiegen

TSV-Trainer Hirsmüller will die verbleibende Zeit in der vierten Liga dennoch nutzen. Niederlagen setzt es auch für die Ober- und Verbandsligisten der Region im Kampf um den Klassenerhalt.
Von
swp
Ulm
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Handball-Regionalliga:TSV Blaustein gegen TuS Steißlingen

Handball-Regionalligist TSV Blaustein, hier mit Yannis Fleischer am Ball, hat gegen den TV Plochingen 27:42 verloren.

Samuel Tschaffon
  • TSV Blaustein verliert 27:42 in Plochingen und steigt rechnerisch in die Oberliga ab.
  • Trainer Hirsmüller: Restspiele in der Regionalliga für neue Akzente nutzen.
  • HSG Langenau/Elchingen verliert 25:33, Klassenerhaltssituation verschärft sich.
  • Söflingen unterliegt 25:27, steht als Tabellen-13. hinter Langenau (zwei Spiele weniger).
  • SC Lehr verliert 25:26 nach Trainerwechsel; SCV-Frauen siegen 23:21, SCV-Männer 24:29.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Das Wochenende der Handball-Mannschaften aus der Region Ulm war in den verschiedenen Ligen dominiert von meist knappen, aber auch deutlichen Partien. So lief der Spieltag, wie ihn die Pressevertreter der jeweiligen Teams sahen.

Regionalliga Männer

Handball-Regionalligist TSV Blaustein hat sich am Samstagabend beim TV Plochingen mit 27:42 (14:22) geschlagen geben müssen und ist damit auch rechnerisch in die Oberliga abgestiegen. Trotz des klaren Ergebnisses zeigte die Mannschaft, insbesondere in der ersten Halbzeit, phasenweise ansehnlichen Handball und erspielte sich immer wieder gute Möglichkeiten. Allerdings scheiterten die Blausteiner zu häufig am stark aufgelegten Plochinger Torhüter und die Gastgeber nutzten jede Unaufmerksamkeit und setzten sich bis zur Pause auf 22:14 ab. Leider verletzten sich Torhüter Dominik Wolf und Linksaußen Erik Hönig bereits in der ersten Halbzeit und konnten nicht weiterspielen.

In der ersten Viertelstunde der zweiten Halbzeit konnte der Rückstand gehalten werden, jedoch reichte diesmal die Energie nicht, um das Ergebnis knapper zu gestalten. Vor allem Linus Bee, Christian Schmid und Yannis Fleischer stemmten sich mit allen Kräften gegen die Niederlage, doch diese gingen ihnen mit zunehmender Spielzeit auch aus. In der letzten Viertelstunde zeigte die Mannschaft ihre bisher schwächste Leistung der Saison. Hier war deutlich spürbar, dass der durch die Niederlage besiegelte Abstieg in den Köpfen eine zu große Rolle gespielt hat.

Für den TSV 1899 Blaustein gelte es nun, die positiven Ansätze aus der ersten Halbzeit mitzunehmen und weiter hart zu arbeiten, erklärt Trainer Felix Hirsmüller. Ebenfalls sollen die Spiele in der Regionalliga genutzt werden, um bereits neue Akzente für die kommende Saison zu setzen. Die nächste Gelegenheit dazu bietet sich am 14. März um 20 Uhr beim Heimspiel gegen den TSB Schwäbisch Gmünd. Gegen den Aufstiegsfavoriten kann jetzt ohne Druck gespielt werden.

Tore Blaustein: C. Schmid 8, Bee 7, D. Schmid 3, L. Schmid 3, Rosta 2, Fleischer 1, Riedel 1, Widmaier 1, N. Wolf 1.

Oberliga Männer

Eine schwache zweite Halbzeit hat Handball-Oberligist HSG Langenau/Elchingen am Samstag den Heimsieg gegen Spitzenreiter SKV Unterensingen gekostet. Zwar gingen die Gastgeber gleich mal mit 2:0 in Führung, in der Folge übernahmen aber die Gäste das Kommando. Zumeist lag die HSG mit zwei oder drei Toren hinten. Zur Pause führte das Gast mit 17:15, nach 39. Minuten stand es 19:19. Dann schlichen sich zu viele Fehler ins HSG-Spiel ein. 13 Fehlwürfe und 12 technische Fehler in der zweiten Hälfte waren zu viel, um den designierten Meister in Bedrängnis zu bringen. Am Ende stand eine 25:33-Niederlage. Durch die Punktgewinne der Konkurrenz im Tabellenkeller hat sich die Situation der HSG im Kampf um den Klassenerhalt wieder verschärft.

