VfB Stuttgart
: „Müssen über eine Szene sprechen“ – VAR-Einsatz verärgert Hoeneß

Der VfB Stuttgart hat in der Europa League die nächste Niederlage hinnehmen müssen. Am Ende entscheiden strittige Elfmeter-Entscheidungen die Partie.
Von
Kai Winderl
Istanbul
Jetzt in der App anhören
VfB Stuttgart's German midfielder #06 Angelo Stiller controls the ball during the UEFA Europa League 1st round day 3 football match between Fenerbahce and Stuttgart at the Chobani Stadium, in Istanbul, on October 23, 2025. (Photo by Ozan KOSE / AFP)

Angelo Stiller war an beiden Elfmeter-Situationen beteiligt. Einmal als Verursacher und einmal als Gefoulter.

OZAN KOSE/AFP

Der VfB Stuttgart hat sich im Istanbuler Hexenkessel abkochen lassen und nach einem wahren Elfmeter-Drama die nächste Niederlage in der Europa League kassiert. Der DFB-Pokalsieger unterlag dem türkischen Vizemeister Fenerbahce in einem hitzigen Duell 0:1 (0:1) und verliert die Spitzenränge mit drei Punkten aus drei Spielen so langsam aus den Augen.

Stiller zweimal im Elfmeter-Mittelpunkt

Angelo Stiller stand geknickt inmitten des brodelnden Istanbuler Hexenkessels und haderte mit sich und der Fußballwelt. „Am Ende entscheiden Kleinigkeiten“, sagte der Nationalspieler nach dem bitteren 0:1 (0:1) mit dem VfB Stuttgart in der Europa League bei Fenerbahce, „am Ende entscheiden Elfmeter.“ Und zwar sowohl jene, die gegeben und verwandelt werden – als auch jene, die der VAR wieder einkassiert. Beides war am Donnerstagabend der Fall, beide Male zuungunsten des VfB. Und beide Male stand Stiller im Mittelpunkt.

Vor dem Siegtreffer für Fener durch Kerem Aktürkoglu (34.) hatte der 24-Jährige Milan Skriniar bei einer Ecke im Strafraum festgehalten, der Istanbuler Kapitän hob bereitwillig ab. „Er fällt sehr leicht, dann falle ich auf ihn drauf, wahrscheinlich sieht es im Video blöd aus“, sagte Stiller über den strittigen, aber nicht völlig falschen Pfiff.

VAR nimmt Elfmeter für den VfB zurück

In der zweiten Halbzeit kam dann Stiller selbst im gegnerischen Strafraum zu Fall. Doch der Videoassistent griff ein und der Elfmeterpfiff wurde annulliert (68.). Stiller hatte Gegenspieler Edson Álvarez wohl zuerst getroffen. „Keine Ahnung, es ging so schnell“, sagte Stiller bei RTL zu der Szene, „die auf der Bank meinten, dass man den geben kann. Schade, dass er sich das nicht angeschaut hat. Ich habe Kontakt gespürt, weiß aber nicht, wann der kam, ob vor oder nach dem Schuss.“

Schiri-Entscheidung verärgert VfB-Trainer Hoeneß

Für VfB-Trainer Sebastian Hoeneß war die Sache klarer. „Wir müssen über eine Szene sprechen: Wir bekommen einen Elfmeter zugesprochen und es gab einen klaren Kontakt. Das sieht man auch an Angelo Stillers Knöchel“, sagte er verärgert. Aber es hilft ja nichts: Der VfB steht nach drei Spielen mit drei Zählern da und muss jetzt dringend punkten. Die nächste Gelegenheit bietet sich gegen Feyenoord am 6. November. Weitere Gegner sind die Go Ahead Eagles, Maccabi Tel Aviv, die AS Rom und der BSC Young Boys.

„Wir haben zu wenige Punkte“, sagte Hoeneß, „aber wir sind erst am dritten Spieltag - abgerechnet wird nach acht. Wir haben da noch alle Chancen.“ Ein bisschen mehr Elfmeterglück könnte aber wohl nicht schaden.

Die Highlights zur Partie findet ihr im folgenden YouTube-Video:

Ihr wollt weitere News und aktuelle Infos aus der Sportwelt? Besucht hierfür unsere Themenseite „Sport-Mix“ auf swp.de.