ATP Toronto
: Netzkante kostet Zverev das Finale

Bei den National Bank Open in Toronto schaffte es Alexander Zverev bis ins Halbfinale – dort war dann gegen Chatschanow Schluss. Der Hamburger hatte sogar einen Matchball.
Von
Kai Winderl
Toronto
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ATP Masters 1000 National Bank Open presented by Rogers - Day 11: TORONTO, ONTARIO - AUGUST 06: Alexander Zverev of Germany reacts while playing Karen Khachanov during the semifinals of the National Bank Open Presented by Rogers at Sobeys Stadium on August 06, 2025 in Toronto, Ontario.   Matthew Stockman/Getty Images/AFP (Photo by MATTHEW STOCKMAN / GETTY IMAGES NORTH AMERICA / Getty Images via AFP)

Beim ATP Masters 1000 in Toronto scheiterte Alexander Zverev unglücklich an Karen Khachanov.

MATTHEW STOCKMAN/AFP

Alexander Zverev schulterte enttäuscht seine Tennis-Tasche und verschwand rasch vom Centre Court in Toronto. Die große Chance auf einen Final-Einzug kurz vor dem Beginn der US Open hatte er beim Masters in der kanadischen Metropole zuvor unglücklich verpasst. Gegen den Russen Karen Chatschanow, den er vor vier Jahren im Olympia-Finale von Tokio bezwang, verlor der an Nummer eins gesetzte Deutsche 3:6, 6:4, 6:7 (4:7).

Zverev vergibt Matchball gegen Chatschanow

Zverev hatte im dritten Satz einen Matchball gegen den aufschlagenden Chatschanow, scheiterte aber an der Netzkante und musste anschließend in den Tiebreak. Der 28-Jährige machte schon zuvor zu viele leichte Fehler gegen einen Gegner, der selbst mehrfach wackelte.

Insgesamt war das Turnier in Toronto für den Hamburger ein Schritt nach vorn. „Ich denke, dass ich im Tiebreak sehr mutig war“, sagte Zverev. „Das ist eine Sache, die ich ändern wollte, eine Sache, an der ich arbeiten wollte. Ich habe ein paar Bälle verschlagen, von denen ich mir wünschen würde, ich hätte sie nicht verschlagen. Aber so ist das nun mal“, fügte er hinzu.

Comeback nach einem Monat Pause

Zverev war in Toronto nach einer Pause von etwa einem Monat auf die Tennis-Tour zurückgekehrt. Nach seinem Erstrunden-Aus in Wimbledon hatte er über mentale Probleme gesprochen, sich eine Auszeit verordnet und bis zum Start in Kanada an keinem Turnier teilgenommen. Nach einer Pause trainierte er zunächst in der Akademie des ehemaligen Weltranglisten-Ersten Rafael Nadal auf Mallorca, eine dauerhafte Zusammenarbeit mit dessen Onkel Toni kam zunächst aber nicht zustande.

Zverev unglücklich – Netzkante hilft Chatschanow

„Wenn der Netzroller rüberkommt, dann stehen wir jetzt nicht hier und sprechen“, sagte Chatschanow bei seinem Sieger-Interview auf dem Platz. „Es war ein sehr forderndes, physisches Spiel. Ich bin sehr glücklich.“ Es sei darum gegangen, sich nicht mit den negativen Momenten aufzuhalten.

Das gelang ihm am Ende besser als Zverev, der nach eigenen Worten kein so gutes Gefühl für den Ball hatte. „Dann ist es normal, dass Du ein paar Fehler mehr machst als sonst in solchen Situationen. Aber das ist okay, es geht weiter. Ich habe in ein paar Tagen eine neue Chance in Cincinnati“, sagte Zverev mit Blick auf die US-Open-Generalprobe. Die Einzel-Konkurrenz beim Grand-Slam-Turnier in New York beginnt dann am 24. August.

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