Vor DFB-Pokalfinale 2025: Demirovic gibt emotionales Bekenntnis ab

Fehlschuss mit Folgen vor drei Jahren: Demirovic scheitert, Freiburg verliert, Leipzig jubelt.
Tom Weller/dpaVor drei Jahren verschoss Ermedin Demirovic den entscheidenden Elfmeter im DFB-Pokalfinale. Der SC Freiburg verlor in Berlin gegen RB Leipzig. Zuvor hatte bereits sein Teamkollege Christian Günter nicht getroffen. Am Samstag steht Demirovic erneut im DFB-Pokalfinale, diesmal als Stürmer für den VfB Stuttgart.
Demirovic: „Blicke ich mit anderen Augen auf ein Elfmeterschießen"
Dass Demirovic vor drei Jahren in Berlin gescheitert ist, hat ihn verändert: „Ich wünsche keinem Spieler dieser Welt, in so eine Situation zu kommen. Seit 2022 blicke ich mit ganz anderen Augen auf ein Elfmeterschießen“, sagte er. „Ich weiß, wie sich das anfühlt, wenn man in diesem entscheidenden Moment scheitert. Ich fühle absolut mit und habe regelrecht Mitleid.“
Ein Elfmeterschießen im DFB-Pokalfinale gegen Arminia Bielefeld würde Demirovic gern vermeiden, im Zweifelsfall aber auch wieder vom Punkt aus antreten. „Wenn es wirklich dazu kommen sollte, würde ich die Verantwortung natürlich übernehmen“, sagte der 27-Jährige im „Kicker“-Interview. Er hoffe aber, dass es gar nicht erst so weit komme, erklärte Demirovic vor dem Endspiel zwischen dem Fußball-Bundesligisten und dem Drittligisten am Samstag (20.00 Uhr/ZDF und Sky).

Ermedin Demirovic und der VfB treffen im Pokalfinale am Samstag auf Arminia Bielefeld.
Tom Weller/dpaVfB gilt als Favorit im Spiel gegen RB Leipzig
In die Partie am Samstag geht der VfB, der die Bundesliga-Saison auf Platz neun beendet hat, als Favorit. Demirovic erwartet aber ein „50:50-Spiel“. Die Arminia bejubelte diese Saison nicht nur den Einzug ins Pokalfinale, sondern auch die Drittliga-Meisterschaft und startet in der neuen Spielzeit wieder in der zweiten Liga.
Demirovic kam im Sommer 2024 zum VfB
Ermedin Demirovic wechselte im Juli 2024 vom FC Augsburg zum VfB Stuttgart. Der bosnisch-deutsche Nationalspieler kickte im Nachwuchsleistungszentrum des Hamburger SV. Über Stationen in Frankreich, Spanien und der Schweiz gelang dem heute 27-Jährigen der Sprung in die Bundesliga. In der abgelaufenen Saison gelangen dem Angreifer in 34 Bundesligaspielen 15 Tore.
Mit Material der dpa.

