Nach Lattentreffer im DFB-Pokalfinale: Bielefelds Sarenren Bazee wird im Netz übel beleidigt

Bielefelds Noah Sarenren Bazee (l) scheitert im DFB-Pokalfinale freistehend vor dem Tor von Alexander Nübel.
Sören Stache/dpaDas DFB-Pokalfinale 2025 war schon zur Halbzeit entschieden. Eine höhere Pausen-Führung als im 82. Endspiel des Wettbewerbs hat es noch nicht gegeben. Dabei hätte das Zwischenergebnis angesichts der Stuttgarter Überlegenheit sogar noch höher ausfallen können. Und das, obwohl Arminia Bielefeld eigentlich hätte in Führung gehen müssen. Der Stürmer Sarenren Bazee vergab die große Chance auf die 1:0 Führung – und wurde anschließend im Netz übel beleidigt.
Anfeindungen nach vergebener Chance von Sarenren Bazee
Mit der riesigen ausgelassenen Chance von Noah Joel Sarenren Bazee, der aus fünf Metern nur die Latte traf (12.), nahm der bittere Abend für die Bielefelder seinen Anfang. In der Kommentarsektion eines Fotos von Sarenren Bazee bei Instagram finden sich Kommentare wie: „Bisschen Gefühl im Fuß Keule, das kann doch nicht dein Ernst sein!!!“ oder „Bitte Karriere beenden!“. Doch auch Beleidigungen sind zu lesen. Ein User schreibt beispielsweise: „Du Ayri“, was ein abwertender arabischer Ausdruck für das männliche Geschlechtsteil ist.
Bielefeld-Anhänger verteidigen ihren Stürmer
Trotz der Beleidigungen und Anfeindungen verteidigen zahlreiche Arminia-Fans ihren Spieler. So ist in der Kommentarsektion zu lesen: „Lass dich nicht von solchen Idioten runtermachen. Du bist und bleibst immer ein Teil der Mannschaft, die uns so weit gebracht hat.“ Ein weiterer Instagram-Nutzer schreibt: „Noah, kein echter Armine macht dir einen Vorwurf. Wir stehen trotzdem hinter dir und sind dankbar, dass du Teil dieser geilen Mannschaft bist, die uns den Aufstieg beschert hat“.
Der Grundtenor unter den Bielfeld-Anhängern ist deutlich: Man ist stolz über eine starke Saison und den Aufstieg in die 2. Bundesliga. Zudem hatte das Team von Trainer Mitch Kniat zuvor im DFB-Pokal vier Erst- und einen Zweitligisten aus dem Pokal-Wettbewerb geworfen.
Überragende Unterstützung der Fans
„Was die Fans, was ganz Bielefeld in Berlin abgerissen hat, war einmalig“, sagte Kniat. Nicht nur in der Heimat, wo rund 15.000 Menschen auf dem prall gefüllten Jahnplatz am Samstagabend beim Public Viewing mitfieberten, war die Bedeutung des größten Spiels in der 120-jährigen Vereinsgeschichte der Arminia spürbar gewesen.
Angeblich 100.000 Fans waren der Mannschaft nach Berlin gefolgt, zahlreiche von ihnen hatten bereits tagsüber den Alexanderplatz in die Vereinsfarben schwarz, weiß und blau getaucht. Diese Pokalatmosphäre – für Kniat „ein Ansporn dafür, im nächsten Jahr wieder genau dasselbe oder sogar noch mehr zu investieren, dass man diesen Moment noch mal erlebt. Dann aber mit einem anderen Ergebnis“. Grund zum Feiern hatte die Arminia dennoch.
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