FC Bayern München: Uli Hoeneß sieht Neffe Sebastian als Kompany-Nachfolger

Bayern-Coach Vincent Kompany und Sebastian Hoeneß, Trainer des VfB Stuttgart, beim Handshake.
Tom Weller/dpaUli Hoeneß sieht die langfristige Trainerfrage beim FC Bayern München offenbar entspannt – und bringt dabei einen Namen ins Spiel, der innerhalb der eigenen Familie für Aufmerksamkeit sorgt. Der Ehrenpräsident des deutschen Rekordmeisters kann sich seinen Neffen Sebastian Hoeneß nach der Ära von Vincent Kompany als möglichen Nachfolger auf der Trainerbank vorstellen.
Keine kurzfristige Debatte um Kompany
„Er kommt mindestens mal in Frage“, erklärte Uli Hoeneß im Gespräch mit DAZN mit Blick auf den aktuellen Erfolgscoach des VfB Stuttgart. Gleichzeitig stellte er klar, dass Kompany für ihn keineswegs kurzfristig zur Debatte stehe: Der Belgier könne aus seiner Sicht „noch fünf oder zehn Jahre“ in München bleiben.
Hoeneß lobte den aktuellen Bayern-Trainer in höchsten Tönen und hob insbesondere dessen Einfluss auf die Mannschaft hervor. Kompany habe „alle Spieler besser gemacht“ und aus einer Vielzahl hochkarätiger Einzelakteure ein funktionierendes Kollektiv geformt. Der Höhenflug des Teams in dieser Saison sei, so Hoeneß, maßgeblich dem Trainer zuzuschreiben, der es verstanden habe, aus „15, 16 oder 18 sehr guten Einzelspielern ein homogenes Team zu formen“.
Uli Hoeneß hat „größten Respekt“ vor Neffe Sebastian
Auch für seinen Neffen Sebastian fand der 72-Jährige deutliche Worte der Anerkennung. Dessen Arbeit in Stuttgart verfolge er mit großem Respekt. „Vor dem ziehe ich wirklich den Hut“, sagte Hoeneß und verwies auf die schwierigen Rahmenbedingungen beim VfB: Der Coach habe die Mannschaft zunächst im Abstiegskampf übernommen und zudem immer wieder den Verlust wichtiger Leistungsträger verkraften müssen. Dennoch gelinge es ihm regelmäßig, die Mannschaft zu stabilisieren und sportlich weiterzuentwickeln. „Ganz ehrlich: Sebastian hat nach unserem Trainer von mir den größten Respekt“, betonte Hoeneß weiter.
Sebastian Hoeneß, 43 Jahre alt, ist in München geboren und bringt bereits eine enge Verbindung zum FC Bayern mit. Vor seiner Tätigkeit in Stuttgart arbeitete er im Nachwuchsbereich des Rekordmeisters und betreute dort die U19 sowie die zweite Mannschaft. Über die TSG Hoffenheim führte sein Weg im April 2023 zum VfB, den er später zum DFB-Pokalsieg 2025 führte.
Ein mögliches Wiedersehen mit dem FC Bayern in einem Pflichtspiel ist bereits terminiert: Am 23. Mai trifft der VfB im Berliner Finale auf die Münchner, die unter Kompany eine weitere erfolgreiche Ära einläuten wollen.
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