Ausraster in der 3. Liga: Im Video: Duisburg-Fan geht auf Schiedsrichter los

Der MSV Duisburg traf in der 3. Liga auf Osnabrück. Eine Szene sorgte für einen Eklat.
Julius Frick/dpaDie dramatische Schlussphase im Topspiel der 3. Liga zwischen dem MSV Duisburg und dem VfL Osnabrück (1:0) hielt am Dienstagabend kaum jemanden auf den Sitzen. In einer aufgeheizten Atmosphäre vor rund 25.000 Zuschauern überschlugen sich die Ereignisse. Ein Fan rastete aus und sorgte für einen Eklat.
Fan rennt in der Nachspielzeit auf den Platz
Als die reguläre Spielzeit bereits abgelaufen war, spitzte sich die Lage zu. In der vierten Minute der Nachspielzeit bot sich Osnabrück noch einmal eine Möglichkeit, die jedoch vereitelt wurde. Kurz darauf ging Duisburgs Joshua Bitter im eigenen Strafraum nach einem Zweikampf mit Niklas Wiemann zu Boden. Die Szene sorgte für Diskussionen und rief Torhüter Maximilian Braune auf den Plan, der sein Tor verließ, um seinen Unmut kundzutun. Schiedsrichter Nico Fuchs wertete das als überzogen und zeigte dem Keeper die Gelbe Karte.
Diese Entscheidung brachte die ohnehin angespannte Stimmung zum Kippen. Ein Duisburger Anhänger lief plötzlich aus dem Zuschauerbereich auf das Spielfeld und steuerte auf den Unparteiischen zu. Weit kam er jedoch nicht: Mehrere Spieler griffen ein, allen voran Braune, der mit einem kurzen Sprint dazwischen ging. Der Torhüter stellte sich dem Fan in den Weg, redete auf ihn ein und eskortierte ihn schließlich in Richtung Seitenlinie, wo Ordner die Situation übernahmen.
Hier seht ihr die Szene im Video:
Stadionverbot und Geldstrafe droht
Der Vorfall blieb ohne unmittelbare Konsequenzen für den Spielverlauf, verdeutlichte jedoch, wie schnell Emotionen in einem Fußballspiel hochkochen und eskalieren können. Trainer Dietmar Hirsch ordnete die Szene nach Abpfiff ein. „Es wäre gut, wenn die Leute dann draußen bleiben“, meinte er bei „MagentaSport“ zu der Aktion des Anhängers. „Ich glaube, das war ein hitziges Spiel von der Emotionalität her. Aber nicht so, dass man auf dem Platz böse war. Es war ein faires, intensives Spiel.“
Die ohnehin angesetzte Nachspielzeit verlängerte sich durch die Unterbrechung zusätzlich – ein Umstand, den auch Duisburg letztlich selbst zu verantworten hatte. Für den beteiligten Fan dürfte der Ausflug auf den Rasen Konsequenzen haben: Ein Stadionverbot gilt als wahrscheinlich. Darüber hinaus könnte auf den MSV eine Geldstrafe durch den Deutschen Fußball-Bund zukommen.
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