Feuerzeug-Skandal
: VfL Bochum darf Sieg gegen Union Berlin behalten

Das Ständige Schiedsgericht hat vier Monate nach dem Bundesliga-Skandal die bisherigen Urteile bestätigt. Für Bochum sind es immens wichtige drei Punkte.
Von
Florian Huth
Berlin
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Patrick Drewes: ARCHIV - 14.12.2024, Berlin: Fußball: Bundesliga, 1. FC Union Berlin - VfL Bochum, 14. Spieltag, An der Alten Försterei. Bochums Torwart Patrick Drewes zeigt einen Gegenstand, mit dem er am Kopf getroffen wurde. (zu dpa: «Feuerzeug-Eklat um Union: Bochum darf 2:0-Sieg behalten») Foto: Andreas Gora/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

Bochums Torwart Patrick Drewes zeigt einen Gegenstand, mit dem er am Kopf getroffen wurde.

Andreas Gora/dpa

Jetzt ist die Entscheidung amtlich Das Bundesliga-Spiel des 1. FC Union Berlin gegen Bochum wird nach dem Feuerzeugwurf auf VfL-Torwart Patrick Drewes endgültig mit 2:0 zugunsten der Bochumer gewertet.

Schiedsgericht bestätigt das Urteil

Das Schiedsgericht bestätigt damit die Urteile des Sport- und Bundesgerichts des Deutschen Fußball-Bundes. Eine offizielle Mitteilung des DFB wird im Laufe des Tages erwartet.

Hoffnung im Abstiegskampf für den VfL Bochum

Für den Tabellenletzten aus Bochum bringt das Urteil viel Hoffnung im Abstiegskampf. Nachdem das Rückspiel gegen Union am Sonntag auch 1:1 geendet hatte, ist der VfL kaum noch zu retten. Aktuell liegt die Mannschaft von Trainer Dieter Hecking vier Zähler hinter dem Relegationsrang. Sollte Bochum am Freitag in Heidenheim verlieren, stünde der siebte Bundesliga-Abstieg fest.

Nichtangriffspakt zwischen Union und Bochum in der Nachspielzeit

Das Spiel im Stadion An der Alten Försterei war am 14. Dezember in der 92. Minute für mehr als 25 Minuten unterbrochen, nachdem der Bochumer Schlussmann Drewes von einem aus dem Union-Block geworfenen Feuerzeug getroffen worden war und vom Feld musste.

Das Spiel wurde durch Schiedsrichter Martin Petersen ohne Drewes fortgesetzt und beendet. Da Bochum sein Auswechselkontingent bereits ausgeschöpft hatte, ging Angreifer Philipp Hofmann kurzzeitig ins Tor. Beide Teams passten in einem Nichtangriffspakt den Ball lediglich hin und her, um die Begegnung zu beenden.

Union Berlin wirft Drewes Schauspielerei vor

Union war Drewes Schauspielerei vor. „Für eine besondere Schauspieleinlage von Herrn Drewes oder für ein Komplott oder eine Schmierenkomödie haben wir nicht die entsprechenden Anhaltspunkte bekommen“, hatte Sportgerichtsrichter Stephan Oberholz entgegnet. Das DFB-Sportgericht hatte im Januar zunächst geurteilt, dass Drewes durch das Feuerzeug am Kopf verletzt und Bochum geschwächt worden sei. Deshalb wäre sogar ein Spielabbruch gerechtfertigt gewesen. Das DFB-Bundesgericht wies die Berufung der Berliner im Februar ebenfalls zurück und bestätigte das erste Urteil.

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