Die TSG Söflingen hat am Sonntagabend einen Heimsieg verpasst und muss sich ebenfalls Sorgen um den Klassenerhalt machen. Gegen den TV Hardheim unterlag die Mannschaft von Trainer Philipp Eberhardt in einem engen Spiel mit 25:27 (11:12). Die TSG ist damit Tabellen-13. Sie steht einen Platz hinter der HSG Langenau, hat allerdings zwei Spiele weniger absolviert.

Verbandsliga Männer

Verbandsligist TV Gerhausen muss sich klar dem direkten Konkurrenten um den Klassenerhalt, dem TSV Betzingen, mit 27:37 geschlagen geben. Trotz der Punktgleichheit vor dem Spiel war die Favoritenrolle klar bei den Gastgebern aus dem Reutlinger Teilort, durch den Fakt, dass auf das geliebte Harz verzichtet werden musste. Zu Beginn des Spiels war es aber die eigene Abwehr, welche dem TVG Probleme bereitete. Durch einen fehlenden Zugriff auf die Betzinger lag man direkt 1:3 in Rückstand und lief diesem auch die komplette Halbzeit über hinterher. Im Angriff war auf den stark spielenden Patrick Maier Verlass. Doch jedes Mal, wenn man den Anschluss erzielen sollte, waren eigene Fehler im Weg, um das Spiel auch zu drehen. Die Folge war ein 15:19-Halbzeitstand.

Nach der Pause blieb das Spiel zunächst ausgeglichen, ehe Gerhausen, wie leider schon des Öfteren, einbrach. Im Angriff agierte man zu statisch und warf zwischen der 43. und der 53. Minute lediglich zwei Tore. Die Gastgeber zogen weg und gewannen am Ende verdient mit 37:27. Die Niederlage gilt es nun möglichst schnell abzuhaken, warten doch nun zwei entscheidende Spiele auf den TVG.

TVG-Tore: Maier 10, Steudtner 9, Fiesel 3, Talmon l‘Armée 2, Ruf 1, Bux 1, Mayer 1/1.

Verbandsliga Frauen

Nach turbulenten Wochen inklusive Trainerwechsel folgte die erste Feuerprobe für den SC Lehr unter der Regie von Philipp Seidel. Die ging mit 25:26 (12:12) knapp an den Tabellenzweiten Neckartenzlingen. Gleich zu Beginn der Partie hielt Torhüterin Pauli Lazarus mit grandioser Leistung ihr Team im Spiel. Nach einigen Startschwierigkeiten war das Team gut warmgelaufen und glänzte sowohl offensiv als auch defensiv. Die Führung wechselte stetig. Besonders die Lehrer Abwehr ging nicht zimperlich vor, agierte konsequent und arbeitete gut zusammen. Die Gegnerinnen ließen einiges an Federn, was sich auch in den zwölf im Spiel verteilten Siebenmetern widerspiegelte (neun davon gegen Lehr).

Zur Halbzeit stand es unentschieden, wobei die Gastgeberinnen erst kurz zuvor wieder ausgeglichen hatten. So ging es direkt mit dem Aufschwung der letzten Minuten weiter. Die Youngsters Pia Konrad und Santina Seidel, endlich wieder vereint, agierten mit der gewohnten Durchschlagskraft. Seidel avancierte mit sieben Treffern zur besten Schützin. Ein zentrales Problem blieb aber die Chancenverwertung. Trotzdem gelang es zwischenzeitlich, mit vier Toren in Führung zu gehen.

Es sollte allerdings nicht reichen. Woran es schlussendlich lag, ist schwer zu sagen. Innerhalb der letzten zehn Minuten gelang es den Gästen, die Partie noch einmal zu drehen. Mit einem Tor müssen sich die Lehrerinnen geschlagen geben, können aber stolz auf die Leistung gegen die Tabellenzweiten sein.

SCL-Tore: Blessing 2, Fischer 3, Guggenmoos-Schreyer 3, Haas 2, Konrad 2, Minhöfer 1, Seidel 7/3, Theimer 1, Thierer 4.

