Nach Spektakel bei U19-EM: Fünf deutsche Talente, die es bis ganz nach oben schaffen können

Ihm könnte die Zukunft in der deutschen Nationalmannschaft gehören: Top-Talent Noah Darvich.
Stefan Constantin/dpaErneut ein echtes Drama – doch dieses Mal kein Happy End: Die deutschen Fußball-Junioren haben auf spektakuläre Weise das Finale der U19-EM verpasst. Das Team von Trainer Hanno Balitsch unterlag am Montag im Halbfinale dem Titelverteidiger und Rekordsieger Spanien mit 5:6 (3:3, 1:0) nach Verlängerung. Zuvor gab es bereits ein 5:5 gegen England. Bei der EM sorgte die deutsche U19 also für reichlich Spektakel, auch wenn es trotz des „Elf-Tore-Thrillers“ gegen Spanien nicht für das Endspiel reichte.
Wir blicken auf fünf Spieler der deutschen U19, die es nach ganz oben schaffen können.
Noah Darvich: Das Barca-Wunderkind aus dem Schwarzwald
2,5 Millionen zahlte Barca im August 2023 für den damals 16 Jahre alten Darvich – und legte die Ausstiegsklausel mal eben auf eine Milliarde Euro fest. Wenig später führte Darvich die deutsche U17 als Kapitän zum WM-Titel. Auf sein Profi-Debüt wartet der 18-Jährige zwar noch, gehörte bei Hansi Flick aber mehrfach zum Kader – zuletzt sogar im Champions-League-Halbfinale gegen Inter Mailand.
Ex-BVB-Talent Paris Brunner: Erst Monaco, jetzt Brügge
Nach dem WM-Titel in Indonesien wurde der damalige Dortmunder zum besten Spieler des Turniers gewählt, fünf Treffer hatte er erzielt. Im August 2024 folgte der nicht ganz geräuschlose Abgang beim BVB ("Wir können niemandem etwas schenken“, so der damalige Trainer Nuri Sahin). Der französische Erstligist AS Monaco verlieh den erst 19-jährigen Brunner an Cercle Brügge, wo er zuletzt häufiger in der Startelf stand – und sowohl in der belgischen Liga als auch der Conference League schon traf.

Paris Brunner spielte zuletzt bei Cercle Brügge eine gute Rolle.
Constantin Stefan/dpaMax Moerstedt: Vielversprechendes Sturmtalent von Hoffenheim
Drei Tore erzielte der großgewachsene 19 Jahre alte Angreifer im Halbfinal-Thriller gegen Spanien, doch auch das reichte nicht. Auch bei den Hoffenheim-Profis hat der U17-Welt- und Europameister schon Eindruck hinterlassen, sein traumhaftes Volleytor in der Europa League gegen Midtjylland rettete ein 1:1. Nun will Moerstedt mehr.
Almugera Kabar: Das ist Dortmunds Außenbahn-Juwel
„Er ist ein Junge aus der Region, der großes Potenzial besitzt“, sagt Dortmunds Sportdirektor Sebastian Kehl über den 19-jährigen Außenbahnspieler, der schon fünf Mal bei den BVB-Profis zum Einsatz kam. Lohn war im Februar ein Profivertrag bis 2028. Sein Debüt wird Kabar aber lieber schnell vergessen – in Augsburg sah er 22 Minuten nach seiner Einwechslung die Gelb-Rote Karte. Doch das ist längst abgehakt.
Finn Jeltsch: Schon jetzt Bundesliga-Stammkraft
Bei der U19-EM war Jeltsch nicht dabei, gehört aber dennoch in diese Liste. Denn der Innenverteidiger fehlte aus gutem Grund: Jeltsch war fest für die U21-EM eingeplant, ehe er verletzt ausfiel. Mit einem Marktwert von 20 Millionen ist der erst 18 Jahre alte Jeltsch der mit Abstand wertvollste Spieler der deutschen U17-Weltmeister von 2023. Im Februar wechselte er vom 1. FC Nürnberg zum VfB, wo er seit dem 22. Spieltag nur eine Partie verpasste und auch im DFB-Pokalfinale auf dem Rasen stand.

Finn Jeltsch vom VfB Stuttgart verpasst die U21-EM.
Christian Charisius/dpaIhr wollt weitere News und aktuelle Infos aus der Sportwelt? Besucht hierfür unsere Themenseite „Sport-Mix“ auf swp.de.
