Fußball-Oberliga
: Keine Sonderrechte: Tür ist zu für den FC Heidenheim

Die Gesellschafterversammlung der OLBW hat sich gegen eine Änderung des Liga-Status entschieden. Neu gemeldete zweite Mannschaften werden nicht direkt in der Oberliga zugelassen.
Von
Wolfgang Seitz
Region
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Für den FC Heidenheim rollte vorerst in der Oberliga kein Ball. Das hat die Gesellschafterversammlung der OLBW beschlossen.

Für den FC Heidenheim rollt vorerst in der Oberliga kein Ball. Das hat die Gesellschafterversammlung der OLBW beschlossen.

Eibner-Pressefoto/Jan Prihoda
  • OLBW lehnt Status-Änderung ab: keine Direktzulassung neuer Zweitteams.
  • 1. FC Heidenheim wollte U21 ab 2026/27 direkt in die Oberliga melden.
  • Sorge der Oberligisten: mehr Absteiger, zusätzliche Spieltage, Wettbewerbsfairness.
  • Verweis auf KSC II: Start 2024/25 in der Verbandsliga, Aufstieg nur sportlich.
  • FCH kann Antrag beim wfv stellen: Eingruppierung bis Verbandsliga möglich.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Der 1. FC Heidenheim 1846 hatte einen Antrag gestellt – der nicht nur bei den Oberliga-Vereinen für Aufruhr gesorgt hat. Mit der Meldung einer U21 in der Oberliga zur Saison 2026/27 sollte dem eigenen Nachwuchs ermöglicht werden, sich im ambitionierten Herrenfußball zu bewähren und sich unter Wettkampfbedingungen sportlich weiterzuentwickeln. Soweit das Ansinnen der Ostälbler, denen man es nicht verdenken kann, dass sie für ihren Talentschuppen die bestmöglichen Startvoraussetzungen erreichen wollten.

Erhebliche Bedenken bei Oberliga-Vereinen

Der Antrag wurde im Vorfeld der Entscheidung mit den aktuellen Oberligisten und innerhalb der Fachgruppe Spielbetrieb beraten. Bei den betroffenen Vereinen gab es mit Blick auf den bei Aufstockung der Liga notwendigen verschärften Abstieg und zusätzliche Spieltage erhebliche Bedenken und auch Kritik. Die Fachgruppe Spielbetrieb folgte der Auffassung der Oberligisten in Teilen und sah es zudem als problematisch an, nun eine solche Möglichkeit zu schaffen, nachdem der Karlsruher SC II zur Saison 2024/25 in der Verbandsliga Baden starten musste und sich erst so sportlich für die Oberliga qualifizieren konnte.

Insbesondere unter dem Aspekt der Gleichbehandlung wird nun keine Änderung des OLBW-Statuts erfolgen. Vielmehr soll es dabei bleiben, dass auch weiterhin in diesen Konstellationen die jeweiligen Landesverbände auf Grundlage ihrer Statuten über eine Eingliederung in eine Spielklasse in ihrem Verantwortungsbereich entscheiden. Der FCH hat somit die Möglichkeit, einen entsprechenden Antrag an den wfv zu stellen, dessen Spielordnung eine Eingruppierung bis zur Verbandsliga durch Vorstandsbeschluss zulässt. So heißt es in einer Pressemitteilung des Verbandes.

Sascha Schneider zum Thema

Sascha Schneider, Vorsitzender des SSV Reutlingen, äußerte sich wie folgt: „Ich bin froh, dass auf die Vereine gehört wird. Wir sind ja beileibe nicht die einzigen, die sich kritisch geäußert haben, das zeigten viele Stellungnahmen. Es ist richtig so, dass dem Heidenheimer Ansinnen ein Riegel vorgeschoben wurde, weil es ein Eingriff in den Wettbewerb gewesen wäre. Vielleicht wäre im nächsten Jahr schon der nächste Verein auf der Matte gestanden.“