Landesliga Männer

Der SC Vöhringen musste in der Landesliga beim dritten Auswärtsspiel in Folge eine Niederlage hinnehmen. Bei der zweiten Mannschaft der SG Lauterstein unterlagen die Illertaler nach einer lange ausgeglichenen Partie mit 24:29 (15:14). Vor allem eine torarme zweite Halbzeit kostete den Gästen die Chance auf Zählbares.

Dabei begann die Begegnung für Vöhringen vielversprechend. Nach einem ausgeglichenen Start (4:4) sorgte eine kurze Torflaute zwar für einen kleinen Bruch im Angriffsspiel, doch die stabile Defensive verhinderte zunächst Schlimmeres. Mit vier Treffern in Folge brachte Patrick Rapp den SCV Mitte der ersten Hälfte mit 11:8 in Führung. Auch dank Treffern von Sven Eisenmann, Jeremias Hoke und Hannes Kaifel behaupteten die Gäste ihren Vorsprung lange. Kurz vor der Pause verkürzte Lauterstein jedoch per Strafwurf auf 14:15.

Nach dem Seitenwechsel legten Laurens Schug und erneut Rapp zum 17:15 nach, doch anschließend übernahmen die Gastgeber die Kontrolle. Eine Schwächephase nutzte Lauterstein zur 20:18-Führung. Zwar kämpfte sich der SCV noch einmal zum 20:20 zurück, doch in der Schlussphase fehlte die Durchschlagskraft. Lauterstein setzte sich Schritt für Schritt ab und entschied die Partie letztlich mit 29:24 für sich. Mit Platz sieben im Tabellenmittelfeld richtet sich der Blick des SCV auf das anstehende Pokalviertelfinale gegen Ehingen am Dienstag.

SCV-Tore: Rapp 9, Eisenmann 4, Hoke 4, Kaifel 3, Klement 2, Schug 1, Betz 1.

Landesliga Frauen

Eine harte Nuss hatten die Landesliga-Handballerinnen des SC Vöhringen gegen die Gäste aus dem Brenztal zu knacken. Am Ende reichte es beim 23:21 zum nächsten Heimsieg. Mit sehr hohem Tempo starteten beide Mannschaften in die Partie. Zunächst ging der SCV mit 3:1 in Führung, beim 10:11 nach 21 Spielminuten hatten aber die Gäste die Nase vorne. Das Vöhringer Trainerteam Andras Csuka und Annabel Jooß stellte die eigene Abwehr auf eine deutlich offensivere Variante um. Das erwies sich als genialer Schachzug: In der Defensive wurden einige Bälle erobert und durch das Vöhringer Konterduo Theresia Miller/Lilli Hieber in einfache und schnelle Tore verwandelt. Mara Hilsenbeck traf vom Kreis und Carla Pfetsch sorgte mit einem tollen Rückraumwurf aus großer Distanz für das i-Tüpfelchen auf die 6:0-Serie zum 16:11-Pausenstand.

Nach dem Seitenwechsel leisteten die Gäste erheblich mehr Gegenwehr. Zunächst gelang dem SCV noch das 18:13. Zeitstrafen, Pfosten- sowie Lattentreffer und weitere vergebene Chancen sorgten dafür, dass der Vorsprung beim 18:16 Mitte der zweiten Halbzeit deutlich geschrumpft war. Eine Überzahlsituation nutzten Lilli Hieber von Linksaußen und Alicia Staigmüller aus dem Rückraum zum 21:18. Doch die SG Brenztal stellte fünf Minuten vor Spielende wieder auf 21:20. Aber die Vöhringer Abwehr um Torhüterin Katharina Hinterkircher leistete ganze Arbeit und in der Offensive sorgte Alicia Staigmüller, die sich trotz Behinderung durch Gegenspielerinnen zweimal durchsetzte, mit dem 23:20 für die Entscheidung.

Das Pokalspiel gegen die SG Burlafingen/Ulm am Donnerstag wurde seitens der Gäste abgesagt.

SCV-Tore: Miller 4, Gruber 4, Staigmüller 4, Hieber 3, Hilsenbeck 2, Pfetsch 2, Giehle 2, Hamm 1, Schiller 1.