Nächster Rückschlag für Angelo Stiller
: VfB-Profi trotz Amiri-Ausfall nicht nominiert

Die Nicht-Nominierung von Angelo Stiller sorgte beim VfB Stuttgart für Verwunderung. Nun musste Nagelsmann nachnominieren – und verzichtete erneut auf den VfB-Profi.
Von
Kai Winderl
Stuttgart
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VfB Stuttgart - Feyenoord Rotterdam: 06.11.2025, Baden-Württemberg, Stuttgart: Fußball: Europa League, VfB Stuttgart - Feyenoord Rotterdam, Vorrunde, 4. Spieltag, MHPArena. Angelo Stiller (VfB Stuttgart) gestikuliert. Foto: Tom Weller/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

Angelo Stiller wurde von Bundestrainer Julian Nagelsmann erneut nicht berücksichtigt.

Tom Weller/dpa

Julian Nagelsmann sorgte bei seiner Kader-Nominierung der deutschen Nationalmannschaft für einige Überraschungen. Unter anderem wurde Angelo Stiller nicht für die Länderspiele nominiert. Nun folgte die nächste Enttäuschung für den Mittelfeldspieler des VfB Stuttgart: Auch nach dem Ausfall von Nadiem Amiri wurde der 23-Jährige nicht von Bundestrainer Julian Nagelsmann berücksichtigt.

Statt Stiller rückt Ouedraogo nach

Amiri musste die Länderspielreise aufgrund von Adduktorenproblemen absagen. Für den Bundestrainer bot sich damit eine Gelegenheit, Stiller nachzunominieren, der beim VfB Stuttgart in dieser Saison konstant starke Leistungen zeigt. Der Mittelfeldspieler gilt als Schaltzentrale im Mittelfeld der Schwaben, die aktuell eine starke Saison spielen und auf dem vierten Tabellenplatz stehen.

Doch Nagelsmann entschied sich bewusst für Ouedraogo. Der Youngster von RB Leipzig, der zuvor zwei Einsätze für die deutsche U21 absolviert hat, spielte sich in dieser Saison in die Stammelf der Roten Bullen und überzeugte mit zwei Toren und drei Vorlagen aus dem zentralen Mittelfeld. „Ich möchte auch neue Gesichter live beim DFB-Team sehen“, begründete Nagelsmann die Entscheidung. Stiller sei bereits ein Bekannter im Team, während Ouedraogo nun die Chance bekommt, sich auf höchstem Niveau zu beweisen.

DFB-Team: Überangebot im Mittelfeld

Die Nicht-Nominierung von Angelo Stiller schlug rund um den VfB Stuttgart hohe Wellen. Seine Entscheidung begründete der Bundestrainer Julian Nagelsmann folgendermaßen: „Wir haben auf der Sechser-Position Felix Nmecha, der eine sehr gute Saison spielt, und Aleksandar Pavlovic, der bei der Mannschaft spielt, die gerade in ganz Europa sicherlich die stabilste ist. Ich sehe die gerade einen Tick vorne dran“, erklärte Nagelsmann.

Dazu kämen mit Nadiem Amiri und Leon Goretzka zwei weitere Sechser, die ein offensiveres Profil als Stiller hätten. Zudem führte Nagelsmann aus, dass er diesmal nicht mehr als vier Sechser nominieren wollte. In Ouedraogo sieht Nagelsmann wohl einen offensiver ausgerichteten Spieler als in Angelo Stiller und denjenigen, der Amiris Profil besser entspricht.

Nagelsmann sieht Stiller-Entwicklung positiv

Nagelsmann hob die positive Entwicklung des VfB-Akteurs hervor. „Wenn ich die vier Wochen vor dem letzten Lehrgang nehme, wo er dabei war, war es deutlich unverdienter, dass er dabei war, als es jetzt der Fall wäre, weil seine Entwicklung deutlich in die richtige Richtung geht", sagte Nagelsmann in Wolfsburg, wo sich die Nationalspieler am Montag (10.11.) trafen, um sich auf die abschließenden WM-Qualifikationsspiele am 14. November in Luxemburg und drei Tage später in Leipzig gegen die Slowakei vorzubereiten.

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