Jochen Mass ist tot: Was zur Todesursache der Rennsport-Legende bekannt ist

Jochen Mass ist gestorben.
picture alliance/dpaDer Rennsport trauert um Jochen Mass. Der ehemalige Formel-1-Pilot und Mentor des jungen Michael Schumacher wurde 78 Jahre alt.
Was zur Todesursache von Jochen Mass bekannt ist
Der gebürtige Bayer Mass verstarb am Vormittag des 4. Mai 2025 in seiner französischen Wahlheimat im Alter von 78 Jahren. Das bestätigte sein Management dem SID. Jochen Mass hatte im Februar einen Schlaganfall erlitten, an dessen Folgen er in Cannes verstarb.
Mass widmete sein Leben dem Rennsport
Der Rennsport war Mass' Leben. Als Jugendlicher habe er keine großen Ambitionen gehabt, sagte Mass einmal. „Ich fuhr gut Auto, schneller als alle meine Freunde, das wusste ich“, erklärte er im Gespräch mit dem SWR. Also probierte er es professionell - mit Erfolg.
Seine Karriere begann 1968 im Tourenwagen, 1973 debütierte er in der Formel 1 - in Silverstone war nach einer Massenkarambolage in der ersten Runde Schluss. „Schwere Unfälle gehörten früher beinahe zur Tagesordnung“, sagte Mass.
1975 gewann Jochen Mass ein Formel-1-Rennen
Der einzige Formel-1-Sieg gelang ihm fast auf den Tag vor 50 Jahren, am 27. April 1975, auf dem gefährlichen Stadtkurs auf dem Montjuic in Barcelona. Der Sieg wurde überschattet von einem Unfall, bei dem fünf Zuschauer und Streckenposten starben. Der in Führung liegende Rolf Stommelen war mit seinem Boliden von der Strecke abgekommen und in die Zuschauermenge geschleudert worden.
Mass überlebte 1978 einen schweren Unfall
Drei Jahre später überlebte Mass einen schweren Testunfall in Silverstone, erlitt zahlreiche Knochenbrüche und Verletzungen der Lunge. 1982 dann war er in den tragischen Unfall verwickelt, der Gilles Villeneuve im belgischen Zolder das Leben kostete. „Furchtbar“ und „schrecklich“ seien die Erinnerungen an diesen Tag.
Später wurde er zum Mentor des jungen Schumacher und schrieb ein Buch über seine Liebe zum Motorsport. „Ich hätte mein Leben nicht anders leben können“, sagte Mass, der in den Neunzigern jahrelang Co-Kommentator bei den Formel-1-Übertragungen bei RTL war und dem Motorsport immer verbunden blieb.

