Handball-Bundesliga: Buchele und Betonabwehr bescheren Göppingen zwei Punkte

Beim 26:23-Heimsieg von Frisch Auf Göppingen gegen den ThSV Eisenach präsentierte sich Torhüter Julian Buchele in starker Verfassung und freute sich mächtig über einen gelungenen Abend.
Michael Schmidt/Eibner- Göppingen siegte 26:23 gegen den ThSV Eisenach vor 4800 Fans in der EWS-Arena.
- Torhüter Julian Buchele parierte zwölf Würfe, neun davon nach der Pause.
- Frisch Auf lag nie zurück; Defensive ließ in Hälfte zwei nur zehn Gegentore zu.
- Top Ten erreicht, 20-Punkte-Marke geknackt; Coach lobt Abwehr und Team.
- Nächstes Spiel: Sonntag, 15. März, 15 Uhr beim TBV Lemgo; Heimspiel am 29. März.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Mit einem 26:23 (16:13)-Heimsieg über den extrem auswärtsschwachen ThSV Eisenach haben die Bundesliga-Handballer von Frisch Auf Göppingen die 20-Punkte-Marke geknackt und zogen zum ersten Mal nach der Winterpause wieder in die Top Ten ein. Allerdings war der Erfolg vor den 4800 Zuschauern in der EWS-Arena hart erkämpft, denn Frisch Auf gelang es trotz Führung lange Zeit nicht, den Sack endgültig zuzumachen.
Als Matchwinner entpuppte sich Torhüter Julian Buchele, der mit spektakulären Paraden die Fans verzückte. Insgesamt parierte der Youngster, der in der 20. Minute Kristian Saeveras im Tor ablöste, zwölf Würfe, davon allein neun im zweiten Abschnitt. „Es tut gut, wieder einmal ein gutes Spiel zu machen“, sagte der 21-Jährige nach der Begegnung, „wir kamen als Torhütergespann aus einer schwierigen Zeit mit wenig Paraden, aber in letzter Zeit lief es wieder besser.“ Nicht nur Buchele, sondern auch seine Vorderleute zeigten in der zweiten Hälfte eine starke Leistung. Die Defensive ließ in Durchgang zwei nur zehn Gegentore zu, weshalb sich Buchele auch bei seiner Abwehr bedankte. „Ich hatte heute eine super Blockunterstützung. Wir haben sehr diszipliniert gespielt und der Innenblock hat sauber zugemacht“, freute sich der Keeper.
Im gesamten Spiel lag Frisch Auf kein einziges Mal in Rückstand. Nach ausgeglichenem Beginn (4:4/10.) zogen die Göppinger auf 7:4 davon (13.). In dieser Phase setzten vor allem die beiden Regisseure, Elias Newel auf Göppinger Seite und sein Gegenüber Felix Aellen, die Akzente. Eisenach hatte zunächst das Tempo verschleppt und versuchte es nach einer ersten Auszeit von Sebastian Hinze mit schnellerem Spiel, was prompt zum 8:8 führte (18.). Nach dem 11:10 in der 21. Minute schlug bereits die Stunde von Buchele, der seiner Mannschaft durch zwei Paraden dazu verhalf, den Vorsprung auf 15:11 auszubauen. Bis zur Pause kamen die Thüringer, die in dieser Saison noch keinen Punkt in der Fremde geholt haben, auf 16:13 heran.
Frühzeitige Vorentscheidung verpasst
Im zweiten Abschnitt blieb der Abstand in etwa gleich. Frisch Auf gelang es nicht, frühzeitig für die Vorentscheidung zu sorgen. Was Trainer Ben Matschke jedoch nie ernsthafte Sorgen bereitete. „Ich hatte nie ein schlechtes Gefühl, weil ich wusste, dass die Abwehr unfassbar gut steht“, erklärte er, „trotzdem hat es mir Kopfzerbrechen bereitet, wie wir vorne leichtfertig mit unseren Chancen umgegangen sind.“ So ging es jedoch nicht nur den Gastgebern, auch die Fehlerquote der Eisenacher stieg in der zweiten Hälfte.
In der Schlussphase stellte Göppingen den Angriff um und agierte mit vier Rückraumspielern und ohne Kreisläufer. Für die endgültige Entscheidung sorgte schließlich Linksaußen Rutger ten Velde, mit fünf Treffern hinter Newel (6) zweitbester Göppinger Schütze, mit dem 26:21 in der 57. Minute.
Matschke: Schön, dass wir uns heute belohnt haben“
„Wir brauchen eine Topleistung, um zu gewinnen“, erklärte Coach Matschke nach der Schlusssirene, „die Arbeit mit den Jungs macht Spaß. Das ist eine fantastische Mannschaft. Schön, dass wir uns heute belohnt haben und den Sieg gegen Hannover bestätigt haben.“ Die nun erreichten 20 Punkte sollen jedoch längst nicht aller Tage Abend sein. Matschke: „Wir wollen schon noch den ein oder anderen schlagen. Die Jungs sind heiß.“ Der Eisenacher Linkshänder Max Beneke, der als Frisch-Auf-Neuzugang für die kommende Runde bereits feststeht, bliebt weitgehend blass. Im ersten Abschnitt stand er nur vier Minuten auf der Platte, in der zweiten Hälfte deutlich länger, jedoch ohne entscheidende Akzente zu setzen. Er warf zwei Tore.
Am Sonntag, 15. März geht es wieder zu einer Mannschaft, die in der Tabelle deutlich höher platziert ist als die Göppinger. Um 15 Uhr müssen die Frisch-Auf-Profis beim Überraschungs-Vierten TBV Lemgo antreten. Erst zwei Wochen später folgt das nächste Heimspiel gegen den HC Erlangen (Sonntag, 29. März, 16.30 Uhr).
FA Göppingen: Buchele (ab 20.), Saeveras; Neudeck (2), ten Velde (5), Klöve (3), Goßner (1), Persson (2), Pregler (1), Schiller (4/4), Jurmala (1), Sunnefeldt, Lastro (n.e.), Gislason (1), Newel (6), Hanne (n.e.), Schmidt (n.e.).
ThSV Eisenach: Spikic, Heinevetter (ab 23.); Joelsson (1), Reichmuth, Beneke (2), Attenhofer, Walz (3), Ende, Aellen (7/3), Meyer, Solak (6), Antonijevic, Seitz, Büchner (4), Saul, Leu.
Schiedsrichter: Heine/Standke (Wendeburg/Ronnenberg-Benthe).
Zeitstrafen: 6:10 Minuten.
Zuschauer: 4800.
