Biathlon beim DAV Ulm: Mareike Braun läuft im IBU Cup auf Rang neun, Lipowitz kehrt zurück

Melina Gaupp vom DAV Ulm hat beim IBU-Junior-Cup in Martell abgeliefert.
Medienteam Biathlon baden-Württemberg- Mareike Braun vom DAV Ulm glänzt im IBU-Cup mit Platz 9 im Massenstart und Platz 17 im Sprint.
- Philipp Lipowitz kehrt nach langer Pause in den IBU-Cup zurück und erreicht Platz 40 und 30.
- Melina Gaupp holt im IBU-Junior-Cup Silber im Sprint und Platz 4 im Einzel in Martell.
- Lukas Tannheimer hadert mit schwachem Schießen – Platz 10 im Einzel, Staffel auf Rang 3.
- Das Junior-Cup-Team startet ab 1. Januar in Frankreich bei der Coupe de France.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Auch am vergangenen Wochenende stellten sich einige Ulmer Biathletinnen und Biathleten der internationalen Konkurrenz. Erneut war Julia Tannheimer das Aushängeschild des DAV Ulm. Die 20-Jährige ging für den Deutschen Skiverband bei den Weltcup-Rennen im französischen Annecy-Le Grand-Bornand an den Start. Mit den Plätzen 29 und 30 in Sprint und Verfolgung erreichte sie zweimal die Punkteränge.
Im zweitklassigen IBU-Cup war der DAV Ulm sowohl bei den Frauen als auch bei den Männern vertreten. So lief für Mareike Braun die zweite Woche nach ihrer Rückkehr in den Unterbau zum Weltcup äußerst zufriedenstellend. Im Schweizer Lenzerheide steigerte sie sich schon im Sprint im Vergleich zu den Ergebnissen aus Ridnaun: Mit einem Liegendfehler und einem makellosen Stehendschießen lag sie am Ende auf Rang 17 und war damit zweitbeste Deutsche hinter der Siebten Sophia Schneider (Oberteisendorf).
Im Massenstart 60, einem relativ jungen Format, das eine Art Mischung aus Massenstart und Verfolgung darstellt, stieß Braun dann sogar in die Top Ten vor: Mit insgesamt drei Schießfehlern erreichte sie zum Abschluss der Rennen Rang neun.
Erste IBU-Cup-Rennen seit der Saison 2023/24 für Lipowitz
„Mit einem 17. und einem 9. Platz bin ich sehr zufrieden“, sagte die 25-Jährige. „Von Rennen zu Rennen bin ich immer besser geworden und konnte so auch die Leistung aus dem Training zeigen. Ich bin echt froh, mit den Ergebnissen in die Weihnachtspause zu gehen und dann im Januar weiter Rennen zu laufen.“ In welchem Wettbewerb Braun antreten wird, ist noch nicht entschieden.
Zudem vertrat Philipp Lipowitz den DAV beim IBU-Cup. Er war kurzfristig für Elias Seidl (Traunstein) eingesprungen. In der Lenzerheide erreichte Lipowitz einen 40. Platz im Sprint und einen 30. Platz im Massenstart 60. „Die Rennen waren nicht perfekt, aber es gab starke Momente und ich weiß, da steckt noch mehr in mir“, resümierte der ältere Bruder von Radsport-Star Florian Lipowitz auf Instagram.
Melina Gaupp auf dem Podest im IBU-Junior-Cup
Derweil hat Melina Gaupp beim IBU-Junior-Cup in Martell abgeliefert. Im Einzel über die 12,5 Kilometer erreichte die 17-Jährige vom DAV Ulm den vierten Platz. Im Sprint sprang Gaupp dann aufs Treppchen. Vor ihr war lediglich die drei Jahre ältere Französin Lou-Anne Dupont Ballet Baz, die Gaupp bei gleicher Schießleistung eine dreiviertel Minute abnahm, davon je circa die Hälfte auf der Strecke und am Schießstand. Beide schossen je einen Fehler.
„Mit meinen Ergebnissen bin ich sehr zufrieden. Laufen war durch die Höhe hintenraus ziemlich hart“, sagte Gaupp, die trotzdem in der Loipe wieder einmal sehr schnell unterwegs war. „Vor allem bin ich aber mit meinem Schießen sehr glücklich, weil das beim Deutschlandpokal am Arber ja echt schlecht war.“ Nur in der Staffel wollte der Teil nicht so gut klappen. „Es war schon ein bisschen windig“, sagte Melina Gaupp mit Blick auf die im gesamten Feld nicht berauschenden Ergebnisse: „Bei mir waren die Fehler aber eher wegen der Belastung und weil es um den Sieg ging“, sagte die Schlussläuferin, die den Sieg dann aber trotz Strafrunde sicher ins Ziel brachte.
Lukas Tannheimer unzufrieden
Lukas Tannheimer war mit seinen Auftritten hingegen nicht zufrieden – zumindest nicht mit dem Schießen. „Da war ich mit dem Kopf irgendwo“, sagte der 18-Jährige. Auch er gehört wie Melina Gaupp noch zu den Jüngeren im Feld, hat aber schon Erfolge im Juniorcup vorzuweisen und wollte natürlich aufs Treppchen. Das verhinderten allerdings die schwachen Schießleistungen. „Laufen war er echt wieder bärenstark“, sagte sein Vereinskollege David Schmutz (St. Peter), auch mit Blick auf die Staffel, als Tannheimer an Position drei zwei Strafrunden schoss.
Luca Anding war angegangen, Schmutz hatte übernommen. Ein Nachlader im Liegendanschlag, zwei im Stehend brauchte er. „Das hätte ich eigentlich gern besser gehabt“, sagte der 20-Jährige. So schnell wachsen die Ansprüche, wenn man mit 90-Prozent-Leistungen glänzt. „Mit dem Laufen war ich nicht ganz so zufrieden, aber meine Trainer meinen, das könnte an der Höhe gelegen haben.“ Platz 16 im Massenstart und Rang 11 als bester Deutscher waren der Lohn. Dazu kam die Staffel, die Karl Schütze auf Platz drei ins Ziel brachte. Im Einzel reichte es für Tannheimer für Rang zehn, im Sprint belegte er Platz 22.
Noch geht es für die beiden nicht nach Hause, sondern erst einmal wird im Schwarzwald noch trainiert. Erst am 23. Dezember geht es heim nach Dornstadt und Ulm, spätestens am 27. Dann wieder zurück. Das neue Jahr wird ruhig begrüßt, denn schon am 1. Januar ist wieder Abfahrt Richtung Frankreich. Dort tritt das Junior-Cup-Team, wie in der vergangenen Woche schon bekanntgegeben, bei einer Station der Coupe de France an